Wer in der Wachau unter­wegs ist, sollte unbe­dingt einen Zwi­schen­stopp beim Wein­gut Holz­ap­fel in Joching ein­le­gen – allein schon wegen der ein­drucks­vol­len Archi­tek­tur des Prand­tau­er­hofs. Doch auch der 2011er Grüne Velt­li­ner Feder­spiel des Wein­guts muss sich wahr­lich nicht verstecken.

2011 Grüner Veltliner Federspiel - Weingut HolzapfelBereits im Jahr 1308 wurde der Prand­tau­er­hof, in dem sich das Wein­gut Holz­ap­fel befin­det, als Wein­le­se­hof des St. Pölt­ner Chor­her­ren­stif­tes erbaut. 1696 ver­wan­delte ihn der berühmte Bau­meis­ter Jakob Prand­tauer, der sich mit dem Stift Melk schon zu Leb­zei­ten ein Denk­mal gesetzt hatte, in ein baro­ckes Schmuck­stück: vier­flü­ge­lig, mit zwei­ge­schos­si­gem Arka­den­hof und ange­glie­der­ter Kapelle. Die­ses wun­der­volle Bau­werk wurde mit viel Liebe deko­riert, die sich in den klei­nen Details wider­spie­gelt. Rund um den Innen­hof ste­hen vier bis fünf Gäs­te­zim­mer für die Besu­cher bereit.

Nun aber zum Grü­nen Velt­li­ner Feder­spiel. In der Wachau gibt es die Qua­li­täts­stu­fen Stein­fe­der, Feder­spiel und Sma­ragd. Bevor ein Wein diese Bezeich­nung tra­gen darf, muss er auf bestimmte Kri­te­rien geprüft wer­den. Diese sind:

- die Her­kunft: Die Trau­ben müs­sen in der Wachau gele­sen und der Wein dann auch dort abge­füllt wer­den.
- das Ver­bot der Anrei­che­rung: Zum natür­li­chen Zucker­ge­halt der Trau­ben darf nichts hin­zu­ge­fügt wer­den.
- keine Kon­zen­trie­rung: Das Zusam­men­spiel von Trau­ben, Most und Wein darf nicht ver­än­dert wer­den.
- keine Aro­ma­ti­sie­rung: Die Aro­men dür­fen nicht durch che­mi­sche Ein­flüsse ver­än­dert wer­den. Die Natur ist der Leit­satz der Winzer.

Der Grüne Velt­li­ner Stein­fe­der ist der leich­teste der Weine mit bis zu 11,5 Vol.% Alko­hol­ge­halt, wei­ter geht es mit dem Grü­nen Velt­li­ner Feder­spiel, des­sen Alko­hol­ge­halt zwi­schen 11,5 Vol.% und 12,5 Vol.% liegt. Der Wert­vollste  – der Sma­ragd – weist min­des­tens 12,5 Vol.% auf.

Wie zuvor beschrie­ben, ran­giert der Grüne Velt­li­ner Feder­spiel des Wein­guts Holz­ap­fel auf Rang Zwei der Qua­li­täts­lei­ter. In der Nase besticht er durch eine Note von exo­ti­schen Früch­ten, die man auch am Gau­men und im Abgang wie­der­fin­det. Die­ser Wein hat einen guten Kör­per mit einem leich­ten Schmelz am Gau­men. Das Ganze wird von einer schön ein­ge­bun­de­nen Säure und Mine­ra­li­tät unter­stützt und macht aus die­sem Wein etwas Spezielles.

Mein Fazit: Der 2011er Grüne Velt­li­ner Feder­spiel des Wein­guts Holz­ap­fel ist nicht nur ein guter Beglei­ter, son­dern auch ein sehr guter Allein­un­ter­hal­ter. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier eben­falls – man kann sich also rund­herum an die­sen Wein erfreuen!

Das Wein­pro­fil im Über­blick fin­den Sie auf Seite 2.


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