Barbecue und Wein Artikelbild

Barbecue und Bier, das rat ich dir. Aber noch mehr rat ich Wein…

Grillen ist Volks­sport geworden. Aber gut Grillen ist eine Kunst. Erste Voraus­set­zung: hoch­wer­tiges Grillgut. Zweite: eine passende Mari­nade. Dritte: ein guter Wein. Schwierig? Nicht, wenn man weiß, wo man alles bekommt.

Grillen ist Volks­sport geworden. Aber gut Grillen ist eine Kunst. Erste Voraus­set­zung: hoch­wer­tiges Grillgut. Zweite: eine passende Mari­nade. Dritte: ein guter Wein. Schwierig? Nicht, wenn man weiß, wo man alles bekommt.

Grillen ist Volkssport geworden
Grillen ist Volks­sport geworden

Ein gutes Glas Wein verbindet man mit dem gemüt­li­chen Winter­abend vor dem Kamin – selten jedoch mit einer sommer­li­chen Grill­party. Dabei können Wein und ein leckerer Grill­teller vorzüg­lich mitein­ander harmo­nieren und Geschmacks­er­leb­nisse der beson­deren Art bieten. Vorweg ein leichter Secco, danach ein kühler Weiß­wein, ein voll­mun­diger Roter oder ein sprit­ziger Rosé. Es muss also nicht immer Bier sein.

Zum Angrillen ein perlender Wein

Bis der Grill so heiß ist, dass das Fleisch auf den Rost gelegt werden kann, dauert es. Und bis das Fleisch herun­ter­ge­nommen werden kann, dauert es noch etwas länger. Was tun, wenn die Freunde schon da sind, es aber noch nichts zu essen gibt? Wer hier eine Runde sprit­zigen (Pro-)Secco oder einen kühlen Sekt reicht, kann sich schon mal in Stim­mung trinken. Zu einem lauen Sommer­abend passen natür­lich auch fruch­tige Drinks wie etwa ein halb­tro­ckener Cuvé oder ein Carta Nevada, der im Abgang mit Honi­gnoten den Gaumen kitzelt. Passend dazu können die Gast­geber mit Rohschinken umman­telte Honig­me­lo­nen­schnitze oder bunte Frucht­spieße mit Erdbeeren und Wein­trauben reichen.

Kräftiger Wein zum Klassiker Wurst

Da Grill­würste aller Art deftig und domi­nant im Geschmack sind, brau­chen sie auch einen kräf­tigen Begleiter im Glas. Lieb­liche Weine sind hier fehl am Platz, trocken und voll­mundig ist besser. Immer passend ein Müller-Thurgau, ein Burgunder oder ein Dorn­felder. Für alle, die es leichter lieben, darf zur Wurst auch ein Spät­bur­gunder Rosé kredenzt werden. Auch hier sollte auf süße Nuancen verzichtet werden. Einen geschmack­li­chen Über­ra­schungs­ef­fekt erzielt man aller­dings, wenn zu Wurst und Wein fruch­tige Soßen gereicht werden: Statt Senf und Ketchup darf es ruhig auch mal ein Curry-Mango-Dip sein. Beglei­tend bieten sich bunte Salate an. Wer Viel­falt auf den Tisch bringen möchte, verfei­nert klas­si­sche Nudel­sa­late mit Rucola und Pini­en­kernen und greift auch mal zu exoti­schen Zutaten wie Cous­cous und Kicher­erbsen.

Zum Steak ist erlaubt, was gefällt

Nicht zuletzt entscheidet die rich­tige Mari­nade beim Steak, welcher süffige Begleiter ins Glas kommt. Alles, was in Aromen von Zwiebel und Knob­lauch brut­zelt, verlangt nach einem ausdrucks­starken Wein. Ein Rioja oder irgendein anderer spani­scher Tinto ist eine sichere Empfeh­lung.  Diese Weine passen auch, wenn das Gericht durch Paprika oder Chili eine feurige Note bekommt. Aber auch Weiß­wein­freunde kommen zum Steak auf ihre Kosten: Leichte, zitro­nige Mari­naden vertragen gut einen Silvaner, einen Grau­bur­gunder oder diverse leichte Mosel­weine. Wer zum Steak Grill­kar­tof­feln reicht, kann mit bunten Dipp-Kreationen punkten: Guaca­mole, Papri­ka­krem oder Ananas-Mousse.

Ein frischer Tropfen zu Hühnchen und Fisch

Rotwein zum Steak - ein perfektes Match
Rotwein zum Steak - ein perfektes Match

Kommen Lachs, Seeteufel oder auch zartes Hühner­filet auf den Grill, liegen Weiß­wein und Rosé dazu klar vorn. Ein Sauvi­gnon blanc kommt immer frisch, ausge­wogen und aroma­tisch daher und ergänzt den Geschmack eines leichten Grill­ge­richts perfekt. Auch ein leichter Char­donnay kitzelt hier den Gaumen auf ange­nehme Weise. Neben Ries­ling oder Grau­bur­gunder können auch Rosé-Weine aller Couleur gereicht werden, etwa ein Fleur de d’Artagnan, der mit seiner inten­siven Lachs­farbe wie eine sommer­liche Verspre­chung anmutet, die er mit den inten­siven Aromen von Himbeeren auch zu erfüllen vermag. Für einen Über­ra­schungs­ef­fekt sorgt die leicht pfeff­rige Note im Abgang. Man kann auch einen Roten servieren: Ein kühler Pinot Noir ist ein edler Begleiter zu Fisch und Geflügel.

Zum Grill-Dessert ein Gläschen Port

Eine Grill­scho­ko­lade, in die Obst­stücke getunkt werden, oder ein Scho­ko­t­raum vom Grill, eignen sich hervor­ra­gend als Abschluss eines leckeren Grill­abends. Früchte der Saison wie Trauben, Beeren, aber auch exoti­sches wie Mango, Papaya und Bananen erfreuen das Auge. Dazu passt ein gekühlter Likör­wein wie etwa der Ferreira Tawny Port, der mit Aromen von Früchten und Gewürzen daher­kommt und im Abgang eine leicht holzige Note aufweist.

So gesehen, mutet ein simples Bier zur Gril­lade fast schon lang­weilig an. In Sachen Wein darf nach Herzens­lust probiert werden, immer neue Kombi­na­tionen erfreuen alle Sinne und machen Lust darauf, ganz neue Zusam­men­stel­lungen auszu­pro­bieren. Dabei gibt es keine Tabus. Regeln wie „zu Fisch nur Weiß­wein“ haben längst ausge­dient.

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