Der Poggio al Moro duftet nach Veilchen, schwarzen Johannisbeeren, Lakritze und Tabak, am Gaumen ist er fruchtig und weich. Weine mit so viel Ausdruck gibt es nicht oft in Italien, und wenn, dann kosten sie gleich so viel wie ein Brunello. Nicht so dieser Wein. Sein Preis liegt deutlich unter 20 Euro. Und was heißt einfach? [...] mehr...
Brunello di Montalcino

Die Winzer von Montalcino haben gesprochen: 69 Prozent sind dagegen, dass das Statut des Rosso di Montalcino geändert wird. Auch der Zweitwein der Brunello-Weingüter muss reinsortig aus Sangiovese-Trauben gekeltert sein – ohne Merlot & Co. Das ist das Ergebnis einer hochgradig emotionalen Debatte der letzten Woche. Jens Priewe bezweifelt, dass es eine kluge Entscheidung war. mehr...

reich, üppig, kompakt, mit sehnigem Tannin, das den Wein zusammenhält, große Aromentiefe, lange Lebensdauer, aber schon antrinkbar mehr...

in der Nase Noten von Teer, Gewürznelken, Veilchen und Brombeer, am Gaumen seidig mit fein verschmolzenem Tannin: eleganter, klassischer Brunello mehr...

schon offener, herzhafter, aber etwas magerer Wein, ohne Fehl und Tadel, aber auch ohne große Höhepunkte mehr...

Ein bizarrer Streit hält die Familie Biondi Santi, die „Erfinder“ des Brunello di Montalcino, seit über zehn Jahren in Atem. Erst der Vater gegen den Sohn, jetzt Vater und Sohn gegen einen reichen Industriellen, der sich des Namens Biondi Santi für seinen eigenen Wein bemächtigen will. Und das in einer Situation, in der es in Montalcino drunter und drüber geht. Von Jens Priewe mehr...

Ausdrucksvoller, aber nicht sonderlich anspruchsvoller Wein, rubinbrot in der Farbe mit leicht aufgehelltem Rand, Aroma von Waldfrüchten und Wachholder, dazu ein Hauch von Leder und Teer, moderates Tannin, insgesamt locker gewoben: ein Wein, den jetzt zu trinken Spaß macht, der aber zum langen Altern nicht geeignet ist. mehr...

Das Image des Brunello di Montalcino lässt sich in drei Worten zusammenfassen: teuer, exklusiv, flatterhaft. Seit zwei Jahren entspricht es nicht mehr ganz der Realtät. Teuer ist weitgehend vorbei. Exklusiv damit automatisch auch. Flatterhaft ist die Qualität vieler Weine zwar immer noch. Aber es gibt auch immer mehr begeisternde, authentische Brunello. Einer kommt aus dem wenig bekannten Gut San Filippo.Von Jens Priewe mehr...


