SIZILIEN


Etna bianco 2011 – Cot­ta­nera
Etna Bianco A’Puddara 2010 – Tenuta di Fes­sina
Etna bianco Quota 600 2010 – Graci
Etna Rosso Santo Spi­rito 2010 – Tenuta delle Terre Nere
Etna rosso Archi­neri 2010 – Pie­tra­dolce
Etna Feudo 2010 – Giro­lamo Russo
Etna Rosso Cir­neco 2009 – Ter­razze dell’Etna
Con­trada Por­ca­ria 2010 – Pass­o­pi­sci­aro
Saia 2010 – Feudo Mac­cari
Duca di Cas­tel­monte Tri­pu­dium Rosso 2009 – Pel­le­grino
Noà 2010 – Cusu­mano
Cyg­nus 2010 – Tasca d’Almerita
Ben Ryè 2010 – Don­n­a­fu­gata
Ribeca 2010 – Fir­ri­ato
Cera­suolo di Vit­to­ria Giam­bat­tista Valli ’09 – Feudi del Pisciotto
Nero­Mac­carj 2008 – Gulfi
Char­don­nay 2010 – Pla­neta
Char­don­nay Grand Cru 2010 – Tenuta Rapitalà


Sizilien

Sizi­lien

Kom­men­tar von Jens Priewe: Dies­mal ist der Ätna das neue Pil­ger­ziel der Gam­bero Rosso-Inspektoren. Genau die Hälfte der 3-Gläser-Weine kommt von den Hän­gen des feu­er­spu­cken­den Vul­kans. Wein­aka­de­mi­ker, italo­phile Som­me­liers und einige Mas­ter of Wine wer­den viel­leicht applau­die­ren. Aber ob die Kon­su­men­ten die­ses Urteil nach­voll­zie­hen kön­nen? Kann ich mir nicht vor­stel­len. Zu fremd­ar­tig, zu meridional-süsslich sind die Weine von dort. Mit Pinot Noir haben sie – obwohl gerne das Gegen­teil behaup­tet wird – so viel zu tun wie ein Bag­ger mit einem Ferrari.

Der Ätna-Hype geht zu Las­ten der klas­si­schen Nero d’Avola-Weine, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer die Sizilien-Listen domi­niert haben. Jetzt sind sie plötz­lich eine Min­der­heit. Komisch. Kein Don Anto­nio von Mor­gante, kein Mille E Una Notte von Don­n­a­fu­gata, kein Lu Patri von Baglio del Cristo di Cam­po­bello, kein Rosso del Conte von Tasca d’Almerita wur­den prä­miert. Dafür steht dies­mal der Cyg­nus von Tasca auf dem Trepp­chen, ein zwei­fel­los fei­nes Tröpf­chen, das für jugend­li­che Lecker­mäu­ler in groß­städ­ti­schen Wein­bars kon­zi­piert wurde. Wenn die­ser Wein drei Glä­ser bekommt, müsste der Rosso del Conte eigent­lich fünf erhalten.

Über­haupt hat man den Ein­druck, dass in Sizi­lien nur die Kel­le­reien gleich geblie­ben sind, bei den Wei­nen aber der Abwechs­lung hal­ber ein biss­chen vari­iert wurde. Wenn sich sonst schon nichts tut jen­seits des Ätna, soll es wenigs­tens im Gam­bero Rosso ein biss­chen bun­ter werden.



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  Eine Antwort zu “Gambero Rosso 2013: Die ersten 3-Gläser-Weine sind raus”

  1. Sehr geehr­ter Herr Priewe, sehr gut ! Gam­bero Rosso ist für meine Begriffe ein­fach nicht nach­zu­voll­zie­hen und auch kein Maß­staab, denn wenn ich die gan­zen Wein­gü­ter sehe, dann frage ich mich. Was ist mit den klei­nen Win­zern die wirk­lich Top­pro­dukte machen, was ist mit Ceuso, Geraci oder Rio­fa­vara und all den ande­ren. Trau­rig, eine der­ar­tige Aus­wahl um Sizi­lien zu reprä­sen­tie­ren. Herz­li­che Grüße aus Sizilien

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