Ein 1966er Highland Malt für einen Feiertag aus dem Hause Glen Mhor

1997 feierte die Bar Metro (Mailand) ihr 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde ein altes Glen Mhor-Fass aus den heiligen Hallen von Gordon & MacPhail ausgesucht, was ebenfalls zu diesem Zeitpunkt ein 30 Jahre altes Destillat aus dem Jahre 1966 beinhaltete. Die Abfüllung dieses besonderen Sherryfasses brachte es auf 199 Flaschen, mit einem recht ordentlichen Alkoholgehalt von noch 60.1%.

1997 fei­er­te die Bar Metro (Mai­land) ihr 30-jähriges Bestehen. Zu die­sem Anlass wur­de ein altes Glen Mhor-Fass aus den hei­li­gen Hal­len von Gor­don & Mac­Phail aus­ge­sucht, was eben­falls zu die­sem Zeit­punkt ein 30 Jah­re altes Destil­lat aus dem Jah­re 1966 beinhal­te­te. Die Abfül­lung die­ses beson­de­ren Sher­ry­fas­ses brach­te es auf 199 Fla­schen, mit einem recht ordent­li­chen Alko­hol­ge­halt von noch 60.1%.

Glen Mhor, aus­ge­spro­chen „Glen VHOR“ (was so viel wie „tie­fes Tal“ bedeu­tet), wur­de 1892 gegrün­det und war die ers­te schot­ti­sche Bren­ne­rei, die 1954 von tra­di­tio­nel­len Malz­bö­den auf mecha­ni­sches Mäl­zen mit­tels einer Saladin-Box (Kas­ten­mäl­ze­rei) umstell­te. Behei­ma­tet in Inver­ness, gegen­über der Glen Albyn Destil­le­rie, bezog Glen Mhor seit 1894 das zur Pro­duk­ti­on benö­tig­te Was­ser aus dem Loch Ness.

Lei­der wur­de 1983 die­se Destil­le­rie und auch die Schwes­ter­bren­ne­rei Glen Albyn geschlos­sen und drei Jah­re spä­ter schließ­lich kom­plett abge­ris­sen. Zu die­ser Zeit gehör­te sie der Distil­lers Com­pa­ny Limi­ted, kurz DCL, an und brach­te es auf ein Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men von rund 1,5 Mil­lio­nen Liter Whis­ky pro Jahr.

Die­ser alte Trop­fen, den wir heu­te hier im Glas haben, wird als so ziem­lich das bes­te Glen Mhor Cask gehan­delt, wel­ches jemals sepa­rat abge­füllt wur­de.

Tasting Notes


Glen Mhor 30 Anni Bar MetroGlen Mhor 1966-1997 30y 60.1% – 30th Anniversary Bar Metro, limited 199
91

Far­be: Amon­til­la­do Sher­ry
Nase: Ein­ge­leg­te rei­fe Sauer­kir­schen, sehr fruch­tig, Ein­mach­gum­mi, altes Eichen­holz, getrock­ne­te Pflau­men und zart sal­zi­ge Sher­rya­ro­men, altes Leder mit schö­nem und schwe­rem Mal­za­ro­ma.
Geschmack: Viel Power: ölig-dunkle Noten, Kakao, Eichen­holz, Kir­schen, Oran­gen, Salz, Kau­gum­mi, tro­cken und recht bit­ter wer­dend. Die holzig-harzigen Tan­ni­ne las­sen sich nun nicht mehr auf­hal­ten.
Abgang: Sehr lang, tro­cken und herb, Hus­ten­saft mit fri­schen Min­za­ro­men, viel bit­te­res Holz; nur noch dezen­te Noten von Kir­sche und Kakao. Sehr, sehr tro­cken wer­dend.
Bemer­kung: Etwas zu trocken-holziges Finish für unser Befin­den. Ansons­ten klas­se!
91 Punk­te (Nase: 92 / Geschmack: 92 / Abgang: 90)
Preis: ca. 400 Euro


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