Bowmore Hand-Filled – Sherry Cask 1572 vs. 1215

Sind die hand­ab­ge­füllten Single Casks der Bowmore Distil­lery nur eine Besu­che­r­at­trak­tion oder hat man zugleich auch die Möglich­keit, quali­tativ guten Bowmore in die Flasche zu bekommen? Wir haben den 18yo cask 1572 mit 49,4% aus 2014 und den 16yo cask 1215 mit 53,2% aus 2013 einmal gegen­ein­ander probiert.

Sind die hand­ab­ge­füllten Single Casks der Bowmore Distil­lery nur eine Besu­che­r­at­trak­tion oder hat man zugleich auch die Möglich­keit, quali­tativ guten Bowmore in die Flasche zu bekommen? Wir haben den 18yo cask 1572 mit 49,4% aus 2014 und den 16yo cask 1215 mit 53,2% aus 2013 einmal gegen­ein­ander probiert.

Tasting Notes


Bowmore 18y 95-14 OB, Hand-Filled at the distillery Sherry cask 1572 - 49,4%

90
Bowmore 18y 95-14 OB, Hand-Filled at the distillery Sherry cask 1572 – 49,4%

Farbe: Kupfer / Amon­ti­lado Sherry
Nase: Leicht stechend zu Beginn mit markanten Aromen von altem Sherry, Balsa­mico, Essi­ges­senz, Leder, Tabak und Dill. Kleb­rige Oran­gen­mar­me­lade und Scha­len­ab­rieb, Rosinen, Muskat und Toffee mit schwarzem Pfeffer. Eine schöne, gut ausba­lan­cierte Kombi­na­tion.
Geschmack: Eigent­lich mit dünnem Mund­ge­fühl und viel Salz star­tend. Recht schnell volu­mi­nöser werdend, Holz­noten inbe­griffen, die jedoch nicht störend sind. Nüsse, Rosinen und immer noch cremiger werdend mit Balsa­mico, Leder, Orangen, Wald­beeren und Honig. Zum Finish hin mit sich stärker heraus­kris­tal­li­sie­renden Eichen­holz­noten.
Finish: Lang – herbes Holz, salzig und trockene Leder­noten, schwarzer Tee und über­reife Tabak­blätter mit malzigem Unterton. Kakao und viel dunkle Scho­ko­lade bleibt noch lange auf der Zunge kleben.
90 Punkte (Nase: 91 / Geschmack: 90 / Finish: 90)


Bowmore 16y 97-13 OB Hand-Filled at the distillery Sherry cask 1215 - 53,2%

92
Bowmore 16y 97-13 OB Hand-Filled at the distillery Sherry cask 1215 – 53,2%

Farbe: Madeira
Nase: Scharf und stechend mit viel salzigem Sherry, der anfangs von unter­legten, sanften Gummi­noten begleitet wird. Wieder Tabak, Leder, Oran­gen­schalen, mit noch mehr rauchiger Würze versehen als sein Vorgänger. Dazu Honig, Butter, Kara­mell, süßer Likör (Grand Marnier) sowie Mandeln, Nüsse und Eichen­holz.
Geschmack: Sehr salzig und würzig star­tend, aber auch scharf und süß zugleich. Die Schärfe wird von Chili­schoten, roter Paprika und Cayenne­pfeffer domi­niert. Die Süße mit Kara­mell, Orange, Honig und Zucker ergänzt die dumpfen Tabak- und Leder­noten perfekt. Unter­ge­ord­nete Vanille sowie Kräu­tertee mit einem Schuss Honig und nun einset­zende, wirk­lich leckere Holz­noten runden den Geschmack ab. Klasse!
Finish: Lang – mit einem opti­malen Gleich­ge­wicht zwischen süßen Honi­gnoten und der herben Kräuter-Holz-Kombination. Mit Vanille, weißer Scho­ko­lade, Mus und einer immer beglei­tenden Würze ausklin­gend.
92 Punkte (Nase: 92 / Geschmack: 92 / Finish: 91)


Eine Antwort zu „Bowmore Hand-Filled – Sherry Cask 1572 vs. 1215“

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