Es darf auch mal Scheurebe sein …

Etikett Scheurebe Iphoefer Kalb tba von Wirsching
Die Scheurebe ist weder Silvaner noch Riesling, besitzt aber von beidem etwas. Im trockenen und fruchtigen Bereich liefert sie häufig bessere Weine als der bei Konsumenten so hoch geschätzte Sauvignon. Und im edelsüßen Bereich ist der Preisunterschied zwischen Scheurebe und Riesling oft geringer als der Qualitätsunterschied. Findet Ulrich Sautter

Im Gegen­satz zum Sau­vi­gnon spielt die Scheu­re­be ihre Stär­ken auch jen­seits des tro­cke­nen Geschmacks­bilds aus. Fruch­ti­ge Kabinett- und Spätlese-Weine fal­len typi­scher­wei­se kla­rer und weni­ger auf­dring­lich im Duft aus als Sauvignon-Spätlesen. Zudem haben sie ein fei­ne­res Süße-Säure-Spiel.

Auch im Bereich der edel­sü­ßen Prä­di­ka­te kann die Scheu­re­be mit inten­si­ver, kom­ple­xer Aro­ma­tik und ful­mi­nan­ter Dich­te am Gau­men bril­lie­ren. Zwar nicht ganz auf dem Niveau der bes­ten Riesling-Weine, aber doch von star­kem Cha­rak­ter und einer bemer­kens­wer­ten Eigen­art. Über­dies haben hoch­ka­rä­ti­ge edel­sü­ße Scheu­re­ben meist noch eine wei­te­re Tugend: Sie sind oft selbst als Bee­ren­aus­le­sen und Tro­cken­bee­ren­aus­le­sen so preis­güns­tig, dass man sich manch­mal die Augen reibt.

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