2010 Caber­net Sau­vi­gnon Reserva

2011 Cabernet Sauvignon Reserva - Casillero del DiabloDer Caber­net Sau­vi­gnon, eigent­lich Chi­les Para­de­wein, kann die vier jun­gen Wein­lieb­ha­ber nicht zufrie­den stel­len. „Riecht sehr gut, geschmack­lich aber ent­täu­schend“, sagt Lisa. „Riecht wie ein Bor­deaux, hat aber wenig Geschmack“, pflich­tet ihr Marco bei. Michael meint: „Wird nach drei Stun­den wesent­lich wei­cher, ist aber immer noch rela­tiv flach und kurz im Abgang.“ Er und Ramona wür­den für den Wein nicht mehr als 3 Euro aus­ge­ben. Lisa bleibt bei „langweilig“.

Kom­men­tar von Jens Priewe: In Deutsch­land ist die­ser Wein ein Best­sel­ler. Doch im Jahr­gang 2010 ist die­ser Caber­net Sau­vi­gnon wenig ein­drucks­voll: schon in der Nase streng mit domi­nan­ter Eukalyputs-Note, am Gau­men schwach, unprä­zise, wenig nach­hal­tig. Ins­ge­samt recht locker gewo­ben. Ein Wein, der, weil schon gut ent­wi­ckelt, auf den ers­ten Schluck „lecker“ schme­cken mag, doch dann ziem­lich sang- und klang­los hin­ter den Papil­len verrinnt.


Weininfo: Die Trau­ben für den Caber­net Sau­vi­gnon stam­men aus dem gesam­ten Cen­tral Val­ley Chi­les. So heißt die tro­ckene Hoch­ebene, die sich von der Haupt­stadt 400 Kilo­me­ter süd­lich bis nach Cùrico hin­zieht. Auch die­ser Weine reifte zu 40 Pro­zent im Stahl­tank und zu 60 Pro­zent in klei­nen Bar­ri­ques, aller­dings aus­schließ­lich aus wür­zi­ger ame­ri­ka­ni­scher Eiche (8 Monate). Danach wur­den beide Par­tien mit­ein­an­der verschnitten.



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