ASI-Sommelier-Champion: Der bescheidene Signore Castano

Salvatore Castano. © Association de la Sommellerie Internationale
Wir stellen vor: Der Überraschungssieger des Wettbewerbs „Best Sommelier Europe & Africa“ des Jahres 2021.

Der aus Sizi­li­en stam­men­de Sal­va­to­re Casta­no steht für eine neue Art von Som­me­lier: beschei­den und zurück­hal­tend. Der eher unbe­kann­te Casta­no wur­de jüngst Über­ra­schungs­sie­ger des ASI-Wettbewerbs Best Som­me­lier Euro­pe & Afri­ca, in dem er sich gegen ein star­kes Feld an eta­blier­ten Som­me­liers durch­setz­te. Casta­nos Auf­tre­ten im Fina­le auf Zypern war nahe­zu mühe­los, und was her­aus­stach waren die Gelas­sen­heit und der Charme des Ita­lie­ners. Der sanft­mü­ti­ge Casta­no sagt:

„Ich habe ein­fach ver­sucht, ich selbst zu sein und so auf­zu­tre­ten, als ob ich ech­te Kun­den in mei­nem Restau­rant bedie­nen wür­de. Ich woll­te, dass sie, wie jeder ande­re Kun­de auch, eine gute Zeit haben“.

Trotz sei­nes jugend­li­chen Aus­se­hens hat Casta­no Zeit gehabt, sein Hand­werk zu ler­nen. Casta­no begann in sei­ner Hei­mat Sizi­li­en im Alter von 15 Jah­ren im Gast­ge­wer­be zu arbei­ten. Nach sei­nem Schul­ab­schluss reis­te Casta­no durch die Welt und arbei­te­te in ver­schie­de­nen Posi­tio­nen in der Bran­che, bevor er schließ­lich in Lon­don, Eng­land, lan­de­te. Obwohl er sich schon lan­ge für Essen und Wein begeis­ter­te, dau­er­te es zehn Jah­re, bis Casta­no den Ent­schluss fass­te, sich für die Prü­fung am Court of Mas­ter Som­me­liers zu bewer­ben.

 

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Im Jahr 2018 schloss er die Prü­fung zum Advan­ced Som­me­lier mit der höchs­ten Punkt­zahl in Euro­pa ab. Abge­se­hen von der Teil­nah­me am Wett­be­werb Best Young Som­me­lier 2019, der von der Chai­ne des Rotis­seurs orga­ni­siert wur­de und bei dem er den zwei­ten Platz beleg­te, hat­te Casta­no nur begrenz­te Wett­be­werbs­er­fah­rung bevor er beim ASI-Wettbewerb Best Som­me­lier Euro­pe & Afri­ca an den Start ging.

Der neue Cham­pi­on gab sich im Moment des Tri­umphs beschei­den. Casta­no, der der­zeit als Restau­rant­be­ra­ter für den Wein­lie­fe­ran­ten Fri­ar­wood Fine Wines arbei­tet, sag­te auf die Fra­ge, ob der Sieg sein Leben ver­än­dern wür­de:

„Die­sen Titel zu gewin­nen bedeu­tet mir sehr viel, da ich nach har­ter Arbeit und lan­gem Stu­di­um end­lich etwas Bemer­kens­wer­tes erreicht habe. Den­noch den­ke ich, dass ich mit den Füßen auf dem Boden blei­ben muss, denn die­ser Titel ändert nichts dar­an, wer ich bin oder woher ich kom­me. Das ers­te, was ich gelernt habe, als ich Som­me­lier wur­de, war, immer beschei­den zu sein und die Ver­gan­gen­heit nie zu ver­ges­sen.“

Hier noch ein­mal das Fina­le in vol­ler Län­ge anse­hen: ASI Best Som­me­lier Euro­pe & Afri­ca

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