2011 Zweigelt Heideboden von Scheiblhofer – öffnen, trinken, fertig!

Nach längerer Pause meldet sich unsere Kolum­nistin Julia Maier, Inha­berin des Wein­hofs Öster­reich in München, zurück und wird nun an dieser Stelle regel­mäßig Weine aus ihrer Heimat vorstellen. Den Anfang macht ein unkom­pli­zierter, aber keines­falls plumper Zwei­gelt aus dem Burgen­land, der sich bestens für den direkten Genuss eignet.

Nach längerer Pause meldet sich unsere Kolum­nistin Julia Maier, Inha­berin des Wein­hofs Öster­reich in München, zurück und wird nun an dieser Stelle regel­mäßig Weine aus ihrer Heimat vorstellen. Den Anfang macht ein unkom­pli­zierter, aber keines­falls plumper Zwei­gelt aus dem Burgen­land, der sich bestens für den direkten Genuss eignet.

2011 Zweigelt Heideboden - Weingut ScheiblhoferAuch heut­zu­tage, wenn einige meiner Kunden den Namen Zwei­gelt hören, schre­cken Sie erst einmal zurück. Wenn man nur die Art von Zwei­gelt von früher kennt, kann ich das verstehen – doch diese Qualität gibt es fast gar nicht mehr!

Seitdem ich den Wein­laden habe und mich durch verschie­dene Zwei­gelts durch­pro­bieren konnte, weiß ich, dass ich beim 2011 Zwei­gelt Heide­boden des Wein­guts Scheibl­hofer einen guten „Riecher“ hatte.

Er hat das Rennen aus unter­schied­li­chen Gründen gemacht. Die dunkel­vio­lette Farbe in Verbin­dung mit der Kirsch­note, die man in der Nase hat, bereitet schon Freude vor dem ersten Schluck. Der Zwei­gelt Heide­boden ist zwölf Monate im gebrauchten Barrique gereift, was auch durch den leichten Vanil­leton auffällt. Der Wein hat einen durchaus kräf­tigen Körper mit geschmei­digen Tanninen, die nicht im Vorder­grund stehen.

Am Gaumen findet man die Kirsch­noten wieder, die man zuerst in der Nase hatte. Der Abgang ist nicht elegant, aber keines­wegs plump – auch da hat er eine gute Kraft, ist viel­schichtig und voll da. Mit seinen 13,5% Alko­hol­ge­halt ist er ein schöner Vertreter seiner Art.

Das Gute an diesem Wein ist, dass er leicht zugäng­lich ist. Es ist nicht notwendig, die Flasche früher zu öffnen. Im Gegen­teil: Er ist für dieje­nigen bestimmt, die einen Wein aufma­chen und nicht lange warten möchten, bis man ihn trinken kann – ich kann das verstehen!

Ich möchte nicht sagen, dass dieser Zwei­gelt ein Wein für die breite Masse ist, eher, dass viele einen Zugang zu diesem Wein finden. Inso­fern eignet er sich sehr gut für Feiern jegli­cher Art – Hoch­zeiten, Taufen, Geburts­tags­feiern und ähnli­ches.

Der Zwei­gelt Heide­boden ist nicht nur ein guter Allein­un­ter­halter, er harmo­niert auch mit vielen Speisen wie Nudeln mit Gemüse, Puten- oder Schwein­fleisch. Zu einem rich­tigen Steak würde ich jedoch einen anderen Wein wählen – zum Beispiel den Zwei­gelt Satz­berg 2007 vom Weingut Temer oder die Cuvée Phoenix – BF; CS; SY; ME vom Weingut Reumann.

Mein Fazit: Der 2011 Zwei­gelt Heide­boden ist ein Wein für all jene, die nicht lange auf den Wein warten möchten, sondern ihn öffnen, trinken und fertig!

Das Wein­profil im Über­blick finden Sie auf Seite 2.

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