Weinglas

Alte Frage, neue Antworten: Welchen Wein zu welchem Essen servieren?

Wein gehört zum Essen und Essen zum Wein. Von den unzäh­ligen Möglich­keiten, beides mitein­ander zu kombi­nieren, gibt es einige, die sich beson­ders gut bewährt haben, und andere, die sich ausschließen. (Bild­nach­weis Teaser­foto: pixabay.com ©jarmoluk (CC0 1.0))

Ein Galad­inner, das Weih­nachts­essen vor der Besche­rung im Kreis der Familie oder das Speisen mit Freunden im heimi­schen Esszimmer erfor­dern bereits beim Koch­vor­gang Präzi­sion. Schließ­lich will der Gast­geber, dass alles passt und seine Gäste ihn bald wieder mit ihrer Anwe­sen­heit beehren. Er zaubert ein Mehr-Gänge-Menü, richtet Raum und Tisch liebe­voll her, sorgt so für das passende Ambi­ente und verschafft dem Abend mit stil­voller musi­ka­li­scher Beglei­tung das gewisse Etwas. Damit das Menü einen ihm gerechten Abschluss erhält, sucht der Gast­geber ein Fach­ge­schäft für Wein auf. Vor dem Regal stehend, erblickt er unzäh­lige Weine verschie­dener Länder und Geschmacks­noten. Wer sich bislang nicht mit Wein­kunde ausein­an­der­ge­setzt hat, vertraut den Etiketten und den zusätz­li­chen Infor­ma­tionen des Marktes zum Charakter des Weins.

Wein Basics sind wichtig

Häufig stellen die Gast­geber nach dem Kauf fest, dass sich der Wein für das jewei­lige Gericht über­haupt nicht eignete oder nicht dem eigenen bzw. dem Geschmack der Gäste entsprach. Eine Situa­tion, die es zu umgehen gilt. Doch vor der Abstim­mung des Weins auf das Gericht sind einige Basics nötig. Nicht jeder Rotwein verbes­sert mit dem Alter seine Qualität. Billig­weine aus dem Super­markt stei­gern ihren Wert auch nach vielen Jahren nicht (Ausnahmen bestä­tigen die Regel). Früher glaubten die Menschen, die „Kirchen­fenster“, die beim Schwenken des Weins an den Wandungen des Glases entstehen, stünden für Qualität. Dem ist nicht so, denn die „Kirchen­fenster“ sind nichts anderes als Glyzerin. Glycerin ist ein Alko­hol­ne­ben­pro­dukt, das den Wein dick­flüs­siger, aber nicht besser macht. Er ist mithin kein Quali­täts­merkmal. Weiterhin: Mit dem Alter verän­dern sich die Pigmente der Weine. Rotweine verrin­gern ihre Farb­in­ten­sität, Weiß­weine tendieren mit dem Alter ins Gold­gelbe. Diese Merk­male gilt es beim Wein­kauf zu beachten.

Weinprobe verschenken

Wer sich noch nicht sicher ist, welche Art von Wein er bevor­zugt, dem kann eine Wein­de­gus­ta­tion empfohlen werden. Im Rahmen einer solchen Verkos­tung lernen die Teil­nehmer viel Wissens­wertes zu den verschie­denen Rebsorten und Wein­typen. Wein­proben können in der Regel beim Winzer des Vertrauens absol­viert werden. Wer die Teil­nahme an einer solchen Veran­stal­tung verschenken möchte, kann auch einen Gutschein erwerben. Auch im Internet finden sich diverse Anbieter, bei denen man ein solches Erlebnis buchen kann. Natür­lich finden sich auch viele weitere erleb­nis­reiche Weih­nachts­ge­schenke von mydays im umfang­rei­chen Gutschein-Sortiment.

Dieser Wein passt hervorragend zu Fischgerichten

Bei der Auswahl des Weins zu einem Fisch­ge­richt gibt es einige Dinge zu beachten. Diese beginnen bei der Frage nach der Art des Fisches. Einige Fisch­arten haben einen inten­siven Geschmack, wohin­gegen andere den sensi­blen Gaumen über­zeugen. Außerdem kommt es auf die Art der Zube­rei­tung des Fisches an. Zu gebra­tenen Fisch­sorten kombi­niert der Koch im besten Fall einen kräf­tigen Wein. Doch hierbei sind Rotweine außer Acht zu lassen. Aufgrund des Tannin-Gehalts im Wein in Verbin­dung mit dem Eiweiß im Fisch schmeckt die Kombi­na­tion aus Rotwein und Fisch eher nicht. Hier ist ein guter Weiß­wein ange­sagt.

Beispiele für Weine zu Fisch­ge­richten:

•    Ries­ling
•    Weiß­bur­gunder
•    Spät­bur­gunder
•    Grau­bur­gunder
•    Char­donnay

Auch ein zarter Roséwein ist zu empfehlen. Er passt hervor­ra­gend zu Lachs und Krus­ten­tieren. Von lieb­li­chen Rosé-Weinen ist abzu­raten. Man kann sogar Rotwein zu Fisch servieren – aller­dings nur leichte, tanninarme Rote. Versierte Köche benutzen für ihre Saucen einen solchen Rotwein – etwa zu Oktopus.

Wild und Geflügel – mit diesen Weinen ein Hochgenuss

Rotwein zu dunklem Fleisch und Wild.
Rotwein zu dunklem Fleisch und Wild. | Bild­nach­weis: pixabay.com ©Mzlle (CC0 1.0)

In der Weihnachts- und Oster­zeit kommen vorwie­gend Wild und Geflügel auf den Tisch. Gerichte wie „Gefüllte Gans“, „Ente mit Klößen und Rotkraut“ oder „Rehbraten mit dunkler Soße, Kraut und Klößen“ sind sehr schwer. Das sich vor allem im Geflügel befin­dende Tryp­to­phan ermüdet den Körper nach dem Essen. Viele legen dann eine Pause ein und entspannen. Mit einem Glas Rotwein geht das viel leichter. Sicher­lich ließe sich auch Weiß­wein dazu servieren. Doch Rotwein inten­si­viert den Geschmack des Flei­sches, passt vor allem zu Kraut und Klößen und bildet einen passenden Abschluss zum Haupt­ge­richt. Umso dunkler der Wein, desto inten­siver wirkt sich Geschmack. Achtung: Wer Huhn und Pute zube­reitet, kann auch einen kräf­tigen Weiß­wein dazu servieren. Diese Geflü­gel­arten entfalten ihr Aroma beson­ders gut zu Weiß­bur­gunder, Char­donnay oder Silvaner.

Auf die Sauce und die Schärfe kommt es an

Außerdem bietet sich ein Blick auf die einge­setzten Saucen an. Gerichte mit hellen Saucen wie Bécha­mel­sauce über­zeugen durch einen guten deut­schen Wein. Die Mosel ist prädes­ti­niert für die Produk­tion hoch­wer­tiger Ries­linge, die sich hervor­ra­gend mit Fisch­ge­richten kombi­nieren lassen. Hat das Gericht einen medi­ter­ranen Touch, sollte man auch italie­ni­sche, spani­sche oder südfran­zö­si­sche Weine auswei­chen. Lieb­liche Weine passen nicht zu Spaghetti & Co. Halb­tro­ckene Weiß­weine können, wenn sie gereift sind, auch zu Ente und Gans gereicht werden. Zu scharfen latein­ame­ri­ka­ni­schen Gerichten, etwa der Texmex-Küche, bewähren sich zum Beispiel aroma­ti­sche Gewürz­tra­miner und frucht­süße Ries­linge.

Tipps für den Weinkauf

Dank des Inter­nets können Wein­lieb­haber ihre edlen Tropfen online kaufen. Natür­lich ist eine Kost­probe beim Inter­net­kauf nicht möglich. Aller­dings gibt es inner­halb der Wein-Onlineshops unzäh­lige Rezen­sionen. Zahl­reiche Kunden testeten den Wein, setzten ihn zu bestimmten Gerichten ein und infor­mieren andere Kunden über ihre Eindrücke. Weiterhin ist es möglich, den Wein bereits in der Vorein­stel­lung an das Gericht, den Geschmack, den gewünschten Alko­hol­ge­halt und an weitere Krite­rien (wie Herkunft des Weins oder Flaschen­größe) anzu­passen.

Bei den Kosten ist Flexi­bi­lität gefragt. Ein Wein für unter 2 Euro ist immer Brühe. Davon sollte der Wein­trinker seine Finger lassen und – wenn er nicht mehr ausgeben will – Leitungs­wasser trinken. Daher: Wer im Bereich zwischen 5 und 10 Euro nach­schaut, findet durchaus gute, zumin­dest solide Weine und muss sich nicht durch das Regal probieren. Erwarten Gast­geber ein Wein-Highlight, sollten sie tiefer in die Tasche greifen. Bereits ab 10 Euro findet, wer sucht, inter­es­sante Quali­täten. Ab 25 Euro gibt es sogar schon Spit­zen­qua­li­täten. Natür­lich ist der Wein immer an die eigenen Vorlieben anzu­passen. Teure Weine bedeuten also nicht, dass sie den Geschmack eines Menschen hundert­pro­zentig treffen. Probieren geht also über studieren.

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