Burda erwirbt die deutsche Gault&Millau-Lizenz

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Die Bur­da­Stu­di­os haben die Gault&Millau-Lizenz für Deutsch­land erwor­ben. Das teil­te die Hubert Bur­da Media ges­tern mit. Dem­nach wer­den sowohl der Restaurant- als auch der Wein­gui­de Deutsch­land ab sofort in der Ver­ant­wor­tung des Mün­che­ner Medi­en­hau­ses erschei­nen. Geplant sind wie bis­her gedruck­te Ver­sio­nen der bei­den Gui­des. Dane­ben sind aber auch ein Maga­zin und eine digi­ta­le Ver­wer­tung ange­dacht. Bur­da­Stu­di­os ver­steht sich als Spe­zia­list für digi­ta­les Sto­ry­tel­ling, E-Commerce sowie für TV-Produktionen und Enter­tain­ment. „Unter­stüt­zung für qua­li­ta­ti­ve Gas­tro­no­mie und Hil­fe bei der Bewer­tung der Wei­ne hei­mi­scher Win­zer sind heu­te so wich­tig wie sel­ten zuvor“, sagt Hans Fink, Chef der Bur­da­Stu­di­os. „Die Stär­ke der Mar­ke bie­tet Poten­zi­al für vie­le wei­te­re Genuss-Ratgeber-Themen, die zur vor­an­schrei­ten­den Öff­nung unse­res All­tags pas­sen und auch in Zukunft nicht an Aktua­li­tät ver­lie­ren wer­den.“ Eine beson­ders enge Zusam­men­ar­beit ist zwi­schen Gault&Millau und dem Food-TV Sen­der Bon­Gus­to sowie der Restaurant-Plattform Your Tas­te Gui­de geplant. Als Exe­cu­ti­ve Pro­du­cer steigt Ursu­la Has­lau­er in das Pro­jekt ein, die bis 2018 Her­aus­ge­be­rin der Deutschland-Ausgabe des Genuss-Magazins Fal­staff war.

© Hubert Bur­da Media

Der bis­he­ri­ge Gault&Millau-Herausgeber, der Mün­che­ner ZS Ver­lag, hat­te den Ver­trag mit den Fran­zo­sen im letz­ten Jahr auf­ge­kün­digt. Man beklag­te „man­geln­de Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft“ der Fran­zo­sen. Kon­kret ging es um unter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen für die digi­ta­le Ver­wer­tung der Gui­des. Die Print-Ausgaben 2020 sind die letz­ten, die unter der Regie von ZS ent­stan­den sind. Neu­er Chef­re­dak­teur wird Chris­toph Wirtz, der Lifestyle-Themen für stern und Welt am Sonn­tag bear­bei­tet hat sowie eine monat­li­che Genießer-Kolumne für den Fein­schme­cker schreibt. Er muss nun schnell ein Tester-Team zusam­men­stel­len, damit der Restaurant-Guide 2021 (der tra­di­tio­nell am Anfang jeden Jah­res erscheint) recht­zei­tig auf den Markt kom­men kann – was ange­sichts der Ver­wer­fun­gen, die die Coro­na­kri­se in der Gastro­land­schaft ange­rich­tet hat und ver­mut­lich noch anrich­ten wird, nicht ein­fach sein dürf­te. Unter­stützt wird er von Otto Gei­sel, ehe­ma­li­ger Hote­lier und Sterne-Gastronom, der sich als Fern­seh­au­tor und Grün­der des Insti­tuts für Lebens­mit­tel­kul­tur sowie als ver­ei­dig­ter Wein­sach­ver­stän­di­ger einen Namen gemacht hat (er gehör­te auch dem bis­he­ri­gen Tester-Team des Gault&Millau Wein­gui­des an). Gei­sel wird einem neu geschaf­fe­nem Experten-Beirat vor­ste­hen. Ein Chef­re­dak­teur für den Wein­gui­de ist noch nicht benannt wor­den.

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