Champagner von Ruinart

Dom Ruinart Blanc und Rosé: Jahrgangs-Champagner vom Feinsten

Dom Ruinart ist einer der feinsten Cham­pa­gner, die es gibt. Nach knapp acht Jahren auf der Hefe ist jetzt der Jahr­gang 2002 vom Blanc, nach gut 12 Jahren der Jahr­gang 1998 vom Rosé auf den Markt gekommen. Jens Priewe hat seinen Platz am Schreib­tisch kurz­fristig verlassen, um sich diese Luxuscham­pa­gner über den Gaumen laufen zu lassen. Erkenntnis: Arbeit kann auch schön sein.

Dom Ruinart ist einer der feinsten Cham­pa­gner, die es gibt. Nach knapp acht Jahren auf der Hefe ist jetzt der Jahr­gang 2002 vom Blanc, nach gut 12 Jahren der Jahr­gang 1998 vom Rosé auf den Markt gekommen. Jens Priewe hat seinen Platz am Schreib­tisch kurz­fristig verlassen, um sich diese Luxuscham­pa­gner über den Gaumen laufen zu lassen. Erkenntnis: Arbeit kann auch schön sein.

Champagner von Ruinart | Foto: RuinartAdler­fisch mit Austern­ta­pioka, Quinoa und Anana­schutney – das Gericht, das im Restau­rant Dall­mayr in München serviert wurde, sollte dem Anlass ange­messen sein: der Premiere des Dom Ruinart Blanc de Blancs, Jahr­gang 2002. Diesem Luxus-Champagner, der zu 100 Prozent aus Chardonnay-Trauben gekel­tert wurde und über acht Jahre in den Krei­de­kel­lern unter der Stadt Reims in der Flasche auf der Hefe gelegen hat, geht der Ruf voraus, einer der feinsten Schaum­weine der Welt zu sein.

Eine Kombination aus Glanz, Intensität, Eleganz

Frédéric Panaïotis | Foto: RuinartEiner der teuersten auch: 150 Euro sind eine klare Ansage. Die Marketing-Experten von Ruinart haben für ihn eine grif­fige Formel gefunden, er sei „eine Kombi­na­tion aus Glanz, Inten­sität und Eleganz“. Klingt nach feier­lich. Also habe ich mir ein weißes Hemd ange­zogen, eine Krawatte umge­bunden, den Computer runter­ge­fahren und bin zum Dall­mayr gegangen.

Frédéric Panaïotis, der Keller­meister von Ruinart, war schon da. Zwei Dutzend Händler und Gastro­nomen auch, ein paar Jour­na­listen eben­falls. Einer von ihnen sollte später sagen, nicht alle Anwe­senden seien der Qualität dieser Cham­pa­gner gewachsen gewesen. Mag sein. Aber man weiß ja inzwi­schen auch, dass nicht jeder Banker dem Nadel­streif gerecht wird, den er trägt.

Ruinart hebt sich von der Massenproduktion ab

Ruinart ist ein feines, aber kleines Cham­pa­gner­haus. Es produ­ziert nur 150.000 Flaschen. Wer die Wein­li­te­ratur studiert, stößt immer wieder auf zwei Fest­stel­lungen. Die erste lautet, Ruinart hebe sich von den Massen­pro­dukten der Marken-Champagner deut­lich ab. Die zweite: Der Ruinart-Geschmack sei – fast paradox – durchaus massen­kom­pa­tibel. Gemeint ist wohl: die knackige Frische, die Harmonie, die feine, leichte Art, die die Cham­pa­gner dieses Hauses auszeichnet.

Weinberge von Ruinart in der Champagne | Foto: RuinartAber gilt das auch für die Jahrgangs-Champagner der Dom-Linie?  Etwa den 2002er Dom Ruinart Blanc de Blancs? Das Wort „massen­kom­pa­tibel“ kommt Monsieur Panaïotis bei diesem Cham­pa­gner nicht über die Lippen. Er sagt nicht einmal, was Keller­meister bei solchen Anlässen immer sagen: dass dieser Dom Ruinart ein großer Wein sei. Das wäre ihm zu banal.

Zwar sieht Monsieur Panaïotis wie ein junger Buch­halter aus, der die zu weit geschnit­tenen Anzüge des Vaters aufträgt. Doch Vorsicht! Der Mann ist gedan­ken­schnell, wort­ge­wandt und hinter­gründig.

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