Tipps für Weinkenner

Die Grillsaison beginnt: neue Rotweine braucht das Land

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Der Frühling ist da. Die Grills werden entstaubt. Und wenn es bald richtig Sommer ist, kommen Duftschwaden von geschmortem Fleisch aus allen Ecken Deutschlands. Aber was trinken? Wein natürlich!

Auf die letz­ten eher mil­den Win­ter folg­te jeweils ein lan­ger und war­mer Som­mer. Bes­te Aus­sich­ten also für die Grill­sai­son 2016. Bei immer mehr Men­schen geht es dabei nicht mehr aus­schließ­lich um Brat­wurst und Bier, son­dern immer öfter auch um Rin­der­fi­let und Rot­wein.

Nach dem Mot­to „Weni­ger ist mehr“ kommt weni­ger Fleisch auf den Grill, dafür aber auch meist deut­lich bes­se­re Qua­li­tät. Wer aber ein medi­ter­ra­nes, von Hand mari­nier­tes Rin­der­steak in Bio­qua­li­tät über glü­hen­der Koh­le brät, dem steht der Sinn in der Regel auch nach einem ent­spre­chend guten Trop­fen. Was aber sind die Rot­wei­ne zur Grill­sai­son 2016?

Worauf es beim Rotwein zum Grillen ankommt

Die Qua­li­tät der deut­schen Rot­wei­ne hat in den letz­ten drei­ßig Jah­ren deut­lich zuge­nom­men. Hei­mi­sche Trop­fen wie etwa Ahr­ta­ler Spät­bur­gun­der genie­ßen auch unter Ken­nern einen guten Ruf. Gleich­wohl scheint die Son­ne in Deutsch­land sel­te­ner und weni­ger heiß als in Süd­frank­reich, Ita­li­en, Spa­ni­en oder auch Kali­for­ni­en und Aus­tra­li­en. Ent­spre­chend leich­ter fal­len die Rot­wei­ne hier­zu­lan­de aus. Gera­de beim Gril­len kommt es aber dar­auf an, einen pas­sen­den Part­ner im Glas für das frisch zube­rei­te­te Grill­gut zu haben. Denn die Mari­na­den, in denen das Fleisch ein­ge­legt wird, sind so gut wie immer stark gewürzt, und die Röst­aro­men vom Gril­len tun ein Übri­ges, um den Fleisch­stü­cken einen inten­si­ven Geschmack zu ver­lei­hen. Dage­gen bestehen nur weni­ge deut­sche Spät­bur­gun­der. Kräf­ti­ge, erdi­ge Töne und star­ke Noten süd­li­cher Rot­wei­ne har­mo­nie­ren dage­gen opti­mal mit Rin­der­steak, Lamm­filet und Edel­grill­spieß.

Eine internationale Auswahl

Wer es etwas sanf­ter mag, ist mit einem Mou­ton Cadet aus dem Hau­se Baron Phil­ip­pe de Roth­schild bes­tens bedient. Die­ser wird aus der Merlot-Traube gewon­nen, ist ent­spre­chend weich und weist Anflü­ge von Kara­mell auf. Kräf­ti­ger kommt dage­gen der Bru­nel­lo di Mon­tal­ci­no von Pic­ci­ni daher. Wie üblich und vor­ge­schrie­ben hat auch die­ser Bru­nel­lo eine min­des­tens fünf­jäh­ri­ge Rei­fe hin­ter sich, von der er min­des­tens zwei Jah­re im Eichen­fass gela­gert wer­den muss. Wer sich dage­gen für den König der Wei­ne, den Baro­lo, ent­schei­det, ist mit dem Via al Cas­tel­lo beim Gril­len gut bera­ten. Der Ripas­so Val­po­li­cel­la aus dem­sel­ben Hau­se war­tet mit leich­ten Noten von Min­ze und Lakritz auf und ist daher vor allem für Lamm-Liebhaber eine gute Wahl. Wer sich eher den spa­ni­schen Rot­wei­nen ver­schrie­ben hat, fin­det im Tor­res Sang­re oder im Fin­ca de la Vega Sola­rie­go Reser­va die pas­sen­den Wei­ne für einen genuss­vol­len Grill­abend.

Es muss nicht immer rotes Fleisch sein

Wen es gelüs­tet, Fisch oder Geflü­gel auf dem Grill zuzu­be­rei­ten, fin­det im Gol­den Kaan Char­don­nay, hier bei Ede­ka gese­hen, den pas­sen­den Beglei­ter für lecke­re Scampi-Spieße und ande­re Mee­res­früch­te. Auch für leich­ter mari­nier­te Huhn- oder Puten­steaks passt die­ser fri­sche Weiß­wein aus Süd­afri­ka bes­tens. Sein Bukett ist nuan­cen­reich und weist neben Grund­tö­nen wie Pfir­sich, Apri­ko­se und exo­ti­sche Früch­te auch Noten von Nüs­sen und zar­te Röst­aro­men auf. Auf­grund die­ser geschmack­li­chen Viel­falt eig­net er sich zu leicht gesal­ze­nem Gemü­se vom Grill eben­so wie zu inten­siv gewürz­tem Fisch. Und wenn das Wet­ter im Früh­jahr beim geplan­ten Grill­abend am Sams­tag noch nicht recht mit­spie­len will, erweist er sich alter­na­tiv auch als pas­sen­der Beglei­ter zum Spar­gel.

Die Grillsaison kann kommen

Ist der Wein­kel­ler erst ein­mal wie­der nach dem Win­ter auf­ge­füllt, kön­nen die ers­ten schö­nen Aben­de kom­men. Wich­tig ist dabei vor allem die rich­ti­ge Behand­lung des Weins. Gera­de die inten­si­ver schme­cken­den süd­län­di­schen Rot­wei­ne soll­ten vor dem Ein­schen­ken Gele­gen­heit erhal­ten zu atmen, um ihre voll­stän­di­ge Aro­men­pa­let­te ent­fal­ten zu kön­nen. Außer­dem soll­te der Wein die rich­ti­ge Tem­pe­ra­tur haben. Die sprich­wört­li­che Zim­mer­tem­pe­ra­tur bezieht sich dabei auf das Wohn­kli­ma, wel­ches frü­her in Bur­gen und Schlös­sern herrsch­te. Ide­al sind zwi­schen 16 und 18 Grad. Von daher soll­te der Rot­wein am frü­hen Abend mög­lichst im Schat­ten ste­hen, ehe er ein­ge­schenkt wird.

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