Tipps für Weinkenner

Auf die richtige Temperatur kommt es an – und das richtige Glas

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Wein trin­ken kann jeder. Aber Wein so zu ser­vie­ren, dass er auch genos­sen wer­den kann, ist gar nicht so ein­fach. Die häu­figs­ten Feh­ler: Rot­wein zu warm und Weiß­wein zu kalt zu trin­ken. Und womög­lich noch aus einem unpas­sen­den Glas.

Wer sich mit Wein aus­kennt, weiß auch über die unter­schied­li­chen Ansprü­che beim Ser­vie­ren von Rot- und Weiß­wein Bescheid. Und auch über die Not­wen­dig­keit, die rich­ti­gen Wein­glä­ser im Schrank zu haben. Doch wie stark ist der Ein­fluss von Tem­pe­ra­tur und Glas auf den Wein tat­säch­lich?

18 Grad Celsius bei Rotwein – nicht mehr

Es liegt auf der Hand, dass Wein mit der rich­ti­gen Tem­pe­ra­tur am bes­ten schmeckt. Rot­wein soll­te – so sag­te man frü­her – bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur ins Glas kom­men. Doch heu­te ist die durch­schnitt­li­che Zim­mer­tem­pe­ra­tur höher als vor 30 oder 50 Jah­ren – zu hoch für Rot­wein. Damit ist klar, dass auch Rot­wein leicht gekühlt wer­den muss, aller­dings nicht so deut­lich wie Weiß­wein. Die opti­ma­le Trink­tem­pe­ra­tur liegt laut Exper­ten zwi­schen 16 und 18 Grad Cel­si­us. Kommt der Rot­wein bei höhe­rer Tem­pe­ra­tur ins Glas, ver­lie­ren sich Frucht und Fri­sche. Man schmeckt (oder riecht) den Alko­hol mehr als bei küh­ler Tem­pe­ra­tur. Zu kühl darf Rot­wein natür­lich auch nicht ser­viert wer­den. Bei 14 Grad und weni­ger kann sich das Aro­ma nicht rich­tig ent­fal­ten.

Weißweine nicht zu stark herunterkühlen

Anders Weiß­wein. Er muss kühl getrun­ken wer­den. Kräf­ti­ge, stof­fi­ge Weiß­wei­ne soll­ten mit 12 Grad Cel­si­us ser­viert wer­den, nor­ma­le Weiß­wei­ne mit 10 Grad, egal ob tro­cken, halb­tro­cken oder lieb­lich. Nur Cham­pa­gner, Pro­sec­co und ande­re Schaum­wei­ne dür­fen küh­ler sein. Unter 8 Grad Cel­si­us soll­te man aller­dings auch bei ihnen nicht gehen.

Das Pro­blem ist, dass Wein­trin­ker ihre Wei­ßen und Rosés zu stark her­un­ter­küh­len, beson­ders im Som­mer. Kühl ist erfri­schend, das stimmt. Zu kühl aber bedeu­tet, dass man vom Aro­ma des Weins nichts mehr schmeckt.

Das richtige Glas macht den Unterschied

Ganz wich­tig ist das rich­ti­ge Glas. Zwar muss man nicht für jede Sor­te ein eige­nes Glas parat haben. Aber ein Weiß­wein­glas und ein Rot­wein­glas soll­ten schon zur Ver­fü­gung ste­hen. Letz­te­res hat einen etwas grö­ße­ren, Ers­te­res einen etwas klei­ne­ren Kelch. Das Ent­schei­den­de ist, dass der Kelch aus dün­nem und durch­sich­ti­gem Glas besteht. Nur so ist die Beur­tei­lung der Far­be des Reben­saf­tes mög­lich. Nur so spürt man beim Anset­zen des Gla­ses die Tem­pe­ra­tur auf den Lip­pen.

Wenn alle Vor­aus­set­zun­gen hin­sicht­lich Glas und Tem­pe­ra­tur erfüllt sind, fehlt nur noch der pas­sen­de Wein. Da gibt es kei­ne Regeln. Da hat jeder sei­nen per­sön­li­chen Geschmack.

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