Atemberaubende Erlebnisse: die Deutsche Weinstrasse per Rad

©pixabay
Die Pfalz ist nicht nur für Spitzenweine, sondern auch für ihre nicht minder begeisternden Landschaften und ihre deftige Hausmannskost berühmt

Für alle, die die Pfalz mit all ihren Facet­ten erkun­den wol­len, ist die Deut­sche Wein­stra­ße wie gemacht. Als eine der ältes­ten tou­ris­ti­schen Stra­ßen in Deutsch­land führt die­se mit­ten durch das zweit­größ­te Wein­an­bau­ge­biet der Deutsch­lands – vom Deut­schen Wein­tor an der fran­zö­si­schen Gren­ze bis nach Bocken­heim im Nor­den direkt an der Gren­ze zum Anbau­ge­biet Rhein­hes­sen. Mit­ten durch die Deut­sche Wein­stra­ße erstreckt sich auch einer der für vie­le schöns­ten Rad­we­ge in Deutsch­land. Auf einer Gesamt­län­ge von rund 95 Kilo­me­tern lädt die­ser zu einer span­nen­den Ent­de­ckungs­tour durch die Pfalz ein, und das beginnt schon im Früh­jahr zur Man­del­blü­te.

95 Kilometer per pedes durch die Pfalz

Für alle, die ger­ne auf einem der vie­len Rad­we­ge Deutsch­land erkun­den und dabei tol­le Erin­ne­run­gen sam­meln scheint die Pfalz also wie gemacht. Aber auch Wein­freun­de kom­men bei die­ser Tour durch die son­ni­ge Pfalz voll auf ihre Kos­ten. Schließ­lich pas­siert man auf der Tour durch die male­ri­schen Wein­ber­ge der “Tos­ka­na Deutsch­lands” nicht nur mar­kan­te Bur­gen und Schlös­ser, son­dern auch eine Viel­zahl an uri­gen Wein­dör­fern mit authen­ti­schen Wein­stu­ben – die ein oder ande­re kur­ze Rast ist hier fast schon Pflicht

Beson­ders erfreu­lich ist dabei die Tat­sa­che, dass es sich bei den Rad­we­gen ent­lang der Stre­cke um gut asphal­tier­te Rad­we­ge han­delt. Soll­te das Wet­ter sich plötz­lich ver­schlech­tern, kön­nen alle Etap­pen­zie­le zur Not auch mit dem Zug erreicht wer­den.

Da es der Schön­heit der Regi­on nicht gerecht wer­den wür­de, die­se Stre­cke im Eil­tem­po zu durch­que­ren, emp­fiehlt es sich, die Stre­cke in meh­re­re Teil­ab­schnit­te ein­zu­tei­len. Zum Bei­spiel jene drei Etap­pen, die wir Ihnen hier vor­stel­len möch­ten.

Erste Etappe: 39 Kilometer von Bockenheim nach Neustadt a.d.W.

Die Tour star­tet im Nor­den in Bocken­heim am Haus der Deut­schen Wein­stra­ße, gleich­zei­tig auch der offi­zi­el­le Start­punkt der Deut­schen Wein­stra­ße. Von hier aus star­tet man die Tour auf einem der schöns­ten Rad­we­ge Deutsch­lands nach Süden in Rich­tung des Etap­pen­ziels Neu­stadt an der Wein­stra­ße.

Mit der Rhein­ebe­ne zur Lin­ken und den Aus­läu­fern des Pfäl­zer Walds zur Rech­ten führt einen der Weg über Grün­stadt und Freins­heim zunächst nach Bad Dürk­heim. Hier fin­det jedes Jahr im drit­ten Sep­tem­ber­wo­chen­en­de der Dürk­hei­mer Wurst­markt statt, das größ­te Wein­fest der Welt statt. Apro­pos groß: unweit des Fest­ge­län­des erblickt man das größ­te Wein­fass der Welt, das 1934 erbau­te Dürk­hei­mer Rie­sen­fass.

©pixabay

Von Bad Dürk­heim führt die Rou­te wei­ter nach Süden in Rich­tung des Etap­pen­ziels Neu­stadt an der Wein­stra­ße. Doch bevor das Ziel erreicht wird, folgt eine letz­te Anstren­gung in Form eines klei­nen Anstiegs, der jedoch kei­ne grö­ße­re Her­aus­for­de­rung dar­stel­len soll­te.

In Neu­stadt ange­kom­men lädt die char­man­te Alt­stadt mit ihren vie­len Wein­stu­ben und Restau­rants zu einer kuli­na­ri­schen Beloh­nung für die die geleis­te­te Arbeit ein. Ganz authen­tisch wird es zum Bei­spiel mit Pfäl­zer Spe­zia­li­tä­ten wie Sau­ma­gen oder einem Stück Zwie­bel­ku­chen und natür­lich dem ein oder ande­ren Glas Wein.

Zweite Etappe: 23 Kilometer von Neustadt a.d.W. nach Siebeldingen

Frisch gestärkt geht es am nächs­ten Mor­gen zur nächs­ten Etap­pe: Ziel: das Dörf­chen Sie­bel­din­gen am Fuß des Pfäl­zer Walds. Auch auf die­sem Abschnitt gibt es neben der bezau­bern­den Land­schaft auch wie­der zahl­rei­che char­man­te Ort­schaf­ten mit klei­ne­ren und grö­ße­ren Wein­gü­tern zu ent­de­cken. Da die Etap­pe deut­lich kür­zer ist als die ers­te, gibt es glück­li­cher­wei­se genü­gend Zeit dafür, die­se in aller Ruhe zu erkun­den.

©pixabay

Eines der High­lights der Tour erreicht man in Rhodt unter Riet­burg mit sei­nem denk­mal­ge­schütz­ten Orts­kern, in dem sich ein Fach­werk­häus­chen neben das ande­re reiht. Nicht ver­pas­sen soll­te man dabei einen Abste­cher zur berühm­ten Kopfstein-gepflasterten The­re­si­en­stra­ße. Wie an einer Per­len­schnur reiht sich ent­lang der Stra­ße ein Wein­gut an das nächs­te.

Zum Aus­klang der Etap­pe erreicht man das Win­zer­dorf Sie­bel­din­gen, wo man den Tag bei einem guten Gläs­chen Ries­ling und etwas Pfäl­zer Haus­manns­kost aus­klin­gen lässt.

Dritte Etappe: 32,6 Kilometer von Siebeldingen nach Schweigen-Rechtenbach

Ziel der letz­ten Etap­pe ist Schweigen-Rechtenbach nahe der fran­zö­si­schen Gren­ze. Doch zuvor gilt es, noch ein­mal das Auf und Ab ent­lang der Stre­cke durch eini­ge der schöns­ten Wein­ber­ge der Regi­on zu genie­ßen. Die Tour führt einen dabei an eini­gen Aus­sichts­punk­ten vor­bei, die einen tol­len Blick auf den Pfäl­zer Wald ermög­li­chen – bei gutem Wet­ter sieht man sogar bis zum Schwarz­wald.

Auch auf die­sem Abschnitt gibt es wie­der eini­ge tol­le Win­zer­dör­fer zu ent­de­cken, die einem Bil­der­buch ent­stam­men könn­ten und zum Ver­wei­len und Ent­de­cken ein­la­den. Schließ­lich erreicht man nach etwas mehr als 30 Kilo­me­tern das Ziel der Tour, das Deut­sche Wein­tor in Schwei­gen Rech­ten­bach. Hier kann man die Tour auf einem der schöns­ten Rad­we­ge in Deutsch­land noch ein­mal Revue pas­sie­ren las­sen – oder mit beson­ders viel Moti­va­ti­on zu einer Ver­län­ge­rung über die Fran­zö­si­sche Gren­ze ins nahe gele­ge­ne Wis­s­em­bourg star­ten.

people Der Artikel beinhaltet Werbung.

Kommentar hinzufügen

Antwort schreiben