Der Glen Elgin-60%-Vergleich – Manager’s Dram vs. Centenary Reserve

Glen Elgin, eine der unter­be­wer­teten schot­ti­schen Destil­le­rien, steht heute auf unserem Programm – mit zwei beson­deren Abfül­lungen, die sich aus der Masse hervor­heben. Der 16-jährige Manager’s Dram, der nur für Ange­hö­rige und Freunde der Bren­nerei im Oktober 1993 abge­füllt wurde, und der 19-jährige Centenary Reserve, limi­tiert auf 750 Flaschen, abge­füllt für die 100-Jahrfeier der Bren­nerei. Wie sich die beiden 60-prozentigen Top-Whiskys der Bren­nerei im Tasting präsen­tierten, erfahrt ihr hier.

Glen Elgin, eine der unter­be­wer­teten schot­ti­schen Destil­le­rien, steht heute auf unserem Programm – mit zwei beson­deren Abfül­lungen, die sich aus der Masse hervor­heben. Der 16-jährige Manager’s Dram, der nur für Ange­hö­rige und Freunde der Bren­nerei im Oktober 1993 abge­füllt wurde, und der 19-jährige Centenary Reserve, limi­tiert auf 750 Flaschen, abge­füllt für die 100-Jahrfeier der Bren­nerei. Wie sich die beiden 60-prozentigen Top-Whiskys im Tasting präsen­tierten, erfahrt ihr hier.

Glen Elgin DistilleryDie Bren­nerei Glen Elgin wurde von William Simpson, zuvor Manager bei Glen­f­ar­clas, und James Carle, Vertreter der North of Scot­land Bank, 1898 gegründet. Sie liegt etwa drei bis vier Kilo­meter von ihrem Namens­geber, dem Ort Elgin, entfernt. Die Produk­tion star­tete am 1. Mai 1900 und dauerte nur sage und schreibe fünf Monate an, bevor die Destil­lerie noch im selben Jahr wieder geschlossen und verstei­gert wurde.

Nach mehr­ma­ligen Eigen­tums­wech­seln star­tete die Bren­nerei 1930, leicht umge­baut durch den neuen Eigen­tümer Scot­tish Malt Distil­lers Ltd, eine Toch­ter­ge­sell­schaft der DCL, erneut. Lizenz­nehmer war jedoch White Horse Distil­lers, eine weitere Tochter von DCL. Fortan war der produ­zierte Whisky fester Bestand­teil des White Horse Blends. Um die Kapa­zität zu erhöhen, wurde 1964 wieder umge­baut und das Produk­ti­ons­vo­lumen verdrei­facht. Heute gehört Glen Elgin zum Diageo-Konzern, produ­ziert rund zwei Millionen Liter Whisky jähr­lich und ist Bestand­teil der Classic-Malts-Serie.

Tasting Notes


Glen Elgin 16y 1993 Manager’s Dram, for friends & staff only, sherry cask – 60%Glen Elgin 16y 1993 Manager’s Dram, for friends & staff only, sherry cask – 60%
92

Farbe: Madeira / Maha­goni
Nase: Dunkle Früchte, Pflaumen, Heidel­beeren, Brom­beeren, mit viel Leder unter­legt. Dazu leckere Noten von Trauben-Nuss-Schokolade, Rosinen, Walnüssen, Kräu­tern, Malz und Kara­mell. Eine erdige Würze mit zarten Holza­romen rundet das Ganze perfekt ab.
Geschmack: Startet mit viel salzig-würziger Power, süßem Honig und Oran­gen­noten. Wieder Leder, dunkle Früchte und Eichen­holz – Wech­sel­spiel zwischen pfeff­rigen Kräu­tern und ange­nehm bitter-herben Holz­noten.
Finish: Sehr lang! Das oben erwähnte Wech­sel­spiel endet mit Holz und einer zarten Rest­süße – mit Nussa­romen unter­legt. Auch im Finish tragen Ledera­romen zu einem recht trockenen Ende maßgeb­lich bei.
Bemer­kung: Der Gewinner des Manager’s Dram Blind­no­sing von 1993 trägt die Ehre zu Recht – tolle Nase!!!
92 Punkte (Nase: 93 / Geschmack: 92 / Finish: 90)


Glen Elgin 19y 1980-2000 Centenary Reserve 750btl – 60%Glen Elgin 19y 1980-2000 Centenary Reserve 750btl – 60%
92

Farbe: Volles Gold
Nase: Tabak, Rauch und Leder, mit einer leichten Gummi­note versehen, dann aber wieder Zigar­ren­kiste, Humidor, Kaffee­bohnen, Wachs, Bienen­waben und wilder Honig. Salzige Oran­gen­schalen mit zarter Vanil­le­note, würzig unter­legt.
Geschmack: Sehr, sehr salzig mit mäch­tigen Oran­gena­romen – Oran­gen­likör, verpackt in einer tollen Würze. Kara­mel­li­sierter Zucker, Nüsse, Tabak, Leder, Vanille mit schönen Holza­romen, die durch eine leckere Süße von getrock­neter Mango und Honig abge­rundet werden.
Finish: Sehr lang – fruchtig süß und zugleich salzig-würzig! Cremiger Honig mit  mäch­tigem Eichenholz-Einschlag.
Bemer­kung: Wow, was für ein Gegen­satz zum Manager’s Dram – ganz anders, aber keines­falls schlechter!
92 Punkte (Nase: 91 / Geschmack: 93 / Finish: 91)


Übri­gens: Beide Whiskys laufen trotz ihrer 60% sehr gut ohne Wasser­zu­gabe!

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