Clos de la Roi­lette, Fleurie

Etikett Clos de la Roilette FleurieEine win­zige Domaine mit ledig­lich zwei Wei­nen, die jedoch aus dem Filet­stück Fleu­ries stam­men, dem Wein­berg „La Roi­lette“. Die­ser gerad­li­nige Fleu­rie kom­bi­niert Stärke mit Ele­ganz und zeich­net ein voll­kom­me­nes Bild der Spit­zen­er­zeug­nisse die­ser Appel­la­tion. Dann erzeugt Alain Cou­dert, der Win­zer, noch eine leicht rest­süße Spät­lese, deren Trau­ben zwei, drei Wochen län­ger an den Reb­stö­cken hän­gen blei­ben. Gewapp­net mit deut­lich mehr Extrakt und einem viel tie­fe­ren Farb­ton for­dert sie mehr Geduld her­aus und einen küh­len Kel­ler. Beide Weine pro­fi­tie­ren enorm von einer län­ge­ren Lage­rung: sechs Jahre, bes­ser noch zehn. Die Basis-Cuvée berei­tet dage­gen schon nach etwa zwei Jah­ren Ver­gnü­gen.
Preis: der Fleu­rie um 11 Euro
Bezug: Weine Wolf­gang Wuttke, Noble Wine

Jean Foil­lard, Villié-Morgon

Etikett Jean Foillard MorgonJean Foil­lard ist ein sym­pa­thi­scher Mann und ganz sicher einer der bes­ten Tisch­ten­nis­spie­ler Frank­reichs. Doch im Ver­gleich zu sei­ner Arbeit im Wein­berg ver­blasst selbst Jeans Kön­nen an der Tisch­ten­nis­platte. Die meis­ten sei­ner Reben wach­sen in Mor­gon. Sein bes­ter Wein wächst in der Côte du Py – eine Lage, die beson­ders pro­fi­lierte und balan­cierte Weine her­vor­bringt: nicht so üppig und ele­gant wie ein Fleu­rie, aber mine­ra­lisch, kräf­tig, völ­lig unge­schönt, unfil­triert abge­füllt. Dane­ben stellt Foil­lard aus den bes­ten und ältes­ten Reben die­ser Lage eine Cuvée mit dem Namen „3.14“ in begrenz­ter Auf­lage her. Super­kon­zen­triert, dicht, extrem ver­schlos­sen und mine­ra­lisch – man hat abso­lut keine andere Wahl, als auf die­sen Wein zu war­ten, bis er end­lich reif ist. Nach acht Jah­ren ist man auf der siche­ren Seite, in den bes­ten Jah­ren dür­fen es auch zehn bis 14 Jahre sein. Foil­lard pro­du­ziert inzwi­schen auch einen Fleu­rie von Top-Qualität – ein schö­ner Kon­trast zu dem recht mas­ku­li­nen Mor­gon. Er ist fili­gran und besitzt Ver­füh­rungs­kraft. Lei­der bleibt fast die gesamte Pro­duk­tion in Frank­reich oder wird in die USA exportiert.

Louis Jadot, Châ­teau des Jacques

Etikett Louis Jadot Chateau des Jacques - Moulin-a-VentDer berühmte Bur­gun­der Négo­çi­ant Louis Jadot erzeugt im Beau­jo­lais unter dem Namen Châ­teau des Jac­ques einige der bes­ten Weine der Region: sechs ver­schie­dene  Crû-Weine aus Moulin-à-Vent, drei aus Mor­gon und einen aus Ché­nas. Die meis­ten brau­chen ein paar Jahre Kel­ler­reife, bean­spru­chen also die Geduld des Wein­trin­kers. Die Weine kom­men häu­fig in einem mas­ku­li­nen, kraft­vol­len Stil daher, etli­che rei­fen in neuen, extra für Jadot ange­fer­tig­ten Eichen­fäs­sern. Deren Holz stammt aus drei aus­ge­such­ten Wäl­dern Frank­reichs. Ist das Eichen­holz jung, hin­ter­lässt es einen allzu offen­sicht­li­chen Geschmack am Gau­men. Aber ande­rer­seits: Diese Weine sind nicht für das „Jetzt“ gemacht. Ein hori­zon­ta­les Tas­ting die­ser edlen Trop­fen sollte man sich kei­nes­falls ent­ge­hen las­sen, da die Viel­zahl der Nuan­cen und Fein­hei­ten der Appel­la­tion Moulin-à-Vent mit jeder wei­te­ren geöff­ne­ten Fla­sche deut­li­cher wer­den. Einige Händ­ler in Deutsch­land bie­ten gereifte Jahr­gänge an.
Preise: zwi­schen 20 und 30 Euro
Bezug: Vin­exus Wein­wel­ten, Belvini.de wein + design, Filip Wine & More Fiwimo.de


Lesen Sie den eng­li­schen Ori­gi­nal­text auf Seite 3.




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