Pichon-Lalande: „Preise müssen runter“

Sylvie Cazes, Direktor von Château Pichon Longue­ville Comtesse de Lalande, hat zuge­geben, dass die Preise für den 2011er Bordeaux wieder „auf ein vernünf­tiges Niveau“ sinken müssen: „Wir gehen von einem Preis­nach­lass von zehn bis 15 Prozent aus“, erklärte sie gestern in einem Inter­view mit der Zeit­schrift The Drinks Busi­ness.

„Unsere 2010er Preise lagen zehn Prozent über den 2009er Preisen. Daher ist es klar, dass wir jetzt wieder runter müssen von dem hohen Niveau. 2011 war kein so spek­ta­ku­lärer Jahr­gang.“

Cazes, die auch Präsi­dentin der Union des Grands Crus de Bordeaux und Mitbe­sit­zerin von Chateau Lynch-Bages ist, fügte hinzu, dass sie dieses Jahr für eine frühe Kampagne plädiert und sich dafür ausspricht, mit den Preisen schon vor der Vinexpo in Hong­kong heraus­zu­kommen, die Ende Mai statt­findet.

Mit der Qualität des 2011er Pichon-Lalande ist sie dennoch sehr zufrieden. Der Wein ist weicher als 2001 und konzen­trierter als 2008: „Er besitzt eine schöne Säure, ist wunderbar frisch, weist eine gute Strktur und Tiefe auf und ist etwas nied­riger im Alkohol als die Vorgänger.“

Im Übri­gens fürchtet Cazes nicht, dass die Chinesen dem Jahr­gang 2011 die kalte Schulter zeigen werden: „Man hört, dass die Chinesen sich jetzt dem Burgund und der Rhône zuwenden würden. Tatsache ist, dass wir in den nächsten Wochen einen Schwarm von chine­si­schen Besu­chern auf dem Chateau erwarten. Sie nutzen diese Woche für ihre en primeur-Verkostungen und machen in der nächsten und über­nächsten Woche ihre obli­ga­to­ri­schen Chateau-Besuche.“

 

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