Das Glas: eine Bühne für guten Wein

Saubere Weingläser
Erst das Glas bringt den Wein richtig zur Geltung. Darum ist es nicht egal, aus welchem Glas er getrunken wird. Es muss zu ihm passen. Ein Leitfaden.

Wein ist ein beson­de­res Getränk. Sein Geschmack ent­fal­tet sich jedoch nur dann, wenn er aus geeig­ne­ten Glä­sern getrun­ken wird. Für jede Wein­sor­te gibt es spe­zi­el­le Glä­ser. Wie die­se beschaf­fen sind und wor­in die Unter­schie­de bestehen, wird in den nach­fol­gen­den Abschnit­ten näher beschrie­ben.

Weingläser unterscheiden sich in der Form

Grund­sätz­lich wird zwi­schen drei ver­schie­de­nen Wein­sor­ten unter­schie­den. Das sind:

  • Weiß­wein
  • Rot­wein
  • Roséwein

Da sich die Wei­ne ins­be­son­de­re durch ihre Aro­men unter­schei­den, sind die Wein­glä­ser auch ent­spre­chend geformt. Die Form der Glä­ser gibt den Wei­nen die Mög­lich­keit, ihren Duft und ihren Geschmack in best­mög­li­cher Wei­se zu ent­fal­ten. Aber auch die Tem­pe­ra­tur des Wei­nes wird durch die jewei­li­ge Glas­form im erheb­li­chen Maße beein­flusst. Das soll­te viel­leicht etwas näher beschrie­ben wer­den.

Weißweingläser sind schlank

Glä­ser für Weiß­wein sind rela­tiv schlank, aber sehr hoch. Trotz­dem wei­sen sie nur ein gerin­ges Fas­sungs­ver­mö­gen auf. Der Grund dafür ist, dass ein sol­cher Wein mit einer Tem­pe­ra­tur von etwa neun bis elf Grad Cel­si­us ser­viert wird. Die idea­le Tem­pe­ra­tur hängt immer vom jewei­li­gen Jahr­gang ab. Weiß­wein, der bereits älter als fünf Jah­re ist, wird mit­un­ter auch mit einer Tem­pe­ra­tur von zwölf Grad Cel­si­us getrun­ken. In den schlan­ken Glä­sern mit dem gerin­gen Fas­sungs­ver­mö­gen erwärmt sich der Wein nicht so schnell. Zudem besit­zen Weiß­wein­glä­ser einen lan­gen Stiel, an dem das Glas beim Trin­ken ange­fasst wird. Dadurch über­trägt sich die Kör­per­wär­me der Hand nicht auf den Inhalt im Weiß­wein­glas.

Rotweingläser sind bauchig

In der Regel wird Rot­wein mit einer Tem­pe­ra­tur von etwa 16 bis 18 Grad Cel­si­us ser­viert. Des­halb spielt die Küh­lung in den Glä­sern eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Viel wich­ti­ger beim Rot­wein ist es, dass er eine gro­ße Flä­che im Glas bil­den kann. Damit wird dem Rot­wein ermög­licht, mit der Raum­luft zu inter­agie­ren. Auf die­se Wei­se ent­wi­ckelt er sein ganz spe­zi­el­les Bou­quet. Vor dem Trin­ken soll­te der Rot­wein ruhig ein paar Minu­ten im Glas atmen. Dann schmeckt er deut­lich bes­ser und ent­fal­tet sein vol­les Aro­ma.

Roséweingläser sind mittelgroß

Roséwein wird etwas küh­ler als Rot­wein ser­viert. Die­ser Wein muss auch nicht atmen, son­dern er kann sofort getrun­ken wer­den. Die pas­sen­den Glä­ser dazu sind etwas schlan­ker als Rot­wein­glä­ser, aber auch brei­ter als Weiß­wein­glä­ser. Es ist emp­feh­lens­wert, den Roséwein im Kühl­schrank zu ver­wah­ren. Kurz nach dem Ein­schen­ken in die Glä­ser erreicht er dann sei­ne opti­ma­le Tem­pe­ra­tur, bei der er sei­nen zumeist fruch­ti­gen Geschmack im vol­len Umfang ent­fal­tet.

Woraus bestehen Weingläser?

Ein Wein­glas ist gar nicht so ein­fach kon­stru­iert, wie vie­le Men­schen ver­mu­ten. Grund­sätz­lich besteht es aus Glas. Es wird zwi­schen mund­ge­bla­se­nen und maschi­nen­ge­bla­se­nen Glä­sern unter­schie­den. Die maschi­nen­ge­bla­se­nen Wein­glä­ser sind deut­lich güns­ti­ger als mund­ge­bla­se­ne Exem­pla­re. Dafür ist jedoch jedes mund­ge­bla­se­ne Wein­glas ein Uni­kat. Der Geschmack des Wei­nes wird nicht durch das Her­stel­lungs­ver­fah­ren der Glä­ser beein­flusst. Jedes Wein­glas besteht aus den fol­gen­den Tei­len:

  • Fuß
  • Stiel
  • Kelch
  • Kamin
  • Glas­rand

Auf dem Fuß steht das Wein­glas. Am Stiel befin­det sich der Kelch, in dem sich der Wein befin­det. Jedes Glas für Wein ver­schlankt sich im obe­ren Bereich etwas. Die­ser Bereich wird als Kamin bezeich­net, weil er die Ver­bin­dung vom Wein zur Raum­luft beschleu­nigt. Dadurch wer­den nicht nur die geschmack­li­chen Aro­men frei­ge­setzt, son­dern es ent­fal­tet sich auch der ganz beson­de­re Duft. Wein­lieb­ha­ber wis­sen natür­lich, dass man den Wein nicht nur nach dem Geschmack beur­teilt, son­dern ihn mit allen Sin­nen genießt. Dazu gehö­ren auch der Duft und das Aus­se­hen.

Der Glas­rand spielt eben­falls eine wich­ti­ge Rol­le für den Wein­ge­nuss. Je schma­ler die­ser ist, des­to bes­ser lässt sich jeder ein­zel­ne Schluck dosie­ren. Das ist enorm wich­tig, weil eine gro­ße Men­ge Wein im Mund nicht so aro­ma­tisch schmeckt wie ein klei­ner Schluck.

Weingläser durch Bedrucken veredeln

Es besteht auch die Mög­lich­keit, Wein­glä­ser indi­vi­du­ell bedru­cken zu las­sen. So lässt sich bei­spiels­wei­se ein Fir­men­lo­go oder ein Name auf jedes Wein­glas dru­cken. Bei Bespre­chun­gen oder Ver­hand­lun­gen wirkt es für die Gäs­te schon sehr beein­dru­ckend, wenn der Umtrunk in Glä­sern ser­viert wird, die mit dem Unter­neh­mens­lo­go bedruckt sind. Bei Maxilia.de kann jeder ein sol­ches Vor­ha­ben beauf­tra­gen. Mit einem spe­zi­el­len Ver­fah­ren wer­den bei die­sem Anbie­ter die Glä­ser mit einem dau­er­haf­ten Auf­druck ver­se­hen.

Das Beson­de­re an dem Ver­fah­ren ist, dass der Auf­druck zunächst auf einer Folie ange­fer­tigt wird. Die Folie wird dann an der vor­ge­se­he­nen Stel­le der Wein­glä­ser ange­bracht und mit Wär­me behan­delt. Dadurch brennt der zuvor ange­fer­tig­te Auf­druck in das Glas ein. Der Vor­teil besteht dar­in, dass sich der auf die­se Wei­se ange­fer­tig­te Auf­druck nicht so schnell abwa­schen lässt. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass jedes Glas mit solch einem Auf­druck min­des­tens 300 Mal im Geschirr­spü­ler gerei­nigt wer­den kann, ohne dass der Auf­druck Scha­den nimmt.

Weingläser richtig reinigen

Bezüg­lich der Rei­ni­gung von Wein­glä­sern gibt es immer vie­le Dis­kus­sio­nen. Es geht meis­tens um die Fra­ge, ob die Wein­glä­ser in einer Spül­ma­schi­ne gerei­nigt wer­den dür­fen oder nicht. Die­se Fra­ge lässt sich ein­fach beant­wor­ten. Grund­sätz­lich ist es mög­lich, die Glä­ser in einem Geschirr­spü­ler zu rei­ni­gen. Emp­feh­lens­wert ist es jedoch nicht. Es besteht immer die Gefahr, dass das Glas hin­ter­her etwas stumpf aus­sieht. Aus die­sem Grund rei­ni­gen vie­le Men­schen ihre wert­vol­len Wein­glä­ser lie­ber per Hand. Aber auch dabei sind Feh­ler mög­lich. Auf kei­nen Fall soll­ten die Glä­ser mit einer Spül­bürs­te gesäu­bert wer­den. Es ist in der Regel aus­rei­chend, die Glä­ser im war­men Was­ser mit Spül­mit­tel mehr­fach ein­zu­tau­chen. Damit las­sen sich nor­ma­ler­wei­se sämt­li­che Ver­schmut­zun­gen wie­der besei­ti­gen.

Manch­mal befin­den sich an den Glas­rän­dern aber auch noch Res­te vom Lip­pen­stift oder Ähn­li­ches. Die­se las­sen sich mit einem wei­chen Tuch, das zuvor mit Essig­was­ser benetzt wur­de rest­los ent­fer­nen.

Weingläser zum Funkeln bringen

Beson­ders edel wir­ken Wein­glä­ser, wenn sie rich­tig schön fun­keln. Das kann allein durch das Spü­len jedoch nie­mals pas­sie­ren. Am bes­ten gelingt es mit einem sau­be­ren Lei­nen­tuch. Damit wer­den die Glä­ser so lan­ge poliert, bis sie strah­len. Beim Polie­ren soll­ten die Wein­glä­ser nie­mals am Stiel fest­ge­hal­ten wer­den. Dann besteht die Gefahr, dass sie zer­bre­chen. Bes­ser ist es, sie bei die­ser Maß­nah­me, direkt am Kelch zu hal­ten.

Fazit

  • Es gibt für jeden Wein geeig­ne­te Glä­ser.
  • Die Form der Glä­ser beein­flusst maß­geb­lich den Geschmack.
  • Beson­ders beein­dru­ckend wir­ken Wein­glä­ser mit indi­vi­du­el­len Auf­dru­cken.
  • Die Rei­ni­gung der wert­vol­len Glä­ser soll­te vor­zugs­wei­se per Hand erfol­gen.
  • Vor der Benut­zung die Wein­glä­ser mit einem sau­be­ren Lei­nen­tuch polie­ren.
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