Weinkenner-Newsletter vom 13.10.2011

Liebe Wein­freunde,

wir leben in turbu­lenten Zeiten. In Amerika protes­tieren Bürger erst­mals gegen die Millio­näre. In Deutsch­land entwi­ckelt der Staat Trojaner und bringt sie in Umlauf. Die Türkei ist mitt­ler­weile wirt­schaft­lich so stark, dass sie mitleidig auf die EU herab­schauen kann. Und während überall auf der Welt den Staaten das Geld ausgeht und Banken sich aus Miss­trauen unter­ein­ander kaum noch Kredite geben, werden auf der Herbst­ver­stei­ge­rung des VDP für eine 1999er Scharz­hof­berger Trocken­bee­ren­aus­lese 2.913,12 Euro gezahlt – die halbe Flasche. Nicht nur Bordeaux setzt beim Wein Rekorde. Hätten Sie das vor zwei Jahren gedacht?

Auch in der Natur tun sich selt­same Dinge. Die Reben verstehen das Wetter nicht mehr, behauptet der fran­zö­si­sche Star-Önologe Stéphane Dere­non­court. Sie halten den Früh­ling für den Sommer und lassen ihre Früchte in einer Art Torschluss­panik viel zu früh reifen. Klingt nicht danach, als sei Wein der beste Beweis dafür, dass Gott uns liebt und glück­lich sehen möchte, wie Benjamin Fran­klin behaup­tete. Aber viel­leicht wollte er nur den Bordeaux-Trinkern einen Dämpfer versetzen.

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Ihr Jens Priewe