Ardbeg-Originalabfüllungen aus 2002 – „OLD“ TEN vs. 17yo

Alte Standard-Ardbegs aus dem Abfüll­jahr 2002: heute der „OLD“ TEN (auf dem Markt von 2000 bis 2009) und der 17yo (von 1997 bis 2004) im Tasting. Vergleiche zu heutigen Abfül­lungen gestalten sich als schwierig – waren die Pre-Glenmorangie-Malts besser? Oder nur anders?

Alte Standard-Ardbegs aus dem Abfüll­jahr 2002: heute der „OLD“ TEN (auf dem Markt von 2000 bis 2009) und der 17yo (von 1997 bis 2004) im Tasting. Vergleiche zu heutigen Abfül­lungen gestalten sich als schwierig – waren die Pre-Glenmorangie-Malts besser? Oder nur anders?


Tasting Notes


Ardbeg 10y 92-02 OB TEN (L220) - 46%Ardbeg 10y 92-02 OB TEN (L220) – 46%
88

Farbe: Weiß­wein
Nase: Zitronen und Limonen, mit mari­timen Aromen versehen. Dazu torfiges Malz, Getreide sowie Anklänge von Vanille und eine Hand­voll Honig. Im Hinter­grund dezent etwas Leder (Fußball).
Geschmack: Süße, cremige Zitrone mit viel Honig, Torf, rauchigem Malz, grünem Apfel, Hopfen, Sardellen und einer Selle­ri­enote. Cayenne­pfeffer und weiße Pfef­fer­körner wirbeln das Mund­ge­fühl auf, bevor Anklänge von trockenen Kräu­tern den Abgang einläuten.
Finish: Mittel­lang – mit viel pfeff­riger Würze, Zitro­nen­ex­trakt, Leder, ganz zartem Holz und einer geballten Ladung Torf.
Bemer­kung: Toller, fetter Geschmack!
88 Punkte (Nase: 87 / Geschmack: 89 / Finish: 87)


Ardbeg 17y 85-02 OB 17 (L220) - 40%Ardbeg 17y 85-02 OB 17 (L220) – 40%
88

Farbe: Blasses Gold
Nase: Weich und grün! Grüner Apfel, Avocado-Mus, Tee, viel rauchiges Leder, etwas Vanille und der Duft von saftig-grünen Baum­blät­tern. Die Zitro­nen­aromen laufen eher unter­ge­ordnet, und der Rauch/Torf wird durch fruchtig-frische Aromen gede­ckelt.
Geschmack: Sehr weich, cremig und rund. Limonen, Butter, Sahne und eine medizinisch-maritime Würze mit viel Pfeffer, rauchigem Torf und zart bitteren Holza­romen. Auch hier kris­tal­li­sieren sich Noten von getrock­neten Kräu­tern und Brenn­nes­seln gegen Ende des Geschmacks heraus.
Finish: Mittel­lang mit zart bitterem Holz, das stetig zunimmt. Gepaart mit getrock­neten Kräu­tern, Leder, Malz; ein torfig-trockenes Mund­ge­fühl bleibt auf der Zunge zurück.
88 Punkte (Nase: 89 / Geschmack: 88 / Finish: 86)


Fazit: Beide Stan­dards liegen quali­tativ recht nahe zusammen. Der Alters­un­ter­schied kann in diesem Fall nicht punkten. Dieser TEN aus dem Jahr 2002 ist klasse und auch schon etwas anders als die aktu­elle Version.


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