Tipps für Weinkenner

Alte Frage, neue Antworten: Welchen Wein zu welchem Essen servieren?

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Wein gehört zum Essen und Essen zum Wein. Von den unzähligen Möglichkeiten, beides miteinander zu kombinieren, gibt es einige, die sich besonders gut bewährt haben, und andere, die sich ausschließen.

Ein Gala­din­ner, das Weih­nachts­es­sen vor der Besche­rung im Kreis der Fami­lie oder das Spei­sen mit Freun­den im hei­mi­schen Ess­zim­mer erfor­dern bereits beim Koch­vor­gang Prä­zi­si­on. Schließ­lich will der Gast­ge­ber, dass alles passt und sei­ne Gäs­te ihn bald wie­der mit ihrer Anwe­sen­heit beeh­ren. Er zau­bert ein Mehr-Gänge-Menü, rich­tet Raum und Tisch lie­be­voll her, sorgt so für das pas­sen­de Ambi­en­te und ver­schafft dem Abend mit stil­vol­ler musi­ka­li­scher Beglei­tung das gewis­se Etwas. Damit das Menü einen ihm gerech­ten Abschluss erhält, sucht der Gast­ge­ber ein Fach­ge­schäft für Wein auf. Vor dem Regal ste­hend, erblickt er unzäh­li­ge Wei­ne ver­schie­de­ner Län­der und Geschmacks­no­ten. Wer sich bis­lang nicht mit Wein­kun­de aus­ein­an­der­ge­setzt hat, ver­traut den Eti­ket­ten und den zusätz­li­chen Infor­ma­tio­nen des Mark­tes zum Cha­rak­ter des Weins.

Wein Basics sind wichtig

Häu­fig stel­len die Gast­ge­ber nach dem Kauf fest, dass sich der Wein für das jewei­li­ge Gericht über­haupt nicht eig­ne­te oder nicht dem eige­nen bzw. dem Geschmack der Gäs­te ent­sprach. Eine Situa­ti­on, die es zu umge­hen gilt. Doch vor der Abstim­mung des Weins auf das Gericht sind eini­ge Basics nötig. Nicht jeder Rot­wein ver­bes­sert mit dem Alter sei­ne Qua­li­tät. Bil­lig­wei­ne aus dem Super­markt stei­gern ihren Wert auch nach vie­len Jah­ren nicht (Aus­nah­men bestä­ti­gen die Regel). Frü­her glaub­ten die Men­schen, die „Kir­chen­fens­ter“, die beim Schwen­ken des Weins an den Wan­dun­gen des Gla­ses ent­ste­hen, stün­den für Qua­li­tät. Dem ist nicht so, denn die „Kir­chen­fens­ter“ sind nichts ande­res als Gly­ze­rin. Gly­ce­rin ist ein Alko­hol­ne­ben­pro­dukt, das den Wein dick­flüs­si­ger, aber nicht bes­ser macht. Er ist mit­hin kein Qua­li­täts­merk­mal. Wei­ter­hin: Mit dem Alter ver­än­dern sich die Pig­men­te der Wei­ne. Rot­wei­ne ver­rin­gern ihre Farb­in­ten­si­tät, Weiß­wei­ne ten­die­ren mit dem Alter ins Gold­gel­be. Die­se Merk­ma­le gilt es beim Wein­kauf zu beach­ten.

Weinprobe verschenken

Wer sich noch nicht sicher ist, wel­che Art von Wein er bevor­zugt, dem kann eine Wein­de­gus­ta­ti­on emp­foh­len wer­den. Im Rah­men einer sol­chen Ver­kos­tung ler­nen die Teil­neh­mer viel Wis­sens­wer­tes zu den ver­schie­de­nen Reb­sor­ten und Wein­ty­pen. Wein­pro­ben kön­nen in der Regel beim Win­zer des Ver­trau­ens absol­viert wer­den. Wer die Teil­nah­me an einer sol­chen Ver­an­stal­tung ver­schen­ken möch­te, kann auch einen Gut­schein erwer­ben. Auch im Inter­net fin­den sich diver­se Anbie­ter, bei denen man ein sol­ches Erleb­nis buchen kann. Natür­lich fin­den sich auch vie­le wei­te­re erleb­nis­rei­che Weih­nachts­ge­schen­ke von mydays im umfang­rei­chen Gutschein-Sortiment.

Dieser Wein passt hervorragend zu Fischgerichten

Bei der Aus­wahl des Weins zu einem Fisch­ge­richt gibt es eini­ge Din­ge zu beach­ten. Die­se begin­nen bei der Fra­ge nach der Art des Fisches. Eini­ge Fisch­ar­ten haben einen inten­si­ven Geschmack, wohin­ge­gen ande­re den sen­si­blen Gau­men über­zeu­gen. Außer­dem kommt es auf die Art der Zube­rei­tung des Fisches an. Zu gebra­te­nen Fisch­sor­ten kom­bi­niert der Koch im bes­ten Fall einen kräf­ti­gen Wein. Doch hier­bei sind Rot­wei­ne außer Acht zu las­sen. Auf­grund des Tannin-Gehalts im Wein in Ver­bin­dung mit dem Eiweiß im Fisch schmeckt die Kom­bi­na­ti­on aus Rot­wein und Fisch eher nicht. Hier ist ein guter Weiß­wein ange­sagt.

Bei­spie­le für Wei­ne zu Fisch­ge­rich­ten:

•    Ries­ling
•    Weiß­bur­gun­der
•    Spät­bur­gun­der
•    Grau­bur­gun­der
•    Char­don­nay

Auch ein zar­ter Roséwein ist zu emp­feh­len. Er passt her­vor­ra­gend zu Lachs und Krus­ten­tie­ren. Von lieb­li­chen Rosé-Weinen ist abzu­ra­ten. Man kann sogar Rot­wein zu Fisch ser­vie­ren – aller­dings nur leich­te, tan­nin­ar­me Rote. Ver­sier­te Köche benut­zen für ihre Sau­cen einen sol­chen Rot­wein – etwa zu Okto­pus.

Wild und Geflügel – mit diesen Weinen ein Hochgenuss

In der Weihnachts- und Oster­zeit kom­men vor­wie­gend Wild und Geflü­gel auf den Tisch. Gerich­te wie „Gefüll­te Gans“, „Ente mit Klö­ßen und Rot­kraut“ oder „Reh­bra­ten mit dunk­ler Soße, Kraut und Klö­ßen“ sind sehr schwer. Das sich vor allem im Geflü­gel befin­den­de Tryp­tophan ermü­det den Kör­per nach dem Essen. Vie­le legen dann eine Pau­se ein und ent­span­nen. Mit einem Glas Rot­wein geht das viel leich­ter. Sicher­lich lie­ße sich auch Weiß­wein dazu ser­vie­ren. Doch Rot­wein inten­si­viert den Geschmack des Flei­sches, passt vor allem zu Kraut und Klö­ßen und bil­det einen pas­sen­den Abschluss zum Haupt­ge­richt. Umso dunk­ler der Wein, des­to inten­si­ver wirkt sich Geschmack. Ach­tung: Wer Huhn und Pute zube­rei­tet, kann auch einen kräf­ti­gen Weiß­wein dazu ser­vie­ren. Die­se Geflü­gel­ar­ten ent­fal­ten ihr Aro­ma beson­ders gut zu Weiß­bur­gun­der, Char­don­nay oder Sil­va­ner.

Auf die Sauce und die Schärfe kommt es an

Außer­dem bie­tet sich ein Blick auf die ein­ge­setz­ten Sau­cen an. Gerich­te mit hel­len Sau­cen wie Bécha­mel­sauce über­zeu­gen durch einen guten deut­schen Wein. Die Mosel ist prä­de­sti­niert für die Pro­duk­ti­on hoch­wer­ti­ger Ries­lin­ge, die sich her­vor­ra­gend mit Fisch­ge­rich­ten kom­bi­nie­ren las­sen. Hat das Gericht einen medi­ter­ra­nen Touch, soll­te man auch ita­lie­ni­sche, spa­ni­sche oder süd­fran­zö­si­sche Wei­ne aus­wei­chen. Lieb­li­che Wei­ne pas­sen nicht zu Spa­ghet­ti & Co. Halb­tro­cke­ne Weiß­wei­ne kön­nen, wenn sie gereift sind, auch zu Ente und Gans gereicht wer­den. Zu schar­fen latein­ame­ri­ka­ni­schen Gerich­ten, etwa der Texmex-Küche, bewäh­ren sich zum Bei­spiel aro­ma­ti­sche Gewürz­tra­mi­ner und frucht­sü­ße Ries­lin­ge.

Tipps für den Weinkauf

Dank des Inter­nets kön­nen Wein­lieb­ha­ber ihre edlen Trop­fen online kau­fen. Natür­lich ist eine Kost­pro­be beim Inter­net­kauf nicht mög­lich. Aller­dings gibt es inner­halb der Wein-Onlineshops unzäh­li­ge Rezen­sio­nen. Zahl­rei­che Kun­den tes­te­ten den Wein, setz­ten ihn zu bestimm­ten Gerich­ten ein und infor­mie­ren ande­re Kun­den über ihre Ein­drü­cke. Wei­ter­hin ist es mög­lich, den Wein bereits in der Vor­ein­stel­lung an das Gericht, den Geschmack, den gewünsch­ten Alko­hol­ge­halt und an wei­te­re Kri­te­ri­en (wie Her­kunft des Weins oder Fla­schen­grö­ße) anzu­pas­sen.

Bei den Kos­ten ist Fle­xi­bi­li­tät gefragt. Ein Wein für unter 2 Euro ist immer Brü­he. Davon soll­te der Wein­trin­ker sei­ne Fin­ger las­sen und – wenn er nicht mehr aus­ge­ben will – Lei­tungs­was­ser trin­ken. Daher: Wer im Bereich zwi­schen 5 und 10 Euro nach­schaut, fin­det durch­aus gute, zumin­dest soli­de Wei­ne und muss sich nicht durch das Regal pro­bie­ren. Erwar­ten Gast­ge­ber ein Wein-Highlight, soll­ten sie tie­fer in die Tasche grei­fen. Bereits ab 10 Euro fin­det, wer sucht, inter­es­san­te Qua­li­tä­ten. Ab 25 Euro gibt es sogar schon Spit­zen­qua­li­tä­ten. Natür­lich ist der Wein immer an die eige­nen Vor­lie­ben anzu­pas­sen. Teu­re Wei­ne bedeu­ten also nicht, dass sie den Geschmack eines Men­schen hun­dert­pro­zen­tig tref­fen. Pro­bie­ren geht also über stu­die­ren.

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