Weinregionen Wachau, Kremstal, Traisental

Wachau

Kleines, nur 1400 Hektar umfas­sendes, aber promi­nentes Wein­an­bau­ge­biet an der Donau zwischen Melk und Krems, zugleich eine der faszi­nie­rendsten Wein­land­schaften der Welt. Die Wachau ist charak­te­ri­siert durch kleine, sich teil­weise steil über­ein­ander türmende Terras­sen­wein­gärten, in denen auf verwit­tertem Urge­stein Grüne Velt­liner und Ries­linge von Welt­klasse wachsen.

Wachau

Durch die Öffnung des Donau­tals nach Osten liegt die Wachau im Einfluß­be­reich warmen panno­ni­schen Klimas, was dazu führt, daß die Trauben in der Regel voll ausreifen können und teil­weise monu­men­tale Weine mit über 14 Vol.% Alkohol ergeben. Zugleich strömt kühle Luft durch die Seiten­täler des Wald­vier­tels herein und sorgt dafür, daß die Säure erhalten bleibt. 1993 haben sich die Wach­auer Winzer zum Winzer­ver­band „Vinea Wachau“ zusam­men­ge­schlossen und sich mit strengen Richt­li­nien und einem eigenen Bezeich­nungs­wesen profi­liert. So werden die Quali­täts­weine je nach Most­ge­wicht und Typus in die Kate­go­rien Stein­feder, Feder­spiel und Smaragd einge­ordnet. Letz­tere bilden mit ihren exoti­schen Frucht­noten und den Honig­tönen die Spitze der Quali­täts­hier­ar­chie. Jedoch können nicht in allen Jahren Smaragde einge­bracht werden. Um derart hohe Most­ge­wichte zu erhalten, muß in den meisten Jahren wenigs­tens ein Teil der Trauben von der Edel­fäule befallen sein. Neben Ries­ling und Grünem Velt­liner werden kleine Mengen Neuburger, Sauvi­gnon und Gelber Muska­teller ange­baut.

Weine der RegionKremstal

Die Wachau geht flie­ßend in das Anbau­ge­biet Kremstal über. Die Rebflä­chen befinden sich in und um die gleich­na­mige Stadt an der Donau und erstre­cken sich bis tief ins Hinter­land – sowohl nach Norden als auch nach Süden. Insge­samt sind über 2200 Hektar mit Reben bestockt. Dort wachsen duftige und gleich­zeitig gehalt­volle Grüne Velt­liner und Ries­linge, die teils auf quarz­hal­tigem Urge­stein (um Krems), teils auf schwerem Löß stehen, und in ihren besten Quali­täten denen der Wachau in nichts nach­stehen. Verein­zelt wird auch noch der Rote Velt­liner kulti­viert.

Traisental

Kleines, altes Weiß­wein­an­bau­ge­biet zwischen der nieder­ös­ter­rei­chi­schen Landes­haupt­stadt St. Pölten und dem Dorf Traisen an der Donau. Auf knapp 700 Hektar stehen vor allem Grüner Velt­liner und Ries­ling, in klei­neren Mengen auch Weiß­bur­gunder, Grau­bur­gunder und Char­donnay. Erzeugt werden aroma­ti­sche Weine mit knackiger Frucht und rassiger Säure.