Weinkenner-Newsletter vom 23.02.2012
Liebe Weinfreunde,
gestern musste ich mich von einem Wirtschaftsexperten einer renommierten Tageszeitung belehren lassen, dass der Handelsbilanzüberschuss Deutschlands viel gefährlicher für den Euro sei als die Griechenlandkrise.
Soll man dem Mann glauben? Bis gestern war ich auch der festen Überzeugung, dass Fast Food ungesund ist. Ein Fachmann im Fernsehen belehrte mich jedoch, dass durch Pizza, Burger, Döner noch niemand krank geworden sei. Wieder so eine komische Behauptung.
Heute konfrontierte mich ein amerikanischer Biologieprofessor im Radio mit der Erkenntnis, dass Fische intelligenter als Menschen sind. Und ein renommierter Psychologe erschreckte mich mit der Behauptung, in jedem Menschen stecke ein potenzieller Mörder.
Manchmal möchte ich tatsächlich all diese Experten umbringen. Aber dann las ich, dass ich selber einer bin. Ich würde mein „Herrschaftswissen anderen zum Fraß vorwerfen”, postete ein wütender Blogger.
Also Vorsicht! Der Expertenterror bei weinkenner.de geht nämlich weiter. Dies sind unsere neuen Themen:
- Bei Aldi Süd steht der 2009 Spätburgunder der Edition Fritz Keller für 5,99 Euro im Regal. Ich fand ihn gut. Aber ist er wirklich ein Schnäppchen?
- Dom Pérignon hat auch im heißen Jahr 2003 einen Champagner abgefüllt. War das klug? Wer Jahrgangsunterschiede akzeptiert, sollte die Entscheidung schlucken, meine ich.
- Nach dem neuen VDP-Beschluss wird es in Deutschland künftig keine trockenen Kabinettweine mehr geben. Eine Katastrophe? Längst überfällig, so meine Meinung.
Schauen Sie doch mal wieder bei uns rein. Wir freuen uns über jeden Besuch.
Herzlichst,
Ihr Jens Priewe


