Wer die Februar-Ausgabe des FEINSCHMECKER kauft, erhält als Bei­gabe eine abge­speckte Aus­gabe des neuen ita­lie­ni­schen slow wine-Führers. Des­sen Fokus liegt weni­ger auf Wein­be­wer­tun­gen als auf Beschrei­bun­gen der Wein­gü­ter. Im nächs­ten Jahr soll der voll­stän­dige slow wine-Führer im Hall­wag Ver­lag erschei­nen – als Ersatz für den Gam­bero Rosso.

Der neue Italienführer slow wine 2012Als Füh­rer durch den Dschun­gel ita­lie­ni­scher Weine hat sich der Gam­bero Rosso einen Namen gemacht. Die­ses jähr­lich erschei­nende, über ein Kilo schwere Opus bewer­tet die Weine von über 2000 Gütern auf dem ita­lie­ni­schen Stie­fel. Nun wird ein wei­te­rer Wein­füh­rer in deut­scher Spra­che auf den Markt kom­men. Er heißt slow wine und wird von der ita­lie­ni­schen Slow Food-Bewegung her­aus­ge­ge­ben. Als deut­scher Lizenz­neh­mer wird ab 2013 der Hall­wag Ver­lag fun­gie­ren, der bis­lang für den deut­schen Gam­bero Rosso ver­ant­wort­lich zeichnete.

Eine klein­for­ma­tige, im Umfang redu­zierte, aber immer noch 300 Sei­ten dicke Aus­gabe des slow wine-Führers ist der Februar-Ausgabe des FEINSCHMECKER beige­legt. Wein­in­ter­es­sierte haben so die Mög­lich­keit, den neuen Italien-Führer schon jetzt ken­nen­zu­ler­nen. Des­sen Kon­zept unter­schei­det sich inhalt­lich deut­lich vom Gam­bero Rosso.

Fokus auf Nach­hal­tig­keit und bio­lo­gi­schen Weinbau

Die Februarausgabe des Magazins Der FeinschmeckerSind das Herz­stück die­ses Füh­rers die Wein­be­wer­tun­gen mit den 3 Glä­sern als krö­nende Top-Auszeichnung, so legt slow wine sei­nen Fokus mehr auf eine deskrip­tive Dar­stel­lung der ein­zel­nen Wein­gü­ter. Abge­stellt wird dabei vor allem auf bio­lo­gi­schen Wein­bau, Nach­hal­tig­keit und Hand­werk­lich­keit der Wein­er­zeu­gung. Ergänzt wer­den die Beschrei­bun­gen durch genaue Adres­sen und die wich­tigs­ten Anga­ben zur Größe und Pro­duk­tion des Weinguts.

Bes­ser als im Gam­bero Rosso sind die detail­lier­ten Anga­ben zu den ein­zel­nen Wei­nen. So erfährt der Leser die genaue Anzahl der abge­füll­ten Fla­schen eines Weins ebenso wie den durch­schnitt­li­chen Verkaufspreis.

Wenig hilf­reich sind dage­gen die Beschrei­bun­gen der Weine. Sie sind zwar nicht so abge­ho­ben und blu­mig wie im Gam­bero Rosso, aber nichts­sa­gend („fruch­tig und wür­zig“, „fri­sches, gefäl­li­ges Frucht­bu­kett“,  „per­sis­ten­ter Nach­hall“). Vor allem las­sen sie  keine Rück­schlüsse auf die Qua­li­tät bzw. auf die Stel­lung des Weins in der Betriebs­hier­ar­chie des Wein­guts zu.

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