Die Destillerien Slyrs, Blaue Maus, Glen Els, Coillmor oder Rothaus gehören zu den etablierten deutschen Malt Whisky-Herstellern, die überwiegend mit dreijährigen Whiskys auf dem Markt vertreten sind. Zudem feiert Slyrs am 20. Juli das fünfjährige Bestehen der Whisky-Destillerie in Neuhaus. Grund genug, sich einmal etwas näher mit den jungen deutschen Whiskys zu befassen.
Heute im Tasting: Slyrs 3yo, 2007-2010 New American Oak Cask – 43% sowie Rothaus Black Forest 4. Auflage 3yo, 2008-2012 Ex Bourbon American White Oak Cask – 43%.
Slyrs liegt in Oberbayern und wird ausgesprochen, wie die Einheimischen den gleichnamigen Ort nennen – „Schlirs“. Gemeint ist Schliersee. Seit 1999 wird dort von dem gelernten Bierbrauer und Destillateurmeister Florian Stetter Whisky gebrannt, sodass seit 2002 dreijährige Jahrgangsabfüllungen mit einer Alkoholstärke von 43% auf dem Markt zu finden sind. Neben dem derzeitigen Whisky-Likör und einer Fassstärke soll 2015 auch ein erster 12yo erscheinen.
Nach dem sogenannten Pot-Still-Verfahren, aus teilweise mit Buchenholz geräuchertem Gerstenmalz destilliert, lagert das Destillat in 225 Liter fassenden neuen Eichenholzfässern. Seit 2007 erfolgt der gesamte Herstellungsprozess in der neu errichteten Whisky-Destillerie in Neuhaus.
Die Badische Staatsbrauerei Rothaus AG hat ihren Sitz in Rothaus. Gelegen im Hochschwarzwald, in der Nähe des Schluchsees, produzieren sie seit 2006 in Zusammenarbeit mit der Destillerie Kammer-Kirsch Whisky mit dem treffenden Namen Black Forest. Die erste Auflage, erschienen 2009, ergab 1442 Flaschen. Mittlerweile ist die vierte Auflage auf dem Markt.
Für Rothaus hat die Whiskyherstellung jedoch wirtschaftlich gesehen kaum Bedeutung. So wenig, dass dieser Single Malt mit keiner Silbe auf der eigenen Internetseite erwähnt wird.
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