Die Revolution der Feinschmeckerei

© SWR/Stefanie Schweigert
Du bist, was du isst – dieser Satz gilt auch heute noch. Doch im Unterschied zu früher ist es heute leicht, gut und gesund zu essen. Man muß es nur wollen.

Gutes Essen gehört zum moder­nen Life­style. Man muß heu­te nicht mehr nach Asi­en rei­sen, um asia­tisch zu essen, nicht mehr nach Mexi­ko, um Tacos zu fin­den – alles was dazu nötig ist ein­schliess­lich des Know How, ist schon da. Fern­seh­kö­che aller Cou­leur, allen vor­an Johann Lafer in sei­ner SWR-Kochsendung, zei­gen regel­mä­ßig, wie man aus exo­ti­schen Zuta­ten die leckers­ten Gerich­te zube­rei­tet. Selbst auf klei­nen Löf­feln wer­den kuli­na­ri­sche Kunst­wer­ke kre­iert und ser­viert.

Das Internet revolutioniert die Feimschmeckerei

Aber wie kommt es, dass man zum Fein­schme­cker wer­den kann, auch wenn man bis vor weni­gen Jah­ren noch gera­de Wurst von Käse unter­schei­den konn­te? Ant­wort: durch das Inter­net. Über Platt­for­men wie Face­book und Insta­gram, auf denen Fotos von lecke­ren Spei­sen samt Rezep­ten gepos­tet wer­den, erreicht man die Fein­schme­cker in jedem Teil der Welt. Dazu kom­men zahl­lo­se Food-Blogger. Pro­fes­sio­nell kochen ist plötz­lich kei­ne Zau­be­rei mehr. Vie­le der Tel­ler­krea­tio­nen, die man im Inter­net fin­det, wer­den von nor­ma­len Men­schen, also Hob­by­kö­chen, erdacht, und wer ein Smart­pho­ne in der Tasche hat, kann das Foto, das von dem Lecker­werk ange­fer­tigt wur­de, auch noch im letz­ten Win­kel der Welt stau­nend  bewun­dern. Fein­schme­cker und Köche fin­den auf ein­mal zusam­men. Ein ambi­tio­nier­ter Hob­by­koch kann, sofern er Koch­topf, Pfan­ne, ein schar­fes Mes­ser und ein Schnei­de­brett zur Ver­fü­gung hat, demons­trie­ren, wie man mit wenig Auf­wand die schmack­haf­tes­ten Gerich­te zube­rei­tet. Sicher: Rezep­te, gute Pro­duk­te und ein “Händ­chen” für den rich­ti­gen Umgang mit Leben­mit­teln gehö­ren selbst­ver­ständ­lich dazu. Aber das kann man schnell ler­nen – auch übers Inter­net.

Du bist, was du isst – aber nur mit den richtigen Produkten

Essen hält Leib und See­le zusam­men – das wuß­te man schon zu Zei­ten, da Omas Koch­buch noch aktu­ell war. Dabei war man­ches, was Oma koch­te, aus­ge­spro­chen lecker – und wäre auch heu­te noch lecker, wenn man nach ihren Rezep­ten koch­te. Aber die Essens­tra­di­tio­nen haben sich gewan­delt. Die Rezep­te sind heu­te inter­na­tio­na­ler, die Gerich­te leich­ter, gesun­der, vega­ner, foto­ge­ner – dank Inter­net. Man erfährt zudem schnel­ler, wo die Lebens­mit­tel her­kom­men, die man benö­tigt, wie­viel Vit­ami­ne in ihnen ste­cken, wo man die ent­spre­chen­den Zuta­ten bekommt. Unzäh­li­ge kochen­de Blog­ger zei­gen in ihren Feinschmecker-Blogs, wie es geht. Über­aus fach­kun­dig brin­gen sie Spei­sen auf den Tisch oder bes­ser ins Netz und las­sen sich dann aus, wie es ihnen geschmeckt hat. Teil­wei­se wer­den auf den ent­spre­chen­den Platt­for­men her­aus­ra­gen­de Gerich­te prä­sen­tiert, vor denen sogar Pro­fi­kö­che ihren Hut zie­hen. Die Revo­lu­ti­on der Fein­schme­ckerei ist in vol­lem Gan­ge.

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