Chianti Classico

Chianti Classico Riserva 2010 & 2011: Sangiovese at its best!

2010 und 2011 sind in der Toskana völlig verschie­dene, aber sehr gute Wein­jahr­gänge. Jetzt sind die Riserve des Chianti Clas­sico aus diesen Jahren auf dem Markt. Wir haben insge­samt 98 Weine probiert und bewertet. An ihnen kommt kein Wein­lieb­haber vorbei.

2010 und 2011 sind in der Toskana völlig verschie­dene, aber sehr gute Wein­jahr­gänge. Jetzt sind die Riserve des Chianti Clas­sico aus diesen Jahren auf dem Markt. Wir haben insge­samt 98 Weine probiert und bewertet. An ihnen kommt kein Wein­lieb­haber vorbei.

Der Chianti Classico kämpft sich wieder nach vorne.
Der Chianti Clas­sico kämpft sich wieder nach vorne.

Der Chianti Clas­sico kämpft sich wieder nach vorne. Trotz Wirt­schafts­krise in Italien haben die meisten Wein­güter massiv in Qualität inves­tiert. Den Nieder­schlag findet man jetzt in den Riserve des Jahr­gangs 2010 und 2011. Vom Klima­ver­lauf nahezu entge­gen­ge­setzte, beides aber sehr gute, viel­leicht sogar große Jahr­gänge. Die 2010er Weine bril­lieren mit Frucht und Tann­in­struktur. Ein warmer Herbst hatte dafür gesorgt, dass die Sangiovese-Traube voll ausreifen konnte, die kühlen Nächte haben ande­rer­seits verhin­dert, dass die Alko­hol­ge­halte über­mäßig in die Höhe steigen. Die Winzer verglei­chen 2010 mit 2004: ein soge­nannter klas­si­scher Jahr­gang, der gut ausba­lan­cierte, aber keine über­la­denen Weine hervor­ge­bracht hat.

2010 hat burgunderhafte Züge

Weingut Tolaini
Weingut Tolaini

Tatsäch­lich besitzen viele 2010er Riserve durch ihren Duft und ihre Eleganz fast burgun­der­hafte Züge – im Gegen­satz zu 2009, der als warmer Jahr­gang in die Annalen eingeht und reiche, manchmal fette Weine hervor­ge­bracht hat. Aller­dings sind Unter­schiede zwischen den verschie­denen Wein­gü­tern enorm. Zwischen Spit­zen­weinen wie denen von Volpaia, Fèlsina, Bran­caia etc. und Weinen von Gabbiano, Madon­nina etc. liegen riesige Unter­schiede.

Seit Anfang dieses Jahres ist auch die Riserva 2011 auf dem Markt – ein Jahr­gang, der wegen seines heißen, trockenen Septem­bers teil­weise mit 2003 vergli­chen wird. Tatsäch­lich sind viele der 2011er Riserve alko­ho­lisch. Frucht und Mine­ra­lität sind „wegge­brannt“. Das gilt zumin­dest für Weine aus den tiefer gele­genen, warmen Teilen des Chianti Clas­sico. Die Lagen über 350 Meter haben dagegen sehr feine Weine hervor­ge­bracht. Für Lorenza Sebasti von Castello di Ama ist 2011 sogar der bessere Jahr­gang im Vergleich zu 2010.

Neu: die Gran Selezione

Toskana
Toskana

Zum ersten Mal ist seit einem Jahr auch die neue drei­stu­fige Klas­si­fi­ka­tion wirksam, die das Konsor­tium Gallo Nero einge­führt hat. Neben dem Jahr­gangs­wein (Annata) und der Riserva gibt es nun als Krönung die Gran Sele­zione. Weine aus der besten Lage (oder den besten Lagen) eines Wein­guts können, wenn sie orga­n­olep­tisch über­zeugen und die stren­geren Mengen­be­schrän­kungen einhalten, in diese Kate­gorie gehoben werden.

Von dieser Rege­lung sind zwar nicht alle Wein­güter über­zeugt. Einge lassen ihre besten Weine nach wie vor als Riserva laufen und verzichten auf den Namen Gran Sele­zione. Aber die meisten bedienen sich der neuen Super-Chianti Classico-Kategorie und bringen ihre besten Riserva-Weine nun als Gran Sele­zione auf den Markt. Weinkenner.de hat ausführ­lich darüber berichtet..


Chianti Clas­sico 94 bis 91 Punkte
Chianti Clas­sico 90 bis 88 Punkte
Chianti Clas­sico 87 bis 82 Punkte


Eine Antwort zu „Chianti Classico Riserva 2010 & 2011: Sangiovese at its best!“

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