BASILIKATA
Aglianico del Vulture Basilisco 2009 – Basilisco
Aglianico del Vulture Titolo 2010 – Fucci
Balconara 2009 – D’Angelo di Filomena Ruppi
Kommentar von Jens Priewe: Vor fünf Jahren glaubten die Gambero Rosso-Tester, dass die Basilikata mit ihrem Rotwein Aglianico del Vulture „the next big thing“ Italiens sein werde. Nun müssen sie zugeben, sich verschätzt zu haben. Der Markt tendiert zu jungen, fruchtigen Rotweinen ohne großen Tanningehalt und ohne Holzgeschmack. Der Anglianico del Vulture ist das Gegenteil, der gute zumindest. Die hoch konzentrierten, alkoholreichen, weil spät reifenden Rotweine vom Monte Vulture sind für viele Weinfreunde und Gastronomen plötzlich keine Option mehr – tragisch für die bettelarme Region im Süden Italiens. Ich kenne die Basilikata ziemlich gut und weiß, dass es unterhalb des 3-Gläser-Niveaus exzellente Weine mit einem sensationellen Preis-/Leistungsverhältnis gibt, von denen viele in sich „stimmiger“ sind als die manchmal etwas angestrengt wirkenden Spitzenweine. Trotzdem: Auch vom Aglianico del Vulture gibt es mehr als drei Exemplare, die 3-Gläser-würdig sind, etwa der Don Anselmo von Paternoster, der tolle Il Sigillo aus der Cantina del Notaio oder der Macarico von Rino Botte, für mich sowieso der beste, weil burgundischste Wein unter den Aglianico dieser Region. Aber der Gambero Rosso hat anders entschieden: Die Weine von Fucci und Basilisco (zum Imperium von Feudi di San Gregorio gehörend) sind zweifellos würdige 3-Gläser-Vertreter. Den Aglianico aus dem Haus D’Angelo, das in den letzten Jahren durch hoffnungslos veraltete und kaum trinkbare Weine aufgefallen ist, kenne ich nicht. Es heißt, die Ehefrau des Besitzers (Filomena Ruppi) habe diesmal Hand angelegt.
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