Lagavulin 16 Jahre – Eröffnungsmalt in Kaypingers Whiskyblog

weinkenner.de blickt über den Teller­rand. In Udo Kayp­in­gers Whis­ky­blog werden Lieb­haber des Destil­lats von einem Kenner der Materie regel­mäßig mit Einschät­zungen und Empfeh­lungen versorgt. Zum Start geht’s nach Schott­land auf die Lieb­lings­insel unseres Autors: Islay. Der dort produ­zierte Laga­vulin 16y hat es zu Welt­ruhm gebracht.

weinkenner.de blickt über den Teller­rand. In Udo Kayp­in­gers Whis­ky­blog werden Lieb­haber des Destil­lats von einem Kenner der Materie regel­mäßig mit Einschät­zungen und Empfeh­lungen versorgt. Zum Start geht’s nach Schott­land auf die Lieb­lings­insel unseres Autors: Islay. Der dort produ­zierte Laga­vulin 16y hat es zu Welt­ruhm gebracht.

LagavulinAls Whiskyblog-Eröffnungsmalt möchte ich euch eine geniale Stan­dard­ab­fül­lung etwas näher bringen: Laga­vulin 16 Jahre.

Laga­vulin, 1816 von John Johnston gegründet, liegt an der West­küste der kleinen schot­ti­schen Insel Islay. Die direkten Nach­bar­de­stillen sind Laphroaig und Ardbeg. Nach mehr­ma­ligen kurzen Still­le­gungen und einigen Eigen­tü­mer­wechsel gehört Laga­vulin heute zum Diageo Konzern. Das Produk­ti­ons­vo­lumen von Laga­vulin liegt bei rund 2,3 Millionen Liter pro Jahr. Der Haupt­an­teil wird für den wich­tigsten und erfolg­reichsten Malt, den Laga­vulin 16y, verwendet. Kaum ein anderer Malt hat es zu solch einem Welt­ruhm gebracht, wie diese Stan­dard­ab­fül­lung, die zugleich auch das Zugpferd der Classic Malt Collec­tion ist, die 1988 ins Leben gerufen wurde.

Der erste 16-jährige kam 1984/85 auf den Markt und war damit der direkte Nach­folger des 12-jährigen, der danach nicht mehr produ­ziert wurde und heute Kult­status genießt. Äußer­lich unter­scheiden sich die Abfül­lungen von damals zu heute kaum. Ledig­lich der Schriftzug „Port Ellen“ hat „White Horse“ ersetzt, sowie im Wappen ein „Segel­schiff“ das „König­liche Wappen“.

Port Ellen Label, nach 2000
Port Ellen Label, nach 2000
White Horse Label, vor 2000
White Horse Label, vor 2000
White Horse Limited Label, bei Marktantritt
White Horse Limited Label, bei Markt­an­tritt

Die Abfül­lung „White Horse Distil­lers Limited Glasgow “ ist eine der seltensten Laga­vulin Abfül­lungen und heut­zu­tage kaum mehr zu finden. Der Whisky selbst hat sich über die Jahre im Geschmack auch verän­dert. Bis 1974 stellte Laga­vulin sein eigenes Malz her. Danach übergab man diese Aufgabe an Port Ellen Maltings, die im glei­chen Jahr ihre Produk­tion erst star­teten.

Tasting notes

92
89 –

Nase:  inten­siver Torfrauch, Jod, Seetang und fruch­tiger Sherry
Geschmack: mäch­tiger Torfrauch gepaart mit kraft­voller Süße, erdig, würzig, Jod und Salz, zarte Holz­note
Finish: unglaub­lich lang für seine 43%, inten­siver Torfrauch, salzig

Bewer­tung: Ein toller Malt, der in seiner Preis­klasse keine Konkur­renz fürchten muss.
Die Punk­te­ver­gabe gestaltet sich jedoch etwas schwierig, da die verschie­denen Batches über die Jahre quali­tativ leicht schwanken. 89 Punkte aber immer! Die 2009 Abfül­lung war für mich mit 90 Punkten etwas besser, da diese noch inten­siver und würziger ist. Die alten White Horse – Abfül­lungen sind mit 91-92 Punkten jedoch unschlagbar und heiß begehrt.

Aktuelle Preise

Laga­vulin 16y ( Port Ellen 0,7L ) : 40,- / 50,- Euro
Laga­vulin 16y ( White Horse, 0,7L ) : 100,- / 150,- Euro
Laga­vulin 16y ( White Horse 0,75L ) : 150,- / 200,- Euro
Laga­vulin 16y ( White Horse Limited ) : wahr­schein­lich nicht  auffindbar, wenn dann > 300 Euro

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