Tagliatelle al lepre

Ein Gericht, das in jeder tos­ka­ni­schen Trat­to­ria auf dem Spei­se­zet­tel steht: Rund sechs Stun­den köchelt der Sugo aus Hasen­klein auf dem Feuer und wird dabei stän­dig mit Wein abge­löscht. Mit wel­chem Wein? Es kann ein Bru­n­ello di Mon­tal­cino oder ein Chi­anti, ein Vino Nobile oder Car­mi­gnano sein. Er muss nur das wilde, bee­rige und wür­zige Aroma der Tos­kana aufweisen.

Lamm­schle­gel:

Ein Klas­si­ker. Zu Lamm pas­sen per­fekt ein Bor­deaux, ein Ban­dol, ein Château-neuf-du-Pape, ein Rioja, ein Ribera del Duero oder ein Shiraz.

Spa­ghetti Vongole:

Zu die­sem typisch medi­ter­ra­nen Gericht pas­sen sar­di­scher Ver­men­tino und Ver­dic­chio aus den Mar­ken her­vor­ra­gend, ein guter pro­vença­li­scher Rosé ist perfekt.

Brio­che:

Die­ses Hefe­ge­bäck aus Eiern, But­ter und Mehl schei­nen fran­zö­si­sche Köche nur zu dem Zweck erfun­den zu haben, um damit den Geschmack des Cham­pa­gners zu heben.

San Daniele-Schinken:

Die­ses Rauch­fleisch ist mit Pro­secco ein herr­li­ches Duo – aber Cava und spa­ni­scher Serrano-Schinken bil­den ein min­des­tens ebenso gutes Paar.

Tipps & Tricks: Grappa und Zigarette

Tagliatelle

Auch Rau­cher kön­nen Wein genie­ßen. Nur geht bei­des nicht zusam­men: Niko­tin und Wein. Niko­tin sti­mu­liert die Papil­len so stark, dass sie noch min­des­tens 15 Minu­ten nach dem letz­ten Zug aus der Ziga­rette wie betäubt sind. Ähnlich ist es mit einem Espresso oder Kaf­fee. Die Fein­hei­ten eines Weins zu erschme­cken ist nach Koffein-Genuß ebenso unmög­lich wie nach einem scharf gewürz­ten mexi­ka­ni­schen Essen. Die ein­zi­gen Weine, die sich nach Kaf­fee, Ziga­rette, Zigarre oder sons­ti­gen Rauch­wa­ren dem Gau­men nicht ver­schlie­ßen, sind alko­hol­ver­stärkte, süße Weine: Port­wein, Madeira, Mar­sala oder ein Oloroso-Sherry. Sie machen die Zunge wie­der frisch. Holz­ge­la­ger­ter Grappa, Cal­va­dos und Cognac pas­sen sogar per­fekt zu einem »big smoke«.