Selection

Gesetz­lich nicht gere­gelte, daher wenig aussa­ge­kräf­tige Quali­fi­zie­rung für einen Wein höherer Qualität. Norma­ler­weise hat die Bezeich­nung Selec­tion nur wein­gut­in­terne Bedeu­tung. Ledig­lich in Deutsch­land ist der Begriff seit dem Jahr­gang 2000 genau gere­gelt. Er steht für (geschmack­lich) trockene Weine der Spit­zen­klasse, deren Trauben von ausge­wählt guten Lagen stammen und von Hand gelesen wurden. Sie dürfen erst ab dem 1. September des auf die Lese folgenden Jahres abge­füllt werden. Der Rest­zu­ckergehalt darf höchs­tens doppelt so hoch sein wie die Säure. Der Alko­hol­ge­halt muss mind. 12,2 Vol. % betragen. Das bedeutet: Der Wein entspricht in der deut­schen Prädi­kats­hier­ar­chie einer Auslese. Außerdem müssen die Lagen als »Selections-Weinberge« bei den Wein­bau­be­hörden ange­meldet sein. Die dortigen Trau­ben­er­träge dürfen die Marke von 60 Hekto­liter pro Hektar nicht über­schreiten. Die Verwen­dung der Bezeich­nung Selec­tion auf dem Etikett ist frei­willig.