Er war einer der ersten, der den Montepulciano d’Abruzzo salonfähig machte. Auch zu den Zeiten, in denen die Abruzzen fast völlig von der Weinindustrie vereinnahmt wurden, blieb er der handwerklich arbeitende Winzer, der schon sein Vater war. Bereits in den 1960er Jahren vergärte er seine Weine spontan und füllte die Rotweine unfiltriert ab – Praktiken, die heute für qualitätsorientierte Winzer selbstverständlich sind. Und er zeigte er, dass der Montepulcianco d’Abruzzo altern kann. Regelmäßig veranstaltete er Tastings in seinem Weingut mit älteren Jahrgängen, die Kritiker und Weinliebliebhaber aus aller Welt in großes Erstaunen versetzten. Sein größtes Verdient war es, seine traditionelle Gesinnung immer beibehalten zu haben und sich durch Moden und Trends nicht irritieren zu lassen. Bis heute genießt er und genießen seine Weine weltweit einen hohen Ruf – auch in Deutschland. Ende Juli ist Emidio Pepe im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Betrieb wird von seinen Töchtern Daniela und Sofia weitergeführt.
















































