Im Labyrinth des Weins: die Qualitätsstufen

Wein ist nicht Wein. Es gibt gute und weniger gute Weine, teure und preis­werte, aus einer Rebsorte gekel­terte und aus mehreren kompo­nierte. Das Etikett gibt darüber nur wenig Auskunft.

Ob in der Raum­fahrt, im Auto­mo­bil­sport oder im Wett­ge­schäft auf https://www.casinoerfahrungen.org/– es geht, wenn man sich mitein­ander vernünftig verstän­digen will, immer um Begriff­lich­keiten. Das gilt auch für den Wein. Salopp gesagt: Wein ist nicht Wein. Was die Qualität, den Preis, die Herkunft angeht, gibt es riesige Unter­schiede – ganz zu schweigen von den verschie­denen Rebsorten, aus denen Weine gekel­tert sein können.

Das Etikett gibt wenig Auskunft

Am Etikett sind die Unter­schiede nicht oder nur bedingt abzu­lesen. Manchmal steht die Rebsorte auf dem Etikett, manchmal nicht. Die Qualität ist nur schwer am Etikett zu erkennen. Die Bezeich­nung „Quali­täts­wein“ auf dem Etikett sugge­riert zwar einen quali­tativ guten Wein. Aber oft genug ist ist die Qualität in der Flasche ziem­lich ziem­lich bescheiden. Tafel­weine und Land­weine stellen zwar die unterste Kate­gorie der gesetz­li­chen Quali­täts­py­ra­mide dar. Aber mancher dieser Weine ist quali­tativ besser als ein Quali­täts­wein.

Landweine und Tafelweine gibt es offiziell nicht mehr

Ausserdem sind die Bezeich­nungen „Tafel­wein“ und „Land­wein“ inzwi­schen von den Etiketten verschwunden. Seit 2009 wurde nämlich das Bezeich­nungs­recht für Weine euro­pa­weit geän­dert. Unter­halb der Quali­täts­weine gibt es jetzt nur noch Weine ohne Herkunfts­an­gabe und Weine mit Herkunfts­an­gabe.

Die Weine ohne Herkunfts­an­gebe entspre­chen weit­ge­hend den früheren Tafel­weinen. Bei ihnen steht nur das Land, aus dem die Trauben kommen, auf dem Etikett: Also „Deut­scher Wein“ oder „Spani­scher Rotwein“ oder „Fran­zö­si­scher Weiss­wein“. Bei länder-bergreifenden Verschnitten heisst es einfach „Euro­päi­scher Gemein­schafts­wein“. Für diese Weine gelten nur lockere Vorschriften. Sie dürfen nicht mehr als 12 Vol.% Alkohol enthalten und aus allen mögli­chen Trauben gewonnen sein.

Die ehema­ligen Land­weine und Quali­täts­weine gehören in die Gruppe der Weine mit Herkunfts­an­gabe. Bei den Land­weinen sind die Grenzen des Anbau­ge­biets weiter, bei den Quali­täts­weinen enger gezogen. Auf den Etiketten der Land­weine steht jetzt eine geschützte geogra­fi­sche Angabe (g.g.A.) wie „Rhein“ oder „Neckar“ oder, wenn sie aus Südfrank­reich kommen, „Pays d’Oc“ – also grosse Bereiche.

Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete gibt es noch

Von diesen Weinen unter­schieden werden die Gewächse mit geschützter Ursprungs­be­zeich­nung (g.U.), also die Quali­täts­weine bestimmter Anbau­ge­biete. Sie werden in Deutsch­land QbA abge­kürzt, in Frank­reich AOC, in Spanien DO, in Italien DOC. Für diese Weine gelten strenge Vorschriften hinsicht­lich Rebsorte(n), Alko­hol­ge­halt, Hekt­ar­höchs­ter­träge und natür­lich die Herkunft. Sie wird mehr oder minder eng einge­grenzt: Hessi­sche Berg­strasse bezie­hungs­weise Saale-Unstrut in Deutsch­land, in Italien zum Beispiel Brunello di Montal­cino, in Spanien Prio­rato, in Frank­reich Pomerol. Auch Rebsorte(n) ist/sind genau vorge­schrieben. Im Fall eines Pomerol weiss ein kundiger Konsu­ment nicht nur, dass der Wein vom rechten Ufer der Gironde kommt, sondern auch, dass er aus Merlot-Trauben gewonnen wurde – wenn er sich auskennt.

Ein wenig verwir­rend ist die ganze Neuord­nung schon, zumal die jewei­ligen Kate­go­rien implizit auch Quali­täts­ver­spre­chen enthalten: ein g.U.- Quali­täts­wein sollte theo­re­tisch besser sein als ein g.g.A.-Wein, und dieser besser als ein Wein ohne Herkunfts­an­gabe. Tatsäch­lich gilt diese Glei­chung keines­falls immer, wie vorher auch nicht. Das bedeutet: Der Wein­trinker weiss viel­leicht, wo die Trauben für einen Wein herkommen. Aber ob der Wein gut ist, muss er selbst erschme­cken.

 

 

 

 

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