Investitionsratgeber für Winzer – das sollten Sie wissen

Für viele ist der Beruf des Winzers ein Traum. Doch um in die Selbst­stän­dig­keit zu starten oder darin zu bestehen, muss man unter­neh­me­risch denken und an den rich­tigen Stellen inves­tieren. An welchen Stell­schrauben muss man drehen, um einen Gewinn zu erzielen und dennoch die gewünschte Qualität zu produ­zieren?

In der Regel hat ein Winzer nur eine vergleichs­weise kleine Fläche zur Verfü­gung, um einen eigenen Betrieb zu gründen. In vielen Fällen steht wenig Land zur Verfü­gung und pro Jahr lassen sich nur wenige hundert Flaschen abfüllen. Bei den verschie­denen Produk­ti­ons­schritten sind viele junge Winzer noch auf die Hilfe der Kollegen aus der Branche ange­wiesen, da sie selbst einfach nicht über die notwen­digen Gerät­schaften verfügen. Häufig reichen die ersten Jahre der beruf­li­chen Tätig­keit noch nicht zum finan­zi­ellen Gewinn.

So ist es notwendig, den Weinbau eher als neben­be­ruf­liche Tätig­keit zu betrachten. Die erste und wich­tige Inves­ti­tion bezieht sich deshalb auf den Ankauf neuer Anbau­flä­chen. Denn selbst im geho­benen Segment ist es dieser Tage nur mit größeren Flächen möglich, über­haupt konkur­renz­fähig zu bleiben. Wurde die Fläche des eigenen Wein­guts erst einmal ausge­baut, so verbes­sert sich in der Regel auch die Aussicht auf attrak­tive Gewinne, die sich damit erwirt­schaften lassen. Erst in einem nächsten Schritt sollten dann weitere Pressen und Pumpen ange­schafft werden, um nicht immer auf die Hilfe anderer Winzer ange­wiesen zu sein.

Investitionen günstig vollziehen

Weiterhin gibt es einige Möglich­keiten, um die finan­zi­elle Last auf den eigenen Betrieb so niedrig wie möglich zu halten. Ein Schlüssel dazu sind die aktu­ellen Nied­rig­zinsen, die sich beson­ders anbieten, um an Inves­ti­tionen zu denken. Viele Kredit­an­bieter liefern sich aktuell einen Konkur­renz­kampf, den auch junge Winzer nutzen können, um vergleichs­weise günstig an Kapital zu kommen. Das Kredit­ver­gleich­sportal smava bietet beispiels­weise die Gele­gen­heit für einen umfas­senden Über­blick über den aktu­ellen Kredit­markt.

Denn da unter­neh­me­ri­sche Inves­ti­tionen nicht selten in die fünf­stel­lige Höhe reichen, ist es beson­ders wichtig, die anfal­lenden Raten gering zu halten. Um als Winzer bei Inves­ti­tionen lang­fris­tiger zu planen, lohnt sich zudem die Klausel der Zins­bin­dung. Sie dient als Instru­ment, um den aktuell güns­tigen ange­bo­tenen Zins­satz einfrieren zu lassen. Die Banken haben über den fest­ge­setzten Zeit­raum nicht die Möglich­keit, den Zins zu erhöhen, wodurch junge Unter­nehmer wiederum Planungs­si­cher­heit erhalten.

Abschreibungen nutzen

Selbst wer nicht über weit­rei­chende unter­neh­me­ri­sche Kennt­nisse verfügt, kennt vermut­lich den Prozess der Abschrei­bung. Wer als Winzer die passenden Inves­ti­tionen zur rich­tigen Zeit tätigt, kann dadurch die eigene Steu­er­last etwas redu­zieren. Dies ist vor allem in den Anfangs­jahren von großer Bedeu­tung, um auf dem hart umkämpften Markt Fuß fassen zu können. Der gesamte Kauf­preis wich­tiger Gerät­schaften oder neuer Flächen lässt sich aber nicht im selben Jahr als Betriebs­aus­gabe geltend machen. Statt­dessen teilt sich diese Ausgabe über all die Jahre des Einsatzes auf.

Es ist also nicht möglich, hier zu einer pauschalen Aussage zu kommen. Wer also die entspre­chenden Belege gut aufbe­wahrt, kann am Ende des Jahres einen größeren Anteil der eigenen Gewinne behalten und damit wieder neu in den Betrieb inves­tieren. Unter Umständen lohnt sich selbst die Hilfe eines Steu­er­be­ra­ters, damit die junge Selbst­stän­dig­keit als Winzer nicht zu sehr unter der Steu­er­last leidet. Ein guter Winzer muss also nicht nur in seinem Fach über die notwen­digen Kennt­nisse verfügen. Das Führen eines Betriebs bietet jede Menge wirt­schaft­liche Chancen, voraus­ge­setzt man denkt und plant stets auch aus der Sicht des Unter­neh­mers heraus.

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