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Whisk(e)y at its best

Es gibt Scotch Whisky, Irish Whisky und Bourbon Whiskey. Letz­terer kommt aus den USA und ist anders, aber nicht minder fein als die schot­ti­schen und irischen Nobel-Spirituosen. Eine kleine Whisk(e)y-Kunde.

Es gibt Scotch Whisky, Irish Whisky und Bourbon Whiskey. Letz­terer kommt aus den USA und ist anders, aber nicht minder fein als die schot­ti­schen und irischen Nobel-Spirituosen. Eine kleine Whisk(e)y-Kunde. 

Whiskyglas auf FassSchot­ti­scher Whisky wird nach den vier Regionen unter­schieden, aus denen er stammt, nämlich den Lowlands, den High­lands, Islay und Spey­side. Alle vier unter­scheiden sich deut­lich. Mit ein wenig Erfah­rung können auch Laien die verschie­denen Regionen iden­ti­fi­zieren. Die Geschmacks­un­ter­schiede gehen in erster Linie auf die Qualität und die Menge des Torfes zurück, welcher zur Trock­nung der Gerste genutzt wird. Scotch aus Islay ist beispiels­weise wegen seiner sehr rauchigen Note bekannt und gilt als Spezia­lität.

Nicht nur die Region ist wichtig

Das schottische Hochland
Das schot­ti­sche Hoch­land

Doch nicht nur die Region ist wichtig. Beim Scotch wird auch zwischen Pure oder Single Malt, Grain, Malt und Blended Whisky unter­schieden. Zur Herstel­lung von Malt Whisky dürfen nur komplett gemälzte Gersten genutzt werden. Das ist der Unter­schied zum Grain-Whisky. Stehen die Worte „Pure“ oder „Single“ vor dem Substantiv Malt, heißt das, dass der Whisky aus einem Fass oder aus der Flasche stammt. Pure und Single Malt Whiskys sind eine Mischung aus unter­schied­li­chen Fässern oder verschie­denen Jahr­gängen. Bei seltenen Abfül­lungen können Nummer oder Name des Fasses aufge­druckt sein. Mischungen aus Grain und Malt Whisky heißen Blended Scotch. Das Mischungs­ver­hältnis oder die Namen der Marken sind ein Geheimnis, das streng gehütet und nicht mitge­teilt wird. Auf der Webseite von The Whisky Bank gibt es weitere inter­es­sante Infor­ma­tionen über die unter­schied­li­chen Whis­ky­sorten sowie tolle Ange­bote und Zubehör für die Whisky-Liebhaber.

Whiskey mit „e“ kommt aus den USA

Bourbon-Whiskey
Bourbon-Whiskey

Bourbon gehört zu den bekann­testen Whiskey-Sorten der USA. Er wurde nach der fran­zö­si­schen Königs­fa­milie benannt und besitzt eine Basis aus Mais, die ihm eine sehr süßliche Note verleiht. Damit sich das edle Getränk Bourbon nennen darf, müssen in der Korn­mi­schung mindes­tens 51 Prozent Mais enthalten sein – im Gegen­satz zum Corn-Whiskey, der aus 100 Prozent Mais herge­stellt. Bourbon wird in frischen Eichen­fäs­sern gela­gert, die von innen getoastet sind. Auf diese Weise wird der Zucker im Holz kara­mel­li­siert, um dem Bourbon eine würzige Note zu schenken.

Besteht die Korn­mi­schung zu mehr als 50 Prozent Roggen, darf das Getränk als Rye Whiskey bezeichnet werden und noch­mals nach der Herkunft in „Cana­dian“ oder „US Rye“ unter­schieden werden. Die vierte Whiskey-Sorte aus den USA ist als Tennessee Whiskey bekannt. Jack Daniels gehört zu den bekann­testen Tennessee Whis­keys welt­weit. Seine Herstel­lung ist der des Bour­bons ähnlich, doch beim Tennessee Whiskey wird der destil­lierte Alkohol gefil­tert.

Irish Whisky – über Kohlefeuer getrocknet

Pot Whisky aus Irland wird aus ganzen Gers­ten­kör­nern und gemälzter Gerste herge­stellt. Zunächst wird die Gerste gemälzt. Anschlie­ßend erhält das Malz beim Maischen zusätz­lich ganze Gers­ten­körner zuge­setzt. Auf diese Weise erhält der Pot Whisky mehr Geschmack und Schwere. Aktuell gibt es in Irland nur noch eine bekannte Destil­lerie, die alle Whis­ky­her­steller des Landes mit dem Alkohol belie­fert. Zu den Merk­malen des irischen Whiskys gehört die Eigen­schaft, dass die Gerste nur über einem Kohle­feuer getrocknet wird, um ihm seine beson­dere Note zu verleihen. Korn­mi­schungen sind erlaubt. Es gibt beispiels­weise spezi­elle Mischungen aus Weizen und Malz oder Roggen und Hafer. Sie gehören zu den Spezia­li­täten unter den Irish Whiskys. Zur Lage­rung werden grund­sätz­lich nur drei verschie­dene Fass­typen genutzt, nämlich Bourbon-, Sherry- oder Rumfässer. Sie sorgen dafür, dass der irische Whisky seinen typi­schen Geschmack erhält.

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