Etikett Scheurebe Iphoefer Kalb tba von Wirsching

Es darf auch mal Scheurebe sein …

Die Scheu­rebe ist weder Silvaner noch Ries­ling, besitzt aber von beidem etwas. Im trockenen und fruch­tigen Bereich liefert sie häufig bessere Weine als der bei Konsu­menten so hoch geschätzte Sauvi­gnon. Und im edel­süßen Bereich ist der Preis­un­ter­schied zwischen Scheu­rebe und Ries­ling oft geringer als der Quali­täts­un­ter­schied. Findet Ulrich Sautter

Die Scheu­rebe ist weder Silvaner noch Ries­ling, besitzt aber von beidem etwas. Im trockenen und fruch­tigen Bereich liefert sie häufig bessere Weine als der bei Konsu­menten so hoch geschätzte Sauvi­gnon. Und im edel­süßen Bereich ist der Preis­un­ter­schied zwischen Scheu­rebe und Ries­ling oft geringer als der Quali­täts­un­ter­schied. Findet Ulrich Sautter

1990er Iphöfer Kalb Scheurebe TrockenbeerenausleseIm Gegen­satz zum Sauvi­gnon spielt die Scheu­rebe ihre Stärken auch jenseits des trockenen Geschmacks­bilds aus. Fruch­tige Kabinett- und Spätlese-Weine fallen typi­scher­weise klarer und weniger aufdring­lich im Duft aus als Sauvignon-Spätlesen. Zudem haben sie ein feineres Süße-Säure-Spiel.

Auch im Bereich der edel­süßen Prädi­kate kann die Scheu­rebe mit inten­siver, komplexer Aromatik und fulmi­nanter Dichte am Gaumen bril­lieren. Zwar nicht ganz auf dem Niveau der besten Riesling-Weine, aber doch von starkem Charakter und einer bemer­kens­werten Eigenart. Über­dies haben hoch­ka­rä­tige edel­süße Scheu­reben meist noch eine weitere Tugend: Sie sind oft selbst als Beeren­aus­lesen und Trocken­bee­ren­aus­lesen so preis­günstig, dass man sich manchmal die Augen reibt.

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