Einige Flaschen des Jahrgangs 2010 an der Südlichen Rhône

Must buy: 2010 von der Südlichen Rhône

Eigent­lich ist Stefan Krimm, unser Fach­mann für Südfrank­reich, ein zurück­hal­tender Mensch. Vorschnelle Urteile gibt er selten ab, hohe Bewer­tungen sind eine Rarität. Aber vom Jahr­gang 2010 an der Südli­chen Rhône war er derart entzückt, dass er tief in die Punk­te­kiste gegriffen hat. Wir baten ihn um ein paar konkrete Wein­tipps.

Eigent­lich ist Stefan Krimm, unser Fach­mann für Südfrank­reich, ein zurück­hal­tender Mensch. Vorschnelle Urteile gibt er selten ab, hohe Bewer­tungen sind eine Rarität. Aber vom Jahr­gang 2010 an der Südli­chen Rhône war er derart entzückt, dass er tief in die Punk­te­kiste gegriffen hat. Wir baten ihn um ein paar konkrete Wein­tipps.

Einige Flaschen des Jahrgangs 2010 an der Südlichen RhôneDomaine Le Sang des Cailloux, Serge Férigoule, Vacqueyras

Die seit 1990 zum Cru-Status aufge­stie­gene Appel­la­tion Vacqueyras, die mit der Domaine La Monar­dière, der biody­na­misch wirt­schaf­tenden Domaine La Monti­rius und der stark nach oben tendie­renden Domaine de Font Sarade gleich über mehrere Betriebe des Rhône-Adels verfügt, wird momentan noch ange­führt von Serge Féri­goule mit der Domaine Le Sang des Cailloux. Was er mit stau­nens­werter Zuver­läs­sig­keit auf die Flasche bringt, braucht sich oft hinter den deut­lich teureren Konkur­renten aus Châteauneuf-du-Pape nicht zu verste­cken. So auch in diesem Jahr, in dem es ihm gelungen ist, die jahr­gangs­ty­pi­sche Kraft, Frische und Finesse ohne Abstriche heraus­zu­ar­beiten.


Etikett 2010 Vacqueyras Cuvée Floureto2010 Vacqueyras „Cuvée Floureto“

Dunkles Purpurrot, Duft nach Wald­beeren, weißen Blüten und einem Hauch von frisch gemähtem Gras, am Gaumen junge Schwarzkirsch- und Wald­bee­ren­frucht mit einer Spur Holunder, kühl und dicht mit bestens inte­grierter Säure, straffe Stof­fig­keit, beein­dru­ckende Struktur, langer Nach­hall, beträcht­li­ches Entwick­lungs­po­ten­zial.
Weinkenner-Bewertung: 92/100 Punkte
Preis: ca. 20 € (noch nicht gelistet)
Bezug: Wein und Glas, Berlin


Domaine de La Bouissière, Gilles und Thierry Faravel, Gigondas

Gilles und Thierry Faravel von der 9-ha-Domaine de La Bouis­sière in Gigondas geht der Ruf voraus, arbeits­wütig zu sein. Selbst an heißen Juli­tagen, wenn sich andere am liebsten im Keller zu schaffen machen oder sich im Schatten einer Platane einen kleinen Rosé gönnen, findet man sie im Wein­berg, bevor­zugt oben in den Dentelles de Mont­mi­rail mit ihren vorzüg­li­chen Bedin­gungen für „kühle“, charak­ter­starke Weine. Der Erfolg hat sie in den letzten Jahren fast über­rollt, der früher im kleinen Verkaufs­raum zu findende Tank für die Abfül­lung in mitge­brachte Kanister ist verschwunden, und kaum jemand zwei­felt daran, dass die beiden Brüder zusammen mit Yves Gras von der Domaine Santa Duc in Gigondas, Louis Barruol vom Château de Saint Cosme und den drei Schwes­tern Faraud von der Domaine du Cayron momentan das Feld in Gigondas anführen.


2010 Vacqueyras

Purpurrot; dichte, frische Waldbeeren-Aromen, ein Hauch von Scho­ko­lade; am Gaumen weich mit klar defi­nierten inten­siven Noten von Wald­beeren, Schwarz­kir­sche und einem Hauch Menthol, polierte Stof­fig­keit, enormes Feuer, sehr langer, ganz leicht mentho­liger Nach­hall.
Weinkenner-Bewertung: 92/100 Punkte
Preis: ca. 18 € (noch nicht gelistet)
Bezug: Vinisüd, Wein­hand­lung Drexler


Etikett 2010 Gigondas | Domaine de La Bouissière2010 Gigondas

Kräf­tiges Purpurrot; sehr reife, fein­wür­zige Waldbeeren-Aromen mit einem Hauch Brom­beer­gelee; am Gaumen kraft­volle und doch char­mante Schwarz­kirsch­frucht mit Brom­beere, unter­legt von einem Hauch Bitter­scho­ko­lade, viel Stoff und Kraft, mit hoher Dichte; fein­bit­tere Tannine, sehr langer, intensiv fruch­tiger Nach­hall mit kühlen mentho­ligen Noten. Was für ein Wein!
Weinkenner-Bewertung: 93/100 Punkte
Preis: 19,50 €
Bezug: Loben­bergs Gute Weine


2010 Gigondas „La Font du Tonin“

Dunkles Purpurrot, edler Duft nach Wald­beeren und Schwarz­kir­sche, feine, holz­un­ter­legte Süße, am Gaumen dichte, fast cremige Schwarz­kir­sche, weich und reif, hohe Konzen­tra­tion, Holz schon gut inte­griert, großer schmel­ziger Stoff, exzel­lente Struktur, kühle Gesamt­sti­listik, sehr langer Nach­hall – ein Wein mit großer Kraft und hohem Alte­rungs­po­ten­tial ganz am Beginn seiner Entwick­lung.
Weinkenner-Bewertung: 95/100 Punkte
Preis: 32,50 €
Bezug: Loben­bergs Gute Weine


Weitere Wein­tipps von der Südli­chen Rhône finden Sie auf Seite 2

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