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Dreimal Griechenland: fein, feiner, am feinsten

Weinkenner.de hat drei kleine, quali­täts­be­wusste Pionier­händler aus Deutsch­land gefragt, welche grie­chi­schen Weine sie auf den Platz schi­cken würden, wenn Wein Fußball wäre und sie gegen Italien, Spanien oder Südfrank­reich antreten müssten.

Weinkenner.de hat drei kleine, quali­täts­be­wusste Pionier­händler aus Deutsch­land gefragt, welche grie­chi­schen Weine sie auf den Platz schi­cken würden, wenn Wein Fußball wäre und sie gegen Italien, Spanien oder Südfrank­reich antreten müssten.

Dreimal griechischer Wein: fein, feiner, am feinsten

Mark Squires, Parkers Wein­tester für Grie­chen­land, schreibt in der neuesten Ausgabe des Wine Advo­cate über Grie­chen­land: „There is a lot to like.“ So sehen das auch die drei Wein­händler aus Deutsch­land, die wir befragt haben. Sie würden vermut­lich sogar sagen: Es gibt nicht nur viel Wein zu liken, sondern sehr viel. Okay,  sie handeln mit grie­chi­schem Wein und sind vermut­lich von ihm über­zeugt. Aber auch die Leute, die italie­ni­schem, spani­schen und südfran­zö­si­schen Wein rauf- und runter­pro­biert haben, entde­cken immer häufiger, dass Grie­chen­land zu den anderen  Mittelmeer-Anrainerstaaten aufge­schlossen hat. Eine neue Gene­ra­tion von Winzern und Wein­ma­chern ist dort am Ruder, und was aus ihren Wein­bergen kommt, ist drama­tisch besser, als die in Flaschen gefüllte Lange­weile, mit denen die Grie­chen uns jahr­zehn­te­lang ange­ödet haben.

Die Urteile von gestern sind die Vorurteile von heute

Das Problem ist, dass bei vielen Wein­trin­kern in Deutsch­land die Tür ziem­lich zu ist. Grie­chen­land? Nein danke. Ihre Erfah­rungen mit grie­chi­schem Wein liegen oft weit zurück, und die Urteile, die sie sich damals über grie­chi­schen Wein gebildet haben, sind heute Vorur­teile:

Vorur­teil 1: Grie­chen­land – das ist Retsina. Wir antworten: Stimmt, es gibt in Grie­chen­land den mit Pini­en­harz aroma­ti­sierten Wein noch immer. Manche Grie­chen mögen ihn. Aber 99 Prozent der grie­chi­schen Wein­pro­duk­tion besteht aus nicht-geharztem Wein.

Vorur­teil 2: Aus Grie­chen­land kommt nur billiger Fusel. Wir antworten: aus anderen Ländern auch, aber eben nicht nur. Probieren Sie mal einige seriöse aus Weine aus Grie­chen­land. Kann sein, dass Sie Ihre Worte bereuen.

Vorur­teil 3: Zu grie­chi­schem Wein kann man Gyros essen oder Sirtaki tanzen, aber nicht fein speisen. Wir antworten: Mal auf die Wein­karte des 3-Sterne-Restaurants Bareiss in Baiers­bronn schauen. Sie werden erstaunt sein.

In der Schweiz und in Amerika ist guter griechischer Wein weiter verbreitet

Flipbook Cover
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Deutsch­land ist der wich­tigste Export­markt für grie­chi­sche Weine. Doch ein Groß­teil der Weine geht an grie­chi­sche Restau­rants, die keine oder nur beschei­dene Ansprüche an die Qualität des Weins stellen. Deshalb genießt der grie­chi­sche Wein auch bei privaten Wein­lieb­ha­bern kein großes Ansehen. In der Schweiz und in den USA ist das anders. Dort sind die guten grie­chi­schen Weine stärker verbreitet als in Deutsch­land. Und auch die Kennt­nisse über die Anbau­ge­biete, die Trauben, die Charak­te­ris­tiken der Weiss- und Rotweine sind größer. Inzwi­schen gibt es eine vom grie­chi­schen Wein­in­sti­tu­tion Enter­prise Greece heraus­ge­ge­bene Broschüre, die alles Wissens­werte über grie­chi­schen Wein enthält. Sie steht als Flip­book hier zum Down­load bereit.

Wir haben drei anspruchs­volle grie­chi­sche Pionier­händler aus verschie­denen Städten Deutsch­lands nach einem Tipp gefragt – einen Tipp, mit dem sich die Vorur­teile gegen grie­chi­schen Wein wider­legen ließen.


Ralph Urban, Wine & Nature (Hamburg)
Stelios Paltat­zidis, Stelios Weine (Heusen­stamm)
Pilar Mela­nidis, Vin du Sud (München)


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