Saar

Neben­fluss der Mosel, der mit seinen Ufers­teil­lagen und seinen Seiten­tä­lern Teil des Anbau­ge­biets Mosel-Saar-Ruwer ist. Auf insge­samt 800 ha Rebfläche, die haupt­säch­lich aus Schie­fer­böden bestehen, wird v. a. Ries­ling und (an der unteren Saar) ein wenig Elbling ange­baut, der über­wie­gend zu Sekt verar­beitet wird. Durch die kühlen Tempe­ra­turen, die Früh­fröste und die steilen Lagen ist die Saar eines der extremsten Wein­an­bau­ge­biete Europas. Der Saar-Riesling hat einen nied­rigen Alko­hol­ge­halt, eine sehr hohe, stah­lige Säure und wird deshalb oft mit Rest­süße ausge­baut. In seinen besten Quali­täten ist er fein­blumig, zart und lang­lebig. Eine Spezia­lität der Saar sind die Eisweine, für die das Anbau­ge­biet aufgrund der häufigen Früh­fröste prädes­ti­niert ist. Die auch inter­na­tional bekann­testen Erzeuger sind vom Hövel, Reichs­graf von Kessel­statt, Egon Müller (Scharz­hof­berg), von Othe­graven, Schloss Saarstein, van Volxem, Zilliken (Forst­meister Geltz).