Kaypingers Whiskyblog

Der legendäre 8 year old Aberlour Glenlivet – Cube Bottle with old neck label

Udo & Rainer Kaypinger
Aberlour Glenlivet in der Würfelflasche gibt es (auch heute noch) viele. Da dieser Whisky fast 30 Jahre lang in dieser Flaschenform abgefüllt wurde, wundert es nicht, dass auch riesengroße qualitative Unterschiede bestehen. Eines kann man sich aber sicher sein: Die alten Abfüllungen waren nicht die schlechtesten! Und genau diesen alten „8 year old“ mit altem Flaschenhals-Label haben wir heute im Tasting.

Aber­lour Glen­li­vet in der Wür­fel­fla­sche gibt es (auch heu­te noch) vie­le. Da die­ser Whis­ky fast 30 Jah­re lang in die­ser Fla­schen­form abge­füllt wur­de, wun­dert es nicht, dass auch rie­sen­gro­ße qua­li­ta­ti­ve Unter­schie­de bestehen. Eines kann man sich aber sicher sein: Die alten Abfül­lun­gen  waren nicht die schlech­tes­ten!

Aberlour DistilleryUnd genau die­sen alten „8 year old“ mit altem Flaschenhals-Label haben wir heu­te im Tas­ting. Aber damit nicht genug: Einer ist kei­ner! Des­halb gleich zwei die­ser Legen­den „head to head“. Eine „gold­gel­be“ Ver­si­on gegen eine „very dark Sher­ry“. Es hat sich gelohnt.

Aber­lour wur­de 1826 von James Gor­don und Peter Weir in Charles­town of Aber­lour (Spey­si­de) gegrün­det. 1879 bau­te James Flem­ming die ursprüng­li­che Bren­ne­rei, die durch ein Groß­feu­er voll­stän­dig zer­stört wor­den war, etwa eine Mei­le wei­ter wie­der neu auf. In unmit­tel­ba­rer Nähe kreu­zen sich die bei­den Flüs­se Spey und Lour, die für die Was­ser­ver­sor­gung der Bren­ne­rei ver­ant­wort­lich sind.

Dies soll­te jedoch nicht der letz­te Brand gewe­sen sein. Nur etwa 20 Jah­re spä­ter kam es zu einer Explo­si­on in der Müh­le, und wie­der­um wur­den gro­ße Tei­le der Destil­le­rie zer­stört und gin­gen in Flam­men auf. 1945 kam es zum Ver­kauf an S. Camp­bell & Sons Ltd., die unter ande­rem auch 1965 die ers­ten Wür­fel­fla­schen (Squa­re or Cube Bott­les) auf den Markt brach­ten.

Labels im Laufe der ZeitDen Start mach­te die 100-Proof-Abfüllung, destil­liert 1957. Damals trug das Front­la­bel noch den Schrift­zug: Campbell´s Aber­lour GLENLIVET Malt Whis­ky – mit Augen­merk auf Glen­li­vet.

Kurz dar­auf folg­ten die Abfül­lun­gen aus unse­rem heu­ti­gen Tas­ting. Bei die­sen ist der Schrift­zug Aber­lour Glen­li­vet schon gleich groß, und „Scotch Whis­ky“ ersetz­te die Auf­schrift „Malt Whis­ky“.

Aberlour Glenlivet 8y oldDie­sen ers­ten „8 year old“ gab es nur mit 50 Gra­di für den ita­lie­ni­schen Markt (ein­mal mit schma­lem ver­sil­ber­tem Kor­ken und auch mit einem etwas grö­ße­ren Kor­ken). Erst spä­ter folg­ten die Ver­sio­nen „over 8 years old“ (jetzt auch mit 40% und 43% sowie  mit gro­ßem Schrift­zug Aber­lour und dem Zusatz „Sin­gle Malt Scotch Whis­ky“). Zwei Jahr­gangs­ab­fül­lun­gen erschie­nen eben­falls: der 1964er und der 1965er (sowohl als „8 year“ als auch als „over 8 years“). 1985 wur­de die Pro­duk­ti­on die­ser Fla­schen­rei­he ein­ge­stellt.

Rund 3 bis 3,5 Mil­lio­nen Liter Whis­ky wer­den heu­te unter dem aktu­el­len Eigen­tü­mer Per­nod Ricard pro­du­ziert. Der Groß­teil des Brands geht nun in die 12- und 16- jäh­ri­gen Malts, die in zwei Fäs­sern (Bour­bon und Sher­ry) her­an­rei­fen, um zum rich­ti­gen Zeit­punkt ver­mählt zu wer­den.

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