Eine Weintour durch Ungarn

Photo by Rodrigo Abreu, Lizenz: CC0 Creative Commons
Wein aus Ungarn führt hierzulande noch ein Nischendasein. Dabei bietet Ungarn inzwischen Weine an, die konkurrenzfähig gegenüber westeuropäischen sind – nur preiswerter.

[Anzei­ge] Wer euro­päi­schen Wein­an­bau hört, denkt nicht zuerst an Ungarn. Dabei liegt der ost­eu­ro­päi­sche Bin­nen­staat mit ca. 91.000 Hekt­ar Reb­flä­che rela­tiv nah an den 102.000 Hekt­ar der Bun­des­re­pu­blik. Seit der Anti­ke wird hier Wein ange­baut und im Lau­fe des letz­ten Jahr­hun­derts hat sich die Qua­li­tät stark gestei­gert – und das bei güns­ti­gen Prei­sen im inter­na­tio­na­len Ver­gleich.

Der Wein­an­bau teilt das Land in zwei Hälf­ten: die Anbau­ge­bie­te Eger, Pan­non­hal­ma, Som­ló, Sopron und Tokaj im Nor­den sowie Szeks­zárd und Vil­lá­ny im Süden. Auf hal­ber Stre­cke lie­gen die Haupt­stadt Buda­pest sowie das Wein­ge­biet rund um den Bala­ton (Plat­ten­see). Die­ser Arti­kel prä­sen­tiert ein paar der Orte, die sich für eine Weinverkostungs-Tour durch Ungarn beson­ders loh­nen und gleich­zei­tig außer­ge­wöhn­li­che Unter­künf­te oder Restau­rants bie­ten.

Plattensee und Budapest

Der Tou­ris­mus spielt in Ungarn eine gro­ße Rol­le, gera­de der Plat­ten­see ist inter­na­tio­nal ein belieb­tes Urlaubs­ziel. Das liegt zum einen dar­an, dass es an sei­nen Ufern vie­le hoch­wer­ti­ge Frei­zeit­an­ge­bo­te gibt und zum ande­ren am mil­den Kli­ma. Das sorgt nicht nur für Bade­spaß, son­dern auch für erfolg­rei­chen Wein­an­bau. Die Regio­nen Balatonfüred-Csopak sowie Bala­ton­bo­g­lár sind beson­ders durch ihren aro­ma­rei­chen, ele­gan­ten Weiß­wein bekannt, der sehr gut zum Balaton-Zander passt, die Fisch­spe­zia­li­tät Num­mer Eins am Plat­ten­see. Die Haupt­stadt Buda­pest mit ihren zahl­lo­sen Restau­rants und Vino­the­ken ist der gröss­te Markt für unga­ri­sche Wei­ne. Hier fin­det man edle Gewäch­se aus allen Regio­nen des Lan­des und kann sich am Anfang einer Wein-Tour viel Inspi­ra­ti­on holen. Buda­pest hat als eine der gro­ßen Haupt­städ­te Euro­pas viel zu bie­ten, von Sightseeing-Hotspots bis zu den hip­pen Ruin-Pubs der unga­ri­schen Sze­ne.

Aber wo Quar­tier neh­men in der unga­ri­schen Haupt­stadt? Für Wein­aben­teu­rer ist das 5-Sterne Sofi­tel Hotel Buda­pest ers­te Wahl. Es liegt mit­ten im Her­zen der Alt­stadt und ist der per­fek­te Start­punkt für eine Erkun­dungs­tour. Das Hotel bie­tet aber auch noch ande­res zum Ent­de­cken, bei­spiels­wei­se sein popu­lä­res Casi­no. Über 100 Spiel­au­to­ma­ten und mehr als 20 Tische laden zu Rou­let­te, Black­jack und Carib­be­an Stud Poker ein. Das zuletzt genann­te Spiel ist rela­tiv sel­ten und hat beson­de­re Regeln, denn neben den Kar­ten­wer­ten kommt es beson­ders auf den Bonus an. Eine auf­re­gen­de Varia­ti­on für einen gelun­ge­nen Abend – selbst­ver­ständ­lich mit einem Glas des bes­ten unga­ri­schen Weins, bevor es dann „on tour“ geht.

Sopron, Eger, Tokaj

Beginnt man im Nor­den des Lan­des, hat man die Wahl zwi­schen den Regio­nen Pan­non­hal­ma und Sopron im Nord-Westen und Eger und Tokaj im Nord-Osten. Ers­te­re Regi­on gehört zu den ältes­ten Wein­an­bau­ge­bie­ten Ungarns. In Sopron wur­de schon zur Zeit der Kel­ten Wein her­ge­stellt. Außer­ge­wöhn­lich kann man auch hier unter­kom­men, denn im Sopron Monaste­ry Hotel kön­nen Tou­ris­ten dort über­nach­ten, wo frü­her Kar­me­li­ter wohn­ten. Das Hotel besticht beson­ders durch sei­ne gro­ße, erhal­te­ne Biblio­thek; die Zim­mer wur­den vor Kur­zem geschmack­voll reno­viert. Im zuge­hö­ri­gen Hotel­re­stau­rant soll­te der fabel­haf­te Haus­wein nicht ver­säumt wer­den. Eger und Tokaj im Osten behei­ma­ten zwei der berühm­tes­ten Wein­gü­ter Ungarns. Bei Tokaj han­delt es sich um eines der welt­weit bes­ten Anbau­ge­bie­te für edel­sü­ßen Wein. Die Regi­on ist stolz dar­auf, dass Lud­wig XIV ihren Wein einst mit dem Aus­spruch „Wein der Köni­ge, König der Wei­ne“ adel­te. Bis zu 99 Punk­te erlan­gen hie­si­ge Wei­ne auf inter­na­tio­na­len Wein­prä­mie­run­gen. Die blut­ro­ten Wei­ne Egers hin­ge­gen haben schon die tür­ki­schen Bela­ge­rer ver­trie­ben, da die­se glaub­ten, die rot­ge­färb­ten Bär­te der Ungarn stamm­ten von getrun­ke­nem Stier­blut. Dabei hat­ten sie sich ihren Kamp­fes­wil­len nur durch den Wein geholt. Heu­te wür­de man Eger eher ein roman­ti­sches Ört­chen nen­nen. Ver­wun­schen im Grü­nen gele­gen, befin­det sich das Hotel Vil­la Völ­gy. Inner­halb von 20.000 Qua­drat­me­tern Gar­ten gibt es einen aus­ge­dehn­ten Well­ness­be­reich und an der Bar kön­nen die edlen Wei­ne ver­kos­tet wer­den, die die Regi­on so berühmt gemacht haben.

Villányi: Bordeaux des Ostens

Die­sen Namen hat sich das süd­li­che Vil­lá­ny wegen sei­nes Weins red­lich ver­dient. Die Gegend, nahe der kroa­ti­schen Gren­ze, darf eigent­lich auf kei­ner Wein­ver­kos­tungs­tour feh­len. Hier beginnt die ers­te Wein­stra­ße Ungarns und führt an 2000 Hekt­ar Wein­gär­ten vor­bei bis in das 30 km ent­fern­te Sik­lós. Auch wenn Vil­lá­ny mit 3.000 Ein­woh­nern ein grös­se­res Dorf ist, erwar­tet den Gast neben erst­klas­si­gen Wei­nen auch ein aus­ge­zeich­ne­tes Hotel Resort, das Cro­cus Gere Bor Hotel Resort & Wine Spa, wel­ches eine moder­ne Innen­ein­rich­tung und ein umfang­rei­ches Wellness- sowie Spa-Angebot auf­wei­sen kann.

Bei einer unga­ri­schen Wein­ver­kos­tungs­tour gibt es vie­le Rich­tun­gen, in die man sich von Buda­pest aus bewe­gen kann und die einen in die tolls­ten Wein­an­bau­ge­bie­te Ungarns füh­ren. Dass sich die Wei­ne auch im inter­na­tio­na­len Ver­gleich nicht ver­ste­cken müs­sen, merkt man hier sofort. Zugleich prä­sen­tiert sich Ungarn als ein tol­les Rei­se­land mit außer­ge­wöhn­li­chen Hotels.

 

 

 

Kommentar hinzufügen

Antwort schreiben