Feuerzangenbowle selber machen: Rezepte für den Winter-Klassiker

Feuerzangenbowle in der Tasse
Beim Wort „Feuerzangenbowle” denken wir alle sofort an einen zwei Dinge: Heinz Rühmann und die leckere Glühwein-Variante. Mit Rühmann können wir nicht dienen, dafür aber mit den leckersten Feuerzangenbowle-Rezepten zum Nachkochen.

Ent­de­cken Sie hier die bes­ten Rezep­te für Feu­er­zan­gen­bow­le, die Ihnen mit unse­ren Tipps genau­so gut gelin­gen wird wie im Film. Oder möch­ten Sie noch mehr über die winterlich-leckere Bow­le erfah­ren? Ganz unten lesen Sie mehr dar­über, woher sie ihren Namen hat, was Mira­cu­lix damit zu tun hat und wel­che Rol­le das his­to­ri­sche Stu­den­ten­lied „Krambam­bu­li” einst bei der Zube­rei­tung spiel­te.

Inhalt:


Das Basisrezept: So gelingt Feuerzangenbowle wie im Film

Die­ser Klas­si­ker wird Sie im Null­kom­ma­nichts auf­wär­men. Sie suchen ein Basis­re­zept für die nächs­te Weih­nachts­par­ty? Mit die­sem Rezept für ca. acht Per­so­nen (oder vier sehr Durs­ti­ge) machen Sie nichts falsch.

Feuerzangenbowle

Kate­go­rie, , Schwie­rig­keits­gradLeicht

Ergibt
Vor­be­rei­tungs­zeit15 Min.

Zuta­ten

Für die Feu­er­zan­gen­bow­le (ca. 8 Por­tio­nen):
 2 L Rot­wein
 2 Oran­gen
 2 Zitro­nen
 1 Zimt­stan­ge
 5 Nel­ken
 2 Anis­ster­ne
 1 Fla­sche 54%-iger Rum
 1 Zucker­hut
Zube­hör:
 Zan­ge oder Draht­git­ter, um den Zucker­hut zu befes­ti­gen
 Feu­er­zeug

Zube­rei­tung

1

Oran­gen und Zitro­nen in Schei­ben schnei­den.

2

Den Rot­wein in einen gro­ßen Topf gie­ßen.

3

Den Stern­anis, die Gewürz­nel­ken und die Zimt­stan­ge gemein­sam mit den Zitronen- und Oran­gen­schei­ben hin­zu­ge­ben und alles erhit­zen, jedoch nicht kochen!

4

Den Zucker­hut mit­hil­fe des Draht­git­ters oder einer Zan­ge über den Topf legen und vor­sich­tig mit Rum beträu­feln.

5

Den Zucker­hut anzün­den und immer wie­der mit Rum beträu­feln, bis der gan­ze Zucker­hut in die Feu­er­zan­gen­bow­le getropft ist.

6

Tipp: Wer es ein wenig mil­der mag, kann die Feu­er­zan­gen­bow­le mit einem hal­ben Liter Oran­gen­saft ver­dün­nen.

Zutaten

Für die Feu­er­zan­gen­bow­le (ca. 8 Por­tio­nen):
 2 L Rot­wein
 2 Oran­gen
 2 Zitro­nen
 1 Zimt­stan­ge
 5 Nel­ken
 2 Anis­ster­ne
 1 Fla­sche 54%-iger Rum
 1 Zucker­hut
Zube­hör:
 Zan­ge oder Draht­git­ter, um den Zucker­hut zu befes­ti­gen
 Feu­er­zeug

Anweisungen

1

Oran­gen und Zitro­nen in Schei­ben schnei­den.

2

Den Rot­wein in einen gro­ßen Topf gie­ßen.

3

Den Stern­anis, die Gewürz­nel­ken und die Zimt­stan­ge gemein­sam mit den Zitronen- und Oran­gen­schei­ben hin­zu­ge­ben und alles erhit­zen, jedoch nicht kochen!

4

Den Zucker­hut mit­hil­fe des Draht­git­ters oder einer Zan­ge über den Topf legen und vor­sich­tig mit Rum beträu­feln.

5

Den Zucker­hut anzün­den und immer wie­der mit Rum beträu­feln, bis der gan­ze Zucker­hut in die Feu­er­zan­gen­bow­le getropft ist.

6

Tipp: Wer es ein wenig mil­der mag, kann die Feu­er­zan­gen­bow­le mit einem hal­ben Liter Oran­gen­saft ver­dün­nen.

Feu­er­zan­gen­bow­le klas­sisch

Weiße Feuerzangenbowle: Süß und fruchtig!

Wer es lie­ber leich­ter und sehr fruch­tig mag, soll­te auf die­ses Rezept für wei­ße Feu­er­zan­gen­bow­le zurück­grei­fen. Mit die­sen ein­fa­chen Schrit­ten kön­nen Sie die wei­ße Vari­an­te ganz leicht sel­ber machen:

Weihnachtlicher weißer Glühwein mit Äpfeln und Gewürzen verfeinert

Ergibt 1 Por­ti­on

Zuta­ten

Für den wei­ßen Glüh­wein (für ca. 8 Por­tio­nen):
 2 L Weiß­wein
 500 ml Apfel­saft
 2 rote Äpfel
 1 Oran­ge
 1 Zitro­ne
 12 Zimt­stan­gen
 4 Gewürz­nel­ken
 3 Anis­ster­ne
 1 Zucker­hut
 1 Fla­sche wei­ßer Rum (54 %-ig)
Zube­hör:
 Zan­ge oder Draht­git­ter, um den Zucker­hut zu befes­ti­gen
 Feu­er­zeug

Zube­rei­tung

1

Äpfel, Oran­ge und Zitro­ne (in Bio-Qualität) waschen und in Schei­ben schnei­den.

2

Den Weiß­wein mit dem Apfel­saft in einen Topf gie­ßen.

3

Die Früch­te sowie die Gewür­ze mit in den Topf geben und alles vor­sich­tig erhit­zen, ohne die Bow­le zu kochen.

4

Den Zucker­hut über dem Topf befes­ti­gen, mit Rum beträu­feln und anzün­den. Zwi­schen­durch den Zucker­hut wei­ter­hin mit Rum begie­ßen, bis er ganz kara­mel­li­siert und in die Bow­le getropft ist.

Zutaten

Für den wei­ßen Glüh­wein (für ca. 8 Por­tio­nen):
 2 L Weiß­wein
 500 ml Apfel­saft
 2 rote Äpfel
 1 Oran­ge
 1 Zitro­ne
 12 Zimt­stan­gen
 4 Gewürz­nel­ken
 3 Anis­ster­ne
 1 Zucker­hut
 1 Fla­sche wei­ßer Rum (54 %-ig)
Zube­hör:
 Zan­ge oder Draht­git­ter, um den Zucker­hut zu befes­ti­gen
 Feu­er­zeug

Anweisungen

1

Äpfel, Oran­ge und Zitro­ne (in Bio-Qualität) waschen und in Schei­ben schnei­den.

2

Den Weiß­wein mit dem Apfel­saft in einen Topf gie­ßen.

3

Die Früch­te sowie die Gewür­ze mit in den Topf geben und alles vor­sich­tig erhit­zen, ohne die Bow­le zu kochen.

4

Den Zucker­hut über dem Topf befes­ti­gen, mit Rum beträu­feln und anzün­den. Zwi­schen­durch den Zucker­hut wei­ter­hin mit Rum begie­ßen, bis er ganz kara­mel­li­siert und in die Bow­le getropft ist.

Wei­ße Feu­er­zan­gen­bow­le

Weitere winterliche Rezepte:

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Der Weihnachtsbrauch Feuerzangenbowle oder: Der Kult um „Krambambuli”

Ihren Namen hat die Feu­er­zan­gen­bow­le selbst­ver­ständ­lich von der Feu­er­zan­ge, die es frü­her in jedem Haus­halt gab. Schon im römi­schen Reich hol­te man damit nicht nur glü­hen­de Koh­len aus dem Feu­er, son­dern nutz­te die Hit­ze­be­stän­dig­keit auch, um auf ihr den bren­nen­den Zucker­hut zu plat­zie­ren. So wur­de schon in der Anti­ke Feu­er­zan­gen­bow­le her­ge­stellt, wenn auch ver­mut­lich mit etwas ande­rer Rezep­tur.

Obwohl sie heu­te ein­fach ein belieb­tes Getränk zur Weih­nachts­zeit ist, lös­te sie frü­her sogar in der ein oder ande­ren Epo­che Furo­re aus: Im Mit­tel­al­ter wur­de der Brauch um die Zube­rei­tung der Bow­le als Kult einer Sek­te abge­tan und gar als heid­ni­scher Brauch ver­ur­teilt, als der Kon­sum von Feu­er­zan­gen­bow­le mas­siv anstieg. Die katho­li­sche Kir­che unter­stell­te, dass bei der Zube­rei­tung Tier­op­fer gebracht wür­den und ent­sand­te Exor­zis­ten, um böse Feu­er­zan­gen­geis­ter aus­zu­trei­ben. Und auch aus dem Römi­schen Reich gibt es Über­lie­fe­run­gen über die Wir­kung der Feu­er­zan­gen­bow­le: Laut Juli­us Cäsars Werk „De Bel­lum Gal­li­co” soll es ein gal­li­sches Dorf gege­ben haben, wel­ches sich römi­schen Sol­da­ten unter dem Ein­fluss der Zuckerhut-Bowle ent­ge­gen­stell­te. Ihr Anfüh­rer und Trank­brau­er war ein „Magi­er”, der sich Mira­cu­lix nann­te.

Spä­ter beru­hig­te sich das The­ma und die Feu­er­zan­gen­bow­le genoss wie­der einen bes­se­ren Ruf. Sie wur­de zeit­wei­se auch als „Krambam­bu­li” bezeich­net, denn Stu­den­ten im 18. Jahr­hun­dert san­gen angeb­lich ger­ne das gleich­na­mi­ge Lied mit stol­zen 102 Ver­sen wäh­rend der Zube­rei­tung. In dem Lied geht es zwar um Wachol­der­schnaps, aber der Text passt auch zur Bow­le:

Krambam­bu­li, das ist der Titel
des Tranks der sich bei uns bewährt.
Er ist ein ganz pro­ba­tes Mit­tel,
wenn uns was Böses wider­fährt.
Des Abends spät, des Mor­gens früh
trink’ ich ein Glas Krambam­bu­li,
Kram­bim­bambam­bu­li, Krambam­bu­li.

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