Parker und die 2012er Bordeaux: Begeisterung hört sich anders an …

Apr 302013

„Char­ming“, „mid-weight“, „wit­hout an excess of con­cen­tra­tion and tan­nin“ – so umschreibt Par­ker die 2012er Bor­deaux. Hört sich gut an, klingt aber nicht nach Begeis­te­rung.  Das Urteil des ame­ri­ka­ni­schen Star-Kritikers über den Jahr­gang ist durchwachsen.

En primeur-Degustation | Foto: © CIVB

En primeur-Degustation | Foto: © CIVB

Die Châ­teaux ver­öf­fent­lich­ten dies­mal früh Preise für die Weine des Jahr­gangs 2012, über­ra­schend früh. Und auch Par­ker ließ seine Leser nicht lange zap­peln. Ende letz­ter Woche teilte er der Welt mit, wie viel Punkte sei­ner Mei­nung nach jeder ein­zelne Bordeaux-Wein wert sei. Es war, als wolle er kur­zen Pro­zess mit dem Jahr­gang machen.

Sein Gesamt­ur­teil über den Jahr­gang klingt zunächst ein­mal ernüch­ternd: „kein gro­ßer Jahr­gang“. Damit rela­ti­viert er einige der schön­fär­be­ri­schen Aus­sa­gen, mit denen gewisse Châ­teaux bereits in den Wochen vor­her an die Öffent­lich­keit getre­ten waren.

Pome­rol und Pessac-Léognan vorn

Robert Parker

Robert Par­ker

Doch Par­ker hat dif­fe­ren­ziert. Pome­rol und Pessac-Léognan seien „exzel­lent“. Aus die­sen bei­den Appel­la­tio­nen kämen Weine mit rela­tiv nied­ri­gen Säu­ren und rei­fem, süßen Tan­nin. Sie ver­dan­ken ihre gute Qua­li­tät der Merlot-Traube, die nach den Regen­schau­ern Ende Sep­tem­ber und der dar­auf fol­gen­den Hit­ze­welle voll­reif gele­sen wer­den konnte. Sie hat den Jahr­gang gerettet.

In St. Emi­lion seien die Qua­li­tä­ten nicht ganz so homo­gen. Dort gäbe es Top-Weine, die nicht weit von 2009 und 2010 ent­fernt sind, aber auch über­ex­tra­hierte, adstrin­gie­rende, ja aus­drucks­lose, gar hoff­nungs­los rus­ti­kale  Weine.

96 und mehr Punkte
95 und mehr Punkte
94 und mehr Punkte
93 und mehr Punkte (Aus­wahl)
92 und mehr Punkte (Aus­wahl)
91 und mehr Punkte (Aus­wahl)
90 und mehr Punkte (Aus­wahl)
89 und mehr Punkte (Aus­wahl)
88 und mehr Punkte (Aus­wahl)
87 und mehr Punkte (Aus­wahl)



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