Weinregionen New South Wales, Victoria

Rückzug in die kühlen Anbaugebiete

Aus den Bundes­staaten New South Wales und Victoria mit ihren Haupt­städten Sydney und Melbourne kommt viel Massen­ware, aber auch viel feiner Wein von meist kleinen, quali­täts­be­wußt arbei­tenden Winerys. Vor allem in Victoria gibt es zahl­reiche Unter­zonen mit unter­schied­li­chen Böden und Klimata, die nur Fach­leute kennen.

Hunter Valley

Rotweine aus Hunter Valley

Warmes, teil­weise subtro­pi­sches Anbau­ge­biet mit einem breiten Sorti­ment von Weinen. Schwer­punkt: Sémillon und Char­donnay bei den weißen und Shiraz bei den roten Weinen. Letz­tere gedeihen auf dem roten Lehm, der den unteren Teil des Hunter Valley (bei Chess­nock) prägt, am besten, während die Weiß­weine in der Regel auf den Schwemm­land­böden im oberen Hunter Valley (bei Denman) ihre besten Ergeb­nisse bringen. Die Hunter-Weine sind tradi­tio­nell schwer, alko­hol­reich und von den Aromen reifer Früchte geprägt. Durch den Trend zu frischeren, säure­be­ton­teren Weinen hat das Tal seine Stel­lung als führendes Wein­an­bau­ge­biet Austra­liens verloren. Heute ist Hunter Valley, bedingt durch die Nähe zu Sydney (170 Kilo­meter), zu einem Naherho­lungs­ge­biet mit Golf­plätzen, Pfer­de­gat­tern und Luxus­ho­tels geworden.

Mudgee

Warmes Anbau­ge­biet im austra­li­schen Bundes­staat New South Wales, gelegen am west­li­chen Fuße der Blue Moun­tains um das Städt­chen Mudgee. Die Rebfläche ist in den letzten 20 Jahren dank der großen Land­re­serven (und der Möglich­keit, die Wein­berge bis in 600 Meter Höhe an den Hängen der Blue Moun­tains anzu­legen) von 700 auf 4500 Hektar gestiegen. Ange­baut werden vor allem Shiraz, Cabernet Sauvi­gnon, Char­donnay und Sémillon. Der größte Teil der Trauben wird von großen Kelle­reien außer­halb der Zone ange­kauft.

Orange

Relativ junges Anbau­ge­biet im austra­li­schen Bundes­staat New South Wales, das auf der West­seite der Blue Moun­tains liegt. Die Wein­berge ziehen sich bis in über 900 Meter Höhe, die extremen ther­mi­schen Unter­schiede zwischen Tag und Nacht ausge­setzt sind und teil­weise erst im Mai gelesen werden können.

Tasmaniens Weißweine mit frischen AromenTumbarumba

Neues Wein­an­bau­ge­biet in Austra­lien, das sich bis auf eine Höhe von etwa 800 Meter in der Skire­gion Snowy Moun­tains hinzieht. Seit 1982 dort die ersten Reben gepflanzt wurden, gehören die Trauben dieses Anbau­ge­biets zu den gesuch­testen Austra­liens. Char­donnay und Pinot Noir sind die wich­tigsten Sorten. Sie werden an die Schaum­wein­in­dus­trie verkauft.

Riverina

Größtes Wein­an­bau­ge­biet in New South Wales. Die Reben wachsen im feucht-heißen Binnen­land zwischen dem Murrim­bidgee und dem Lachlan River auf sandigem Schwemm­land, das ganz­jährig beregnet werden muss. Ange­baut werden nahezu alle markt­gän­gigen Sorten. Fast die gesamte Produk­tion wird an große Kelle­reien außer­halb der Zone verkauft und nur ein geringer Teil im Anbau­ge­biet verar­beitet. Darunter sind einige Sémil­lons mit natür­li­cher Botrytis, die zu den besten edel­süßen Weinen Austra­liens gehören.

Yarra Valley

In den 1970er Jahren galt das Yarra Valley wegen seines mode­raten Klimas als Anzie­hungs­punkt für Wein­ma­cher, die Char­don­nays und Pinot Noirs im fran­zö­si­schen Burgun­der­stil produ­zieren wollten. Noch heute kommen einige ausge­zeich­nete Weine dieser Sorten aus dem Tal. Inzwi­schen konzen­triert sich das Inter­esse mehr auf Cool-Climate-Shiraz und Cabernet Sauvi­gnons, Gegen­stücke zu den schweren, üppigen Roten aus Süd-Australien.