Weinkenner-Newsletter vom 29.09.2011

Liebe Wein­freunde,

Ber­tolt Brecht fragte sei­ner­zeit: „Was ist ein Ein­bruch in eine Bank gegen die Grün­dung einer Bank?“ Heute könnte man fra­gen: Was ist ein Bank­raub gegen orga­ni­sier­ten Traubenklau?

Sie haben wahr­schein­lich in der Presse gele­sen, dass ein Unbe­kann­ter den bes­ten Spätburgunder-Weinberg des Dei­des­hei­mer Top-Weinguts von Win­ning (ver­mut­lich) nachts mit einem Voll­ern­ter abge­ern­tet hat. Zurück blie­ben nur nackte Trau­ben­stän­gel ohne Bee­ren. Wenn man den Wert des Weins, der von Win­ning nun fehlt, zugrunde legt, beträgt der Scha­den knapp 100 000 Euro. Das ist weit mehr, als Bank­räu­bern heute in die Hände fällt. Wenn man Ste­phan Att­mann, dem Geschäfts­füh­rer des Wein­guts, zuhört, dann ist der Trau­ben­dieb so geschickt vor­ge­gan­gen, dass der Klau erst spät ent­deckt wer­den konnte. Orga­ni­sierte Kri­mi­na­li­tät? Dann müss­ten jetzt auch die Wein­berge von Security-Leuten geschützt wer­den. Der Ries­ling hängt schließ­lich noch.

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Ihr Jens Priewe

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