Brunello di Montalcino

Berühm­ter ita­lie­ni­scher Rot­wein mit DOCG-Sta­tus, der auf unge­fähr 1500 ha um den Ort Mon­tal­cino in der süd­li­chen Tos­kana wächst. Er ist voll­mun­dig mit Noten von Brom­bee­ren, Bal­drian, Leder und Teer, besitzt ein kräf­ti­ges Tan­nin, eine eher mode­rate Säure und ver­fei­nert sich je nach Jahr­gang zwi­schen 10 und 20 Jahre auf der Fla­sche. Er wird rein­sor­tig aus der San­giovese-Traube gewon­nen (die lokal Bru­n­ello heißt), die auf den stei­ni­gen Galestro- und Albe­rese-Böden her­vor­ra­gend reift. Der Wein muss mind. 30 Monate im Holz­fass rei­fen und darf erst nach 4 Jah­ren frei­ge­ge­ben wer­den (Riserva: 5 Jahre). In gro­ßen Jah­ren erweist er sich als rela­tiv lang­le­big, in klei­nen dage­gen kann er schon gleich nach der Frei­gabe getrun­ken wer­den. Die Ent­ste­hung des Bru­n­ello geht auf Fer­ruc­cio Biondi Santi zurück, der bereits im 19. Jahr­hun­dert die bes­ten Sangiovese-Reben sei­nes Wein­bergs ver­mehrte, um einen edlen, lang­le­bi­gen Wein zu erzeu­gen. Lange Jahre hin­durch blieb Biondi Santi der ein­zige Brunello-Erzeuger. Erst in den 1970er Jah­ren wurde das Anbau­ge­biet von Inves­to­ren und Quer­ein­stei­gern ent­deckt. Heute gibt es über 120 Abfül­ler die­ses Weins. Als zwei­ten Wein erzeu­gen sie den Rosso di Mon­tal­cino. Sehr gute Erzeu­ger sind Siro Pacenti, Ciacci Pic­co­lo­mini, Case Basse, Cas­tello Banfi, La Poderina.