Brasilien und sein Wein: Reise ins Land der Gauchos

Weinland Brasilien
Weinland Brasilien
Jens Priewe war in Brasilien – aber nicht, um Kaffee zu trinken, sondern um nach guten Weinen zu suchen. In Serra Gaúcha im Süden des Landes wurde er fündig, Überraschungen inklusive: Rotwein zu Pizza mit Schokoladeneis und Samba mit flaschenvergorenem Schaumwein.

Bra­si­li­en – das war für mich Kar­ne­val, Sam­ba, Fuß­ball und tro­pi­scher Regen­wald. Aber nicht Wein. Wenn es um Flüs­si­ges geht, den­ke ich bei Bra­si­li­en eher an Kaf­fee. Oder Cai­pi­rin­ha. Doch eines Tages bekam ich ein paar Wein­fla­schen ins Haus, die mir im Auf­trag von Ibra­vin zuge­schickt wor­den waren. Ibra­vin ist das Bra­si­lia­ni­sche Wein­in­sti­tut. Der Inhalt der Fla­schen mach­te neu­gie­rig: Pre­mi­um­wei­ne. Eini­ge Tage dar­auf kam die Ein­la­dung nach Bra­si­li­en.

Ich bin nach Sao Pau­lo geflo­gen, von dort wei­ter nach Por­to Aleg­re, dann mit dem Auto nach Ben­to Gonçal­ves. Die­se Stadt, zwei Auto­stun­den ent­fernt, ist die Haupt­stadt von Bra­si­li­ens bekann­tes­ter Wein­re­gi­on Ser­ra Gaúcha und gleich­zei­tig der Sitz von Ibra­vin: „Sie wer­den über­rascht sein, was Bra­si­li­en zu bie­ten hat“, kün­dig­ten die Ibravin-Leute voll­mun­dig an. Na ja, dach­te ich, hof­fent­lich kei­ne bösen Über­ra­schun­gen. Mei­ne drei Rei­se­ge­fähr­ten nick­ten: zwei eng­li­sche Wein­ein­käu­fer und der Chef­re­dak­teur der fran­zö­si­schen Wein­fach­zeit­schrift Revue du Vin de Fran­ce.

Präzise gearbeitet mit schönen Texturen

Vier Tage waren wir in Ser­ra Gaúcha unter­wegs, dem Land der Gau­chos, wie die kor­rek­te Über­set­zung lau­tet. Wir wur­den von Tal zu Tal, von Wein­gut zu Wein­gut gefah­ren, im Restau­rant oder von den Win­zer­frau­en ver­kös­tigt. Wenn man das Ergeb­nis vor­weg­nimmt, muss man sagen: Die Wei­ne, die uns vor­ge­setzt wur­den, waren hand­werk­lich meist tadel­los, sau­ber, prä­zi­se gear­bei­tet und mit teil­wei­se sehr schö­nen Tex­tu­ren.

Natür­lich ist hand­werk­li­che Per­fek­ti­on nicht alles beim Wein. Beson­de­re Akzen­te, unver­wech­sel­ba­re Pro­fi­le oder ein eige­ner goût de ter­ro­ir, das konn­ten wir sel­ten fest­stel­len. Aber wenn ich an die vie­len Rum­pel­wei­ne den­ke, die es an der Rhô­ne, im Langue­doc, in der Tos­ka­na, in Deutsch­land und in ande­ren, durch­aus ange­se­he­nen Anbau­ge­bie­ten Euro­pas gibt, dann kommt man nicht um die Fest­stel­lung her­um, dass die jun­ge Wein­na­ti­on Bra­si­li­en ein respek­ta­bles Niveau auf­weist.

Brauchen wir brasilianischen Wein? Doofe Frage!

Brasilianische Flagge
Bra­si­lia­ni­sche Flag­ge

Natür­lich stellt sich die Fra­ge: Brau­chen wir bra­si­lia­ni­schen Wein? Haben wir in Euro­pa nicht genü­gend Wein, um alle Geschmä­cker und Ansprü­che zu befrie­di­gen? Doo­fe Fra­ge! Genau­so gut könn­te man fra­gen: Brau­chen wir Wein aus Chi­le? Aus Neu­see­land? Aus dem letz­ten Win­kel des kas­ti­li­schen Hoch­lan­des? Kein Mensch in Deutsch­land wür­de ver­durs­ten ohne sie.

Trotz­dem wer­den sie impor­tiert und haben ihre Fan­ge­mein­den. Sie berei­chern das Ange­bot und damit unser Leben, genau­so wie Man­gos, Himalaya-Salz, mexi­ka­ni­sches Corona-Bier und japa­ni­sches Wagyu-Beef.

Doch zurück zu den Über­ra­schun­gen. Die ers­te war das Land­schafts­bild, das sich uns drau­ßen vor der Stadt auf­tat: sanf­te Hügel, sat­tes Grün, viel Wald, dar­in ein­ge­bet­tet Wein­ber­ge, meist von mäch­ti­gen Schirm­pi­ni­en umstan­den. Ein biss­chen Tos­ka­na, ein biss­chen süd­li­ches Baden, aller­dings mit sub­tro­pi­schem Kli­ma. Wer die Hügel zu Fuß erklimmt, dem läuft schnell das Was­ser den Rücken hin­un­ter.

Regen während der Lese wird weggelächelt

Die zwei­te Über­ra­schung, die wir gleich bei Ankunft erleb­ten: Es reg­ne­te. Dicke, schwe­re Regen­trop­fen fie­len vom Him­mel und klatsch­ten auf die nahe­zu rei­fen Trau­ben. Febru­ar ist in Bra­si­li­en Spät­som­mer. Man befand sich mit­ten in der Lese. Regen wäh­rend der Lese – ein Alp­traum für Win­zer in aller Welt. Nicht für die bra­si­lia­ni­schen: „Das sind wir gewohnt“, lächeln sie das Was­ser mit einem Schul­ter­zu­cken weg, als gäbe es in ihrem Land weder Schim­mel noch Essigstich.

Win­zer Fla­vio Piz­za­to­Die drit­te Über­ra­schung war die Mit­tei­lung, dass in Bra­si­li­en 82.000 Hekt­ar unter Reben ste­hen. Das ist nur unwe­sent­lich weni­ger als Deutsch­land. Von wegen Weinzwerg! Aller­dings sind 85 Pro­zent der Reb­flä­che mit Hybrid­re­ben bestockt. Als Hybrid­re­ben bezeich­net man die Kreu­zung zwi­schen euro­päi­schen Wein­re­ben und der ame­ri­ka­ni­schen Wild­re­be Vitis Lab­ru­sca.

Die vier­te Über­ra­schung ist eine logi­sche Fol­ge der drit­ten: Der größ­te Teil des bra­si­lia­ni­schen Weins ist für unse­ren Gau­men unge­nieß­bar. Er ist süß und schmeckt pene­trant nach Wald­erd­bee­ren – Hybrid­re­ben eben. Die Bra­si­lia­ner lie­ben die­sen Wein. Sie trin­ken ihn aus Tetra­paks, Schläu­chen und allen mög­li­chen Behäl­tern, nur nicht aus Glas­fla­schen.

Die fünf­te Über­ra­schung ist nach dem vor­her Gesag­ten eigent­lich kei­ne mehr: Die Reb­flä­che, auf der ech­te Wein­re­ben wach­sen (kor­rekt gesagt: euro­päi­sche Vitis Vinifera-Reben), ist sehr klein. Sie beträgt gera­de mal 10.000 Hekt­ar. Das ent­spricht einer Flä­che drei­mal so groß wie der Rhein­gau. Bra­si­li­en, der ver­meint­li­che Rie­se, ist somit doch ein Zwerg unter den Wein­bau­na­tio­nen.

Viel Merlot und Chardonnay

Wein­ber­ge von Lidio Car­r­a­ro, Encru­zil­hada­Die sechs­te Über­ra­schung war, dass fast alle Wein­gü­ter in Ser­ra Gaúcha ita­lie­ni­sche Namen tra­gen. Litt­le Ita­ly nen­nen die Bra­si­lia­ner des­halb die Gegend. Ihre Grün­der waren Ita­lie­ner, die um 1870 ihre Hei­mat ver­las­sen hat­ten und auf Ein­la­dung des dama­li­gen Kai­sers nach Bra­si­li­en aus­ge­wan­dert waren, um das men­schen­lee­re Land zu besie­deln. Sie hat­ten sich bei Ben­to Gonçal­ves nie­der­ge­las­sen und mit dem Wein­bau begon­nen. Da der größ­te Teil von ihnen aus dem Vene­to und aus dem Tren­ti­no kam, bau­ten sie die Reben an, die sie aus ihrer Hei­mat kann­ten: Mer­lot und Char­don­nay. Noch heu­te machen die­se bei­den Sor­ten den größ­ten Teil des Reb­sor­ti­ments der Gegend aus.

Dazu kom­men klei­ne Men­gen Terol­de­go, Pro­sec­co, Ance­lot­ta, gele­gent­lich auch Bar­be­ra und Neb­bio­lo. Ursprüng­lich auch noch Caber­net franc, doch wur­de die­se Sor­te im Lau­fe der Jah­re durch Caber­net Sau­vi­gnon ersetzt. Por­tu­gie­si­sche Sor­ten wie Tin­ta Roriz und Touriga Nacio­nal fris­ten im Ver­gleich dazu ein Mau­er­blüm­chen­da­sein. Nur die aus dem benach­bar­ten Uru­gu­ay impor­tier­te Tan­nat und die Pinot Noir haben sich als neue Sor­ten in Bra­si­li­en durch­ge­setzt. Letz­te­re brau­chen die Bra­si­lia­ner vor allem für ihre Schaum­wei­ne. Übri­gens beherr­schen noch vie­le Win­zer um Ben­to Gonçal­ves die Spra­che ihrer Vor­fah­ren, auch wenn sich ihr Ita­lie­nisch ziem­lich por­tu­gie­sisch anhört.

Die Schaumweine: heiss geliebt

Brasilianischer Schaumwein
Bra­si­lia­ni­scher Schaum­wein

Über­haupt die Schaum­wei­ne: erstaun­lich gut und von jenen Ein­hei­mi­schen, die sich 25 Euro für ein pri­ckeln­des Ver­gnü­gen leis­ten kön­nen, heiß geliebt. Die Spark­ler wer­den aus Char­don­nay und Pinot Noir gekel­tert und durch­weg nach der klas­si­schen Metho­de erzeugt, sind also fla­schen­ver­go­ren. Aller­dings fällt auf, dass sie oft zu lan­ge auf der Hefe lie­gen. Wenn sie nach 36 Mona­ten degor­gi­ert wer­den, sind eini­ge bereits gold­gelb in der Far­be, sehr petro­lig in der Nase und manch­mal auch schon von einer leich­ten Fir­ne über­zo­gen. Scha­de. Mit kür­ze­rem Hefela­ger wären sie fri­scher und cre­mi­ger. Trotz­dem: So gut wie sie waren, hat­ten wir sie nicht erwar­tet. Sieb­te Über­ra­schung.

Ach­te Über­ra­schung: die Rot­wei­ne. Sie sind die eigent­li­che Stär­ke Bra­si­li­ens. Mer­lot und Caber­net Sau­vi­gnon rei­fen fast immer aus. Rein­sor­tig oder als Cuvée spie­geln sie sti­lis­tisch das war­me Kli­ma wider: reich, üppig, geschmacks­in­ten­siv mit wei­chem, rei­fen Tan­nin und mil­der Säu­re. Im Gegen­satz zu vie­len chi­le­ni­schen und argen­ti­ni­schen Wei­nen sind sie frisch, nicht mar­me­la­dig. Aller­dings lie­ben es die Bra­si­lia­ner, ihnen ein paar Gramm Rest­sü­ße zu belas­sen – Kon­zes­si­on an den ein­hei­mi­schen Wein­ge­schmack.

Die technische Ausstattung macht neidisch

Die gute Qua­li­tät die­ser Wei­ne ist kein Zufall. Geziel­te Ertrags­re­du­zie­rung, Hal­bie­ren der Trau­ben vor der Rei­fe­pha­se mit der Sche­re, genau­es Ver­le­sen vor dem Kel­tern – all das ist bei guten Kel­le­rei­en Stan­dard. Die tech­ni­sche Aus­stat­tung könn­te die meis­ten euro­päi­schen Win­zer nei­disch wer­den las­sen: Sie reicht von sünd­teu­ren opti­schen Sor­tier­an­la­gen über pneu­ma­ti­sche Pres­sen bis zu pere­stal­ti­schen Pum­pen. Das war die nächs­te Über­ra­schung.

Wein­le­se in Bra­si­li­en­Und die letz­te, zehn­te Über­ra­schung: Es wird kon­su­miert. In den Restau­rants in und um Ben­to Gonçal­ves plop­pen die Kor­ken am lau­fen­den Band. Die Men­schen lie­ben Wein, und am nöti­gen Klein­geld fehlt es ihnen offen­bar nicht. Von den 200 Mil­lio­nen Ein­woh­nern Bra­si­li­ens wird knapp die Hälf­te der Mit­tel­schicht zuge­rech­net. Der Wohl­stand ist sicht­bar. Aller­dings ist der Pro-Kopf-Konsum an Wein in Bra­si­li­en noch gering: zwei Liter pro Jahr. Davon sind nur 0,25 Liter aus Vitis Vinifera-Reben. Also ein Vier­te­le: eine Men­ge, die ein wein­trin­ken­der Schwa­be in einer hal­ben Stun­de ver­drückt.

14 Gänge im Fünf-Minuten-Takt serviert

Bra­si­li­ens Wein­kon­sum ist also noch stei­ge­rungs­fä­hig. Noch sind die Men­schen aller­dings auf fes­te Nah­rung fixiert. Allein zum Mit­tag­essen habe ich 14 Gän­ge gezählt, meist Pas­ta und Fleisch am Spieß, im Fünf-Minuten-Takt ser­viert. Und abends Piz­za in zehn oder mehr Varia­tio­nen, zum Des­sert sogar mit Scho­ko­la­den­eis belegt. Das stän­di­ge Plop­pen im Restau­rant ist auch ein Beweis dafür, dass die­se Men­gen ohne beglei­ten­den Alko­hol nicht ver­dau­bar sind.

Soweit die Über­ra­schun­gen. Natür­lich war klar, dass die Leu­te von Ibra­vin uns die bes­se­ren, wenn nicht die bes­ten Sei­ten des bra­si­lia­ni­schen Wein­baus prä­sen­tiert hat­ten. Und wir waren froh dar­über. Aber wir ahn­ten, dass nicht alles so hell glänz­te wie das, was wir gese­hen hat­ten. Da war zum Bei­spiel Manue­la, die jun­ge Bra­si­lia­ne­rin mit den schö­nen brau­nen Augen, die uns für einen Wein begeis­tern woll­te, der unge­fähr so sexy war wie ein Mager­mo­del im Biki­ni. „Shall we dance?“ heißt er. In Sao Pau­lo sei er ein Hit, erklär­te sie.

Apfelsinenfarmer, die im Weinbau dilettieren

Reben mit weißen Trauben
Reben mit wei­ßen Trau­ben

Oder jener Apfel­si­nen­far­mer, der neben­her im Wein­bau dilet­tier­te und uns unbe­dingt sei­nen Jahr­gangs­ver­schnitt vor­füh­ren woll­te. Net­ter Kerl, aber bereits das Wort „Jahr­gangs­ver­schnitt“ lös­te leich­te Irri­ta­tio­nen aus. Als er dann noch zugab ver­ges­sen zu haben, die bei­den Jahr­gän­ge zu pro­bie­ren, bevor er sie ver­schnitt, ahn­ten wir, wie der Wein schme­cken wür­de. Wir soll­ten Recht behal­ten.

Schließ­lich der jun­ge Öno­lo­ge, der uns ein paar Wei­ne aus den tro­pi­schen Kli­ma­zo­nen Bra­si­li­ens ein­schenk­te, wo zwi­schen Blü­te der Rebe und Lese der Trau­ben nur 45 Tage lie­gen und es des­halb zwei Ern­ten pro Jahr gibt: schwe­re, dicke Kali­ber, die, obwohl tro­cken aus­ge­baut, fast am Gau­men kle­ben blie­ben. Flüs­si­ger Kau­tschuk.

Lieber Karneval als Pampa

Trotz­dem: Der Wein­kon­sum in Bra­si­li­en wird stei­gen, sich viel­leicht sogar ver­dop­peln. Das Land braucht drin­gend neue Reb­flä­chen. In Ser­ra Gaúcha ist es inzwi­schen eng gewor­den. Die Boden­prei­se explo­die­ren. Die Wein­gü­ter suchen nach Alter­na­ti­ven. Die neu­en Anbau­ge­bie­te, in die der bra­si­lia­ni­sche Wein­bau expan­diert, lie­gen weit weg von Ben­to Gonçal­ves: im hoch gele­ge­nen, ein­sa­men Cata­ri­nen­se nörd­lich von Ser­ra Gaúcha und in der men­schen­lee­ren Cam­p­an­ha wei­ter süd­lich, direkt an der Gren­ze zu Uru­gu­ay.

Statt uns die­se neue Wein-Pampa anzu­schau­en, haben wir uns ent­schie­den, lie­ber zum Kar­ne­val nach Rio zu fah­ren. Wir haben das Maracana-Stadion besich­tigt, wo nächs­tes Jahr die Fußball-WM eröff­net wird. Wir lagen an der Copa­ca­ba­na, haben Cai­pi­rin­ha geschlürft und uns von einem Leh­rer die ers­ten Schrit­te Sam­ba bei­brin­gen las­sen. Nachts waren wir im Sam­badrom, wo der Kar­ne­val tobt. Da wur­de getanzt, bis das Was­ser in den Schu­hen stand. Nur der schäu­men­de Wein hat uns vor dem Dehy­drie­ren bewahrt.

Übri­gens: Eini­ge der bes­ten bra­si­lia­ni­sche Rot-, Weiß- und Schaum­wei­ne sind in Deutsch­land erhält­lich. Auf der Wein­mes­se Pro­wein, die vom 24. bis 26. März 2013 in Düs­sel­dorf statt­fin­det, kön­nen sie ver­kos­tet wer­den.

Die Weingüter

Salton

Wein­gut Sal­ton­Mit knapp 15 Mil­lio­nen Fla­schen jähr­lich eine der drei größ­ten Kel­le­rei­en Bra­si­li­ens, spe­zia­li­siert auf hoch­wer­ti­ge Schaum­wei­ne. Aber auch der Still­wein­sek­tor bie­tet exzel­len­te Qua­li­tä­ten im Premium- und Top­wein­be­reich, bei den Roten ins­be­son­de­re bei Tan­nat und Mer­lot.

Das neue Haupt­quar­tier von Sal­ton liegt in Tui­uty, einem Vor­ort von Ben­to Gonçal­ves, und ist mit sei­ner neo­klas­si­zis­ti­schen Fas­sa­de und der mar­mor­nen Son­nen­uhr eine Tou­ris­ten­at­trak­ti­on gewor­den.


2012 Sal­ton Inten­so Tan­nat
87/100


Impor­teur Deutsch­land: Wein-Brasilien, Gra­fing


Don Giovanni

Ver­wun­sche­nes Fami­li­en­wein­gut in Pinot Band­ei­ra, einer 700 Meter hoch gele­ge­nen Unter­zo­ne von Ser­ra Gaúcha nicht weit von Ben­to Gonçal­ves. 20 Hekt­ar Wein­ber­ge, in denen vor allem wei­ße Sor­ten ange­baut wer­den. Das Gut ist für sei­ne fla­schen­ver­go­re­nen Schaum­wei­ne bekannt. Sehr gut der rote Tan­nat, sehr gut der in Fias­co­fla­schen abge­füll­te Caber­net franc. Zum Wein­gut gehört ein klei­nes Hotel mit 7 Zim­mern und Restau­rant.


Stra­va­gan­za Brut
85/100

Don Gio­van­ni Brut
87/100

2008 Tan­nat

2008 Caber­net franc
88/100

2004 Cuvée Don Gio­van­ni (Merlot/Cabernet Sauvignon/Ancellota)
89/100


Miolo

Größ­ter pri­va­ter Wein­er­zeu­ger Bra­si­li­ens mit 15 Mil­lio­nen Fla­schen jähr­lich und über 1200 Hekt­ar Wein­ber­gen. Stark bei den ein­fa­chen kom­mer­zi­el­len Wei­nen für den hei­mi­schen Markt, stark aber auch bei den Premium-Rotweinen. Exzel­len­te Cuvées, meist auf Mer­lot basie­rend. Her­vor­zu­he­ben sind die Cuvée Giu­sep­pe und der Icon-Wein Lote 43. Das Wein­gut liegt im Vale dos Vin­he­dos bei Ben­to Gonçal­ves und ist für Besu­cher geöff­net. Über­nach­tung im Fünf-Sterne-Hotel & Spa Cau­da­lié gegen­über.


2012 Cuvée Giu­sep­pe Char­don­nay  
85/100

2010 Cuvée Giu­sep­pe Merlot/Cabernet Sau­vi­gnon
86/100

2008 Quin­ta Do Sei­val Cas­tas Por­tu­gue­sas (Tin­ta Roriz/Touriga Nacio­nal)
89/100

2008 Lote 43 (Merlot/Cabernet Sau­vi­gnon)
90/100


Impor­teur Deutsch­land: Sucos do Bra­sil, Neuss


Casa Valduga

Rüt­tel­pul­te Casa Val­du­ga­Ei­nes der ehr­gei­zigs­ten und tech­nisch best­aus­ge­stat­te­ten Wein­gü­ter von Ser­ra Gaúcha, gele­gen im Vale dos Vin­he­dos inmit­ten üppig wuchern­der Natur. Mit 230 Hekt­ar Reben ist Val­du­ga kein klei­nes Wein­gut mehr. Aller­dings liegt der größ­te Teil der Wein­ber­ge in Cam­p­an­ha und Ser­ra do Sudest. Die Hälf­te der Pro­duk­ti­on besteht aus Schaum­wei­nen.

Val­du­ga ver­fügt auch über 25 Gäs­teap­part­ments  und ein ita­lie­ni­sches Restau­rant.


Brut 130  
88/100

Gran Reser­va Extra Brut 
85/100

Espu­men­te Rosé
86/100

2010 Raízes Caber­net franc
87/100

2010 Identi­dade Mar­sel­an (Caber­net Sauvignon/Grenache)
88/100

2007 Caber­net Sau­vi­gnon „Vil­la Lobos“
90/100


Impor­teur Deutsch­land: Wein-Brasilien, Gra­fing


Pizzato

Wein­gut Piz­za­to­Nicht mehr ganz klei­nes Pri­vat­wein­gut am äußers­ten Ende des Vale dos Vin­he­dos mit über 80 Hekt­ar Wein­ber­gen. Es wur­de 1999 von Fla­vio Piz­za­to gegrün­det. Sei­ne Rot­wei­ne, unter­teilt in die Linie Doc­tor Faus­to und Piz­za­to, gehö­ren zu den Bes­ten in Bra­si­li­en. Caber­net Sau­vi­gnon, Mer­lot, Tan­nat sind flei­schig, kon­zen­triert mit fri­scher Frucht. Die Faus­to Ver­ve Gran Reser­va (Cuvée die­ser Sor­ten) und der Top-Wein Sin­gle Viney­ard Mer­lot ragen ein­sam her­aus.


2009 Piz­za­to Mer­lot „Vale dos Vin­he­dos“   
87/100

2009 Piz­za­to Caber­net Sau­vi­gnon „Vale dos Vin­he­dos“ 
88/100

2007 Piz­za­to Con­cen­tus Gran Reser­va „Vale dos Vin­he­dos“ 
87/100

2009 Faus­to Ver­ve Gran Reser­va 
90/100

2008 Piz­za­to DNA99 Sin­gle Viney­ard Mer­lot
92/100


Aurora

Die größ­te Win­zer­ge­nos­sen­schaft Bra­si­li­ens mit 1100 Mit­glie­dern und 2800 Hekt­ar Reb­flä­che im gan­zen Land. 16 Mil­lio­nen Fla­schen, pro­fes­sio­nel­les Manage­ment, gute Qua­li­tä­ten in allen Preis­be­rei­chen. Für die bevor­ste­hen­de Fußball-WM wur­de die Linie „Bra­si­li­an Soul“ kre­iert, die in Deutsch­land bereits ver­trie­ben wird. Gro­ßes Besu­cher­zen­trum in Ben­to Gonçal­ves mit Degus­ta­ti­ons­raum und Wine­shop.


2012 Auro­ra Bra­si­li­an Soul Char­don­nay
83/100

2012 Auro­ra Bra­si­li­an Soul Pre­mi­um Selec­tion Caber­net Sau­vi­gnon   
85/100

2011 Auro­ra Tan­nat Pre­mi­um Selec­tion 
86/100

2011 Auro­ra Caber­net franc Pre­mi­um Sel­dec­tion
87/100

2009 Auro­ra Mil­le­si­me Caber­net Sau­vi­gnon
88/100


Impor­teur Deutsch­land: Mack & Schüh­le, Owen/Teck
Impor­teur Schweiz: Wein­kel­le­rei­en Aar­au, Aar­au


Lidio Carraro

Cuvée Quo­rum – Lidio Car­r­a­roJun­ges, erst 1998 gegrün­de­tes Fami­li­en­wein­gut im Vale dos Vin­he­dos mit 42 Hekt­ar Reben, größ­ten­teils in der Regi­on Ihr Wein­gut Encru­zil­ha­da (gehört zu Ser­ra do Sudest). Vor allem die Rot­wei­ne begeis­tern. Sie sind mus­ku­lös, dicht gewo­ben, weich, aber den­noch grif­fig. Sie wer­den aus­schließ­lich im Edel­stahl aus­ge­baut.

Span­nend sind die Wei­ne der Elos-Linie, beein­dru­ckend der Sin­gu­lar Terol­de­go, über­ra­gend der Gran­de Vin­di­ma Quo­rum und – mit Abstri­chen – der Gran­dee Vin­di­ma Tan­nat (16 Vol.%!).


2009 Elos Touriga Nacional/Tannat
88/100

2009 Elos Caber­net Sauvignon/Malbec  
86/100

2007 Sin­gu­lar Terol­de­go
90/100

2006 Gran­de Vin­di­ma Mer­lot
90/100

2006 Gran­de Vin­di­ma Quo­rum   
92/100

2008 Gran­de Vin­di­ma Tan­nat
90/100


Impor­teur Deutsch­land: Wein-Brasilien, Gra­fing


Monte Pascoal

Gro­ßer, in Farou­pil­ha ansäs­si­ger Kel­le­rei­be­trieb, der zur Basso-Gruppe gehört und das gesam­te Spek­trum an Reb­sor­ten und Wei­nen anbie­tet, das die Märk­te ver­lan­gen. Schwer­punkt: Schaum­wei­ne. Beson­ders gut gelun­gen sind die wei­ßen und roten Still­wei­ne der „Dedicato“-Linie, des Top-Segements des Betriebs.


2012 Dedi­ca­to Char­don­nay 
87/100

2010 Dedi­ca­to Tan­nat  
88/100


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