Weinbauregionen

Douro

Das Anbau­ge­biet des Port­weins liegt rund 100 Kilo­meter östlich von Porto am Ober­lauf des Douro-Flusses. Zentrum der Wein­pro­duk­tion ist Pinhao. Die Wein­ter­rassen ziehen sich weit ins Hinter­land hinein. Sie liegen auf verwit­terten Schie­fer­böden, die imstande sind, Feuch­tig­keit zu spei­chern, so daß die Reben die lange sommer­liche Trocken­heit über­stehen können. Wenig bekannt ist, daß die Hälfte der Wein­pro­duk­tion vom Douro auf nicht-gespritete Rotweine entfällt. Der berühm­teste ist der Barca Velha aus dem Port­wein­haus Ferreira. Er gilt zu Recht als Portu­gals bester Rotwein. Die Weiß­weine haben eine ange­nehme Säure und Aromen von reifen und tropi­schen Früchten. Das Douro-Tal gilt als das älteste gesetz­lich fest­ge­legte Wein­an­bau­ge­biet der Welt. Zum Schutz des Port­weins wurden seine Grenzen bereits 1756 defi­niert.

Terrassenlandschaft am DouroBairrada

Das Anbau­ge­biet um die Stadt Águeda war bis vor 200 Jahren welt­be­rühmt, weil es seine Rotweine zu Port­weinen aufspri­tete und als solche verkaufte. Als eigen­stän­dige Region wurde Bair­rada erst nach dem Zweiten Welt­krieg wieder bekannt, und zwar durch mäch­tige, tann­in­starke und lang­le­bige Rotweine aus der dick­scha­ligen Baga-Traube. Sie bilden die Basis für zahl­reiche Garrafeira-Weinverschnitte großer Handels­häuser. Aus Bair­rada kommt auch eine kleine Menge eines robusten, säure­be­tonten Weiß­weins aus Bical-Trauben. Außerdem ist die Region für ihre durch Flaschen­gä­rung erzeugten Schaum­weine bekannt, die Espu­mantes de Bair­rada.

 

Dão

Im Aufstieg begrif­fene Region nord­öst­lich von Lissabon, aus der einige der besten und teuersten Rotweine Portu­gals stammen. Seinen Namen verdankt das Gebiet mit der Haupt­stadt Viseu dem Fluß Dão. Seine körper­rei­chen, frucht­be­tonten Rotweine mit hohem Alte­rungs­po­ten­tial werden vor allem aus einhei­mi­schen Rebsorten wie Touriga Nacional, Tinta Roriz, Batardo und Jaen erzeugt.

Carcavelos

Winziges Anbau­ge­biet vor den Toren von Lissabon, das von dem Badeort Estoril nahezu aufge­fressen worden ist. Der gleich­na­mige süße, aufge­spri­tete Dessert­wein aus weißen Trauben wurde vor 150 Jahren gern in England getrunken.

Bucelas:

Winziges Anbau­ge­biet nörd­lich von Lissabon mit einem hoch­ge­lobten, aber recht einfa­chen Weiß­wein aus Arinto-Trauben.

Ribatejo:

Großes Anbau­ge­biet im Hinter­land von Lissabon, aus dem viele Massen­weine kommen, aber auch einige bemer­kens­werte rote Ribatejo-Gewächse.

Colares:

Kleines, nur etwa 350 Hektar großes Anbau­ge­biet an der Atlan­tik­küste. Seine Spezia­lität ist ein dicker, fast schwarzer, in Portugal selbst sehr gesuchter Rotwein aus unver­edelten Ramisco-Trauben, die im Dünen­sand west­lich von Lissabon wachsen.